Micropterix aglaella (Duponchel 1838)
Basionym: Eriocephala aglaella Duponchel, 1840 Namensherkunft/Etymologie: mikro < griechisch: klein, pteron < griechisch: Flügel
Diagnose: Die Art könnte am ehesten mit Micropterix paykullella (Fabricius, 1794) verwechselt werden, von der sie sich aber meist durch die weniger intensive Purpurtönung unterscheidet. Der goldene Innenrand erreicht bei M. aglaella nicht die Mittelbinde (die Begrenzung des bronzegoldenen Innenteils und der Mittelbinde verlaufen oft annähernd parallel), der äußere Fleck ist meist bindenartig über den gesamten Flügel verbreitert. Von Micropterix aureoviridella (Höfner, 1898) unterscheidet sich M. aglaella durch die allgemein schärfere Zeichnung, die dunkler purpurne Färbung, sowie die durchwegs bronzegoldene basale Binde. Der Innenrand erreicht im Unterschied zu M. aureoviridella und Micropterix paykullella (Fabricius, 1794) die Mittelbinde nicht.
Der ♂-Genitalapparat ähnelt etwas dem von
Micropterix aureatella (Scopoli,1763), ist sonst aber sehr charakteristisch. Im ♀-Genitalapparat scheinen nach ersten Untersuchungen
M. aglaella und
M. paykullella ausreichend unterscheidbar zu sein. So ist bei
M. aglaella die Sklerotisierung des 9. Sternits und der Analpapillen wesentlich schwächer als bei
M. paykullella. Das Receptaculum seminis dürfte bei
M. aglaella etwas kürzer und gedrungener sein, allerdings ist dieser Unterschied minimal und für Diagnosen nicht brauchbar.
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♂: "Spanien-Costa-; brava Vidreras; 6.-15.6.93; leg. J.Wimmer", coll. Michael Kurz
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♂-Genitalapparat, Präp.-Nr. 4323, J. Wimmer: Spanien, Gerona, Vidreras, 6. - 15.6.1993, leg. J.Wimmer, coll. J.Wimmer
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Vorkommen
Geographische Verbreitung: M. aglaella wurde bisher in Südfrankreich, der westlichen Schweiz, Südwestdeutschland, den Südalpen (östlich bis zum Monte Baldo) und in den Pyrenäen gefunden.
Weiterführende Links
Literatur