Waldeidechse – Zootoca vivipara: Unterschied zwischen den Versionen
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|Interaktion Mensch=Die Waldeidechse kann vor allem im Frühjahr beim Sonnenbaden beobachtet werden, wenn sie aus ihrem Winterversteck kommt. | |Interaktion Mensch=Die Waldeidechse kann vor allem im Frühjahr beim Sonnenbaden beobachtet werden, wenn sie aus ihrem Winterversteck kommt. | ||
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*D. Glandt „Die Amphibien und Reptilien Europas“, Quelle & Meyer 2015 | *D. Glandt „Die Amphibien und Reptilien Europas“, Quelle & Meyer 2015 | ||
*https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/reptilien/04732.html | *https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/reptilien/04732.html | ||
+ | *http://www.amphibienschutz.de/schutz/artenschutz/roteliste/deutschland.htm | ||
|Link zu Wikipedia=https://de.wikipedia.org/wiki/Waldeidechse | |Link zu Wikipedia=https://de.wikipedia.org/wiki/Waldeidechse | ||
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Version vom 31. Januar 2017, 18:30 Uhr
Deutscher Name: | Waldeidechse |
Wissensch. Name: | Zootoca vivipara (Lichtenstein, 1823) |
Weitere deutsche Namen: | Bergeidechse, Mooreidechse |
Wissensch. Synonyme: | Lacerta vivipara |
Großgruppe: | Reptilien |
Taxonomie: | Ordnung Squamata / Familie |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | gefährdet |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- gezacktes "Halsband" aus Schuppen an der Unterseite des Halses
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Die Waldeidechse ist zierlich gebaut mit einem wenig vom Körper abgesetzten Kopf. Der Rumpf ist lang und nicht abgeflacht. Der Schwanz ist kräftig und beträgt höchstens ein Drittel der Körperlänge, die Beine sind kurz. Es kommen verschiedene Farbvariantionen vor: neben gelb, grau, rot oder grün wurden auch schon schwarze Tiere gesichtet. Der dunkelbraun bis schwarze Rückenstreifen wird meist von zwei hellen Seitenstreifen flankiert, welche teilweise als Reihen dunkler Flecken ausgeprägt sind. Dies ist vor allem bei den Männchen der Fall. Vor allem bei den Weibchen ist ein dunkles Längsband an den Körperseiten ausgeprägt, dieses oft mit hellem Saum.
Verwechslungsmöglichkeiten:
Zauneidechse – Lacerta agilis | Die Zauneidechse hat längere Beine und einen kräftigeren Kopf. Zur Paarungszeit ist das Männchen an den Flanken und der Bauchseite intensiv grün gefärbt. In der Rückenmitte trägt es eine charakteristische Reihe schmaler, länglich gekielter Schuppen. | |
Mauereidechse – Podarcis muralis | Die Mauereidechse hat einen schlankeren, längeren Kopf und längere Beine. Das Halsband aus Schuppen am Hinterrand des Kopfes ist nach hinten gerade begrenzt. |
Verhalten: Waldeidechsen leben gesellig in Populationen zusammen. Als Nachtquartiere nutzen sie Totholz oder Baumrinden.
Lebensweise und Fortpflanzung: Die Waldeidechse bringt ihre Jungen vorwiegend voll entwickelt zur Welt, wobei manche Unterarten auch Eier legen.
Lebensraum: Die Waldeidechse lebt vor allem in feuchten, kühlen Habitaten des Flach-, Hügel- und Berglandes. Je nach Region findet man sie in Wäldern, Bergwiesen, Dünen- und Heidelandschaften oder an Wegböschungen.
Verbreitung: Die Vebreitung der Waldeidechse erstreckt sich von Nord-, Mittel- und Osteuropa über weite Teile Asiens bis nach Sibirien. In den Alpen wird sie bis 2600m angetroffen.
Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland
Mensch und Stadt
Die Waldeidechse kann vor allem im Frühjahr beim Sonnenbaden beobachtet werden, wenn sie aus ihrem Winterversteck kommt.
Wissenswertes
- Name: Der lateinische Name "vivipara" bezieht sich auf die Art der Fortpflanzung (überwiegend lebendgebärend).
- Die Waldeidechse hat zwei Fortpflanzungsformen: manche Unterarten legen Eier, während andere ihre Jungen lebend gebären. Dieses Phänomen ist bei Reptilien sehr selten.
- Die Waldeidechse hat das größte Verbreitungsgebiet aller landbewohnenden Reptilienarten. Gleichzeitig ist sie die Art, die am weitesten in Richtung Nordpol angetroffen wird.
- Die deutschen Trivialnamen deuten auf ihre jeweilige Verbreitung hin: in Mitteleuropa wird sie vorwiegend in Wäldern und an Waldrändern, in Süddeutschland und in der Alpenregion im Gebirge sowie in den norddeutschen Hochmoorgebieten angetroffen.
Quellen, Literatur, Weblinks
- A. Kwet „Reptilien und Amphibien Europas“, KOSMOS-Verlag 2015
- J. Blab, H. Vogel „Amphibien und Reptilien erkennen und schützen“, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 2002
- D. Glandt „Die Amphibien und Reptilien Europas“, Quelle & Meyer 2015
- https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/reptilien/04732.html
- http://www.amphibienschutz.de/schutz/artenschutz/roteliste/deutschland.htm