Fischotter – Lutra lutra
Deutscher Name: | Fischotter |
Wissensch. Name: | Lutra lutra (Linnaeus, 1758) |
Weitere deutsche Namen: | Eurasischer Fischotter |
Großgruppe: | Säugetiere |
Taxonomie: | Ordnung Carnivora / Familie Mustelidae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | vom Erlöschen bedroht |
Rote Liste Berlin: | vom Erlöschen bedroht |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- langgestreckter Körper mit sehr kurzen Beinen
- am oder im Wasser
Bilder
|
Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Äußere Merkmale: Oberseite glänzend dunkelbraun; Unterseite heller; Kopf flach, Schnauze breit mit langen Schnurrhaaren; Ohren fast ganz im Fell verborgen; Füße mit Schwimmhäuten; Schwanz an der Wurzel sehr breit.
Maße: Gewicht: 14-185,5-15kg; Kopfrumpflänge: 620-1000mm; Schwanzlänge: 350-500mm; Hinterfußlänge: 105-135mm; Ohrlänge: 20-30mm; Condylobasallänge: 95-125mm; Zahnformel: 3141/3132=36; Zahnreihenlänge: 31,0-38,8/39,0-46,6
Schwimmt und taucht gewandt und schnell; wander oft und weit.
Lebensraum: An stehenden und fließenden Gewässern; im Gebirge bis 2500m
Mensch und Stadt
Fischotter sind keine typischen Stadttiere. Sie kommen jedoch in zahlreichen Süßwasserlebensräumen vor, die eine gute Wasserqualität, Fische als Nahrungsgrundlage und Versteckmöglichkeiten am Ufer bieten. In Berlin wurde er entlang der Spree bis in die Innenstadt beobachtet.
Der Fischotter wird stark durch menschliche Aktivitäten bedroht. Hierzu gehören Lebensraumzerstörung, Umweltverschmutzung und invasive Fischfangnetze. In Deutschland ist er vom Aussterben bedroht.
Wissenswertes
- Sie können bis zu acht Minuten lang tauchen. Ihre Ohren und Nasenlöcher verschließen sie dabei.
- Obwohl er viel Zeit im Wasser verbringt paart sich der Fischotter an Land. Er zählt zu den besten Schwimmern unter den Landtieren.
- Der Struktur seiner Haare schützt den Fischotter äußert effektiv gegen Nässe und Kälte. Die Haare sind wie bei einem Reißverschluss miteinander verzahnt. So werden isolierende Luftbläschen festgehalten, das Wasser kann aber nicht zur Haut durchdringen.
- Der Fischotter gräbt seinen Bau am Ufer. Der Eingang liegt unter dem Wasserspiegel, die Wohnkammern liegen jedoch über der Hochwassergrenze und bleiben somit trocken. Sie sind durch einen Luftschacht mit der Umwelt verbunden.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Seite „Fischotter“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. April 2016, 13:11 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Fischotter&oldid=153498804 (Abgerufen: 9. Mai 2016, 19:17 UTC)
- Haupt, H., Ludwig, G., Gruttke, H., Binot.Hafke, M., Otto C. & Pauly, A. (RED.) (2009): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 1: Wirbeltiere. Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg
- Klawitter, J. et al (2005): Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere (Mammalia) von Berlin. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Stand: Dezember 2003)
- Kowarik, Ingo (2008): Beschluss des Sachverständigenbeirats für Naturschutz und Landschaftspflege zum Schutz von Biber und Fischotter (2009). Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin
- Artenschutzprogramm Elbebiber und Fischotter. Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung der Landes Brandenburg
- https://berlin.nabu.de/wir-ueber-uns/bezirksgruppen/friedrichshain-kreuzberg/ag-biber-naturnahe-spree/spree/
- http://www.wildes-berlin.de/gefaehrdeter-raeuber-der-fischotter/
- http://www.wildtier-kataster.uni-kiel.de/pages/tierarten/saeugetiere/fischotter.php
- http://www.bund-niedersachsen.de/service/beobachtungstipps/april/der_fischende_otter/
- Spuren/Trittsiegel erkennen (2007). Spurensucherschulung: Europa LIFE, Grand-Duché de Luxembourg Région wallonne, Natura 2000. PDF: http://www.loutres.be/IMG/pdf/Spurensucherschulung.pdf
- DJN (1994) - Peter Boye - Heimische Säugetiere