Weymouths-Kiefer – Pinus strobus: Unterschied zwischen den Versionen
(Die Seite wurde neu angelegt: „ {{Artportrait Flora |Großgruppe=holzige Blütenpflanzen |Deutscher Name=Weymouths-Kiefer |Wissenschaftlicher Name=Pinus strobus |Sonstige deutsche Namen=Stro…“) |
|||
Zeile 15: | Zeile 15: | ||
|Beschreibung Sprossachse=Junge Bäume haben lange eine glatte und glänzenden Rinde. Sie ist grau und oft etwas rötlich getönt. Bei älteren bäumen bilden sich flache Längsrisse. Die Zweige sind zuerst grünlich und behaart, werden aber mit zunehmendem Alter orangebraun und kahl. | |Beschreibung Sprossachse=Junge Bäume haben lange eine glatte und glänzenden Rinde. Sie ist grau und oft etwas rötlich getönt. Bei älteren bäumen bilden sich flache Längsrisse. Die Zweige sind zuerst grünlich und behaart, werden aber mit zunehmendem Alter orangebraun und kahl. | ||
|Beschreibung Blüte=Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen hellbraunen männlichen Blütenzapfen wachsen im unteren Kronenbereich. Die weiblichen Zapfen sind rosafarbend und wachsen immer in Gruppen von zwei bis vier zusammen. Sie sind eher im oberen Teil der Krone zu finden. | |Beschreibung Blüte=Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen hellbraunen männlichen Blütenzapfen wachsen im unteren Kronenbereich. Die weiblichen Zapfen sind rosafarbend und wachsen immer in Gruppen von zwei bis vier zusammen. Sie sind eher im oberen Teil der Krone zu finden. | ||
− | |Beschreibung Frucht=Der Zapfen sind nach der Bestäubung zunächst schmal zylinderförmig, leicht gebogen und grün. Sobald sie reif sind, haben sie eine braune Farbe und werden durch die geöffneten Zapfenschuppen breiter. | + | |Beschreibung Frucht=Der Zapfen sind nach der Bestäubung zunächst schmal zylinderförmig, leicht gebogen und grün. Sobald sie reif sind, haben sie eine braune Farbe und werden durch die geöffneten Zapfenschuppen breiter. Mit einer Länge von bis zu 20 Zentimetern sind sie relativ lang. |
− | |Beschreibung lang=Junge Bäume sind schmal kegelförmig. Ältere Bäume dagegen wachsen unregelmäßiger und die unteren Triebe sterben ab. Sie sind teilweise sehr dich benadelt. Die Nadeln sind vorwärts gerichtet und hängen etwas über. Am Rand sind sie sehr fein gezähnelt. Im ersten Jahr sind die Nadeln von orangebraunen Nadelscheiden umgeben. Jüngere Zapfen sind oft verharzt.Die leeren Zapfen fallen im Winter vom Baum. | + | |Beschreibung lang=Junge Bäume sind schmal kegelförmig. Ältere Bäume dagegen wachsen unregelmäßiger und die unteren Triebe sterben ab. Sie sind teilweise sehr dich benadelt. Die Nadeln sind vorwärts gerichtet und hängen etwas über. Am Rand sind sie sehr fein gezähnelt. Im ersten Jahr sind die Nadeln von orangebraunen Nadelscheiden umgeben. Jüngere Zapfen sind oft verharzt. Die leeren Zapfen fallen im Winter vom Baum. |
− | |Biologie=Im Gegensatz zu den weiblichen Blütenzapfen werden die männlichen nicht jedes Jahr gebildet. Die Bestäubung erfolgt Mitte Juni. Gelegentlich tritt Selbstbefruchtung auf. Die Samen sind rötlich-braun und schwarz | + | |Biologie=Im Gegensatz zu den weiblichen Blütenzapfen werden die männlichen nicht jedes Jahr gebildet. Die Bestäubung erfolgt Mitte Juni. Gelegentlich tritt Selbstbefruchtung auf. Die Samen sind rötlich-braun und schwarz gefleckt. |
+ | |Bild 1=File:Pinus strobus cone sciondriver.jpg | ||
+ | |Bild 1 Beschreibung=Zweig mit Zapfen | ||
+ | |Bild 1 Urheber und Lizenz=sciondriver at Flickr, CC BY-SA 2.0 | ||
+ | |Bild 2=File:Pinus strobus needles3.jpg | ||
+ | |Bild 2 Beschreibung=Nadeln | ||
+ | |Bild 2 Urheber und Lizenz=PD | ||
+ | |Bild 3=File:Pinus strobus 'Fastigiata', Mount Auburn Cemetery.JPG | ||
+ | |Bild 3 Beschreibung=Habitus | ||
+ | |Bild 3 Urheber und Lizenz=PD | ||
+ | |Lebensraum=Die Weymouths-Kiefer bevorzugt feuchte, tiefgründige Standorte. Wichtig ist auch, dass der Boden eher locker und gut drainiert ist. | ||
+ | |Blütezeit=Mai bis Juni | ||
+ | |Verbreitung=Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Kanada und den USA bis nach Süd-Mexiko und Guatemala. Wissenschaftler sind sich jedoch uneinig, ob die Vorkommen in Nordamerika und Mittelamerika Varietäten der selben Art oder eigenständige Arten sind. In Europa und Deutschland wird der Baum in weiten Teilen forstlich angebaut. Da Ende des 19. Jahrhunderts der aus Asien stammende Stroben-Blasenrost viele Bäume tötete, werden heute nur noch kleine Gruppen der Weymouths-Kiefer angepflanzt. | ||
+ | |Status=Neophyt | ||
+ | |Lebensraum Stadt=In der Stadt wird die Weymouths-Kiefer vor allem als Solitär- und Gruppengehölz in Parkanlagen und größeren Gärten verwendet. Häufig werden dabei zwergwüchsige Formen benutzt. Durch ihr schnelles Wachstum und ihre Anspruchslosigkeit ist Weymouths-Kiefer eine gute Pionierart zum Besiedeln offener Flächen. Auf Standorten mittlerer Qualität wird sie häufig von Laubbäumen verdrängt, erweist sich aber auf Standorten niederer Qualität als überlegen. | ||
+ | |Wissenswertes Herkunft=Die Weymouths-Kiefer stammt aus dem osten Nordamerikas. Sie bildete dort früher riesige Bestände, wurde jedoch wegen ihrer geraden Stämme intensiv gerodet. Trotzdem ist sie dort heute einer der wichtigsten Forstbäume. | ||
+ | |Wissenswertes Giftigkeit oder Verwendung=Sie war früher der wichtigste Holzlieferant im Osten Nordamerikas. | ||
+ | |Wissenswertes 1=Das Bundesamt für Naturschutz schätzt die Weymouths-Kiefer als potentiell gefährlich für einheimische Baumarten ein und hat sie auf die Managementliste der Schwarzen Liste invasiver Arten gesetzt. | ||
+ | |Wissenswertes 2=Sie ist der offizielle Landesbaum der US-Bundesstaaten Maine und Michigan. | ||
+ | |Wissenswertes 3=Sie ist ein Symbol in der Flagge Montreals. | ||
+ | |Wissenswertes 4=Sie blüht von Mai bis Juni. | ||
+ | |Wissenswertes Namensherkunft=Ihren deutschen Namen verdankt sie nicht dem englischen Entdecker und Schriftsteller George Weymouth, welcher sie 1605 nach Europa brachte, sondern dem Lord Weymouth, welcher sie im 18. Jahrhundert in England endgültig als Forstbaum etablierte. | ||
+ | |Quellen=*Spohn, M., Spohn, R.: Kosmos - Baumführer Europa. Verlag: Stuttgart: Kosmos 2011. | ||
+ | *Godet, J.-D.: Bäume und Sträucher. Bestimmen und nachschlagen. Verlag: Stuttgart: Eugen Ulmer KG 2007. | ||
+ | *Mitchell, A.: Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch. Verlag: Berlin und Hamburg: Verlag Paul Parey 1979. | ||
+ | *Jacobi, F.: Das Pflanzenbestimmungsbuch. Gehölze. Verlag: Hamburg: F. Büchner, Handwerk und Technik 2006. | ||
+ | *Seite „Weymouth-Kiefer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. Oktober 2017, 08:59 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Weymouth-Kiefer&oldid=170307062 (Abgerufen: 16. November 2017, 15:13 UTC) | ||
+ | |Link zu Wikipedia=https://de.wikipedia.org/wiki/Weymouth-Kiefer | ||
}} | }} |
Version vom 16. November 2017, 17:20 Uhr
Deutscher Name: | Weymouths-Kiefer |
Wissensch. Name: | Pinus strobus (L.) |
Weitere deutsche Namen: | Strobe |
Großgruppe: | holzige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Coniferales / Familie Pinaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Status: | Neophyt |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- immer fünf Nadeln zusammen
- große, hängende Zapfen
Bilder
|
Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Junge Bäume sind schmal kegelförmig. Ältere Bäume dagegen wachsen unregelmäßiger und die unteren Triebe sterben ab. Sie sind teilweise sehr dich benadelt. Die Nadeln sind vorwärts gerichtet und hängen etwas über. Am Rand sind sie sehr fein gezähnelt. Im ersten Jahr sind die Nadeln von orangebraunen Nadelscheiden umgeben. Jüngere Zapfen sind oft verharzt. Die leeren Zapfen fallen im Winter vom Baum. Biologie: Im Gegensatz zu den weiblichen Blütenzapfen werden die männlichen nicht jedes Jahr gebildet. Die Bestäubung erfolgt Mitte Juni. Gelegentlich tritt Selbstbefruchtung auf. Die Samen sind rötlich-braun und schwarz gefleckt. Blütezeit: Mai bis Juni Lebensraum: Die Weymouths-Kiefer bevorzugt feuchte, tiefgründige Standorte. Wichtig ist auch, dass der Boden eher locker und gut drainiert ist. Verbreitung: Das natürliche Verbreitungsgebiet reicht von Kanada und den USA bis nach Süd-Mexiko und Guatemala. Wissenschaftler sind sich jedoch uneinig, ob die Vorkommen in Nordamerika und Mittelamerika Varietäten der selben Art oder eigenständige Arten sind. In Europa und Deutschland wird der Baum in weiten Teilen forstlich angebaut. Da Ende des 19. Jahrhunderts der aus Asien stammende Stroben-Blasenrost viele Bäume tötete, werden heute nur noch kleine Gruppen der Weymouths-Kiefer angepflanzt.
Mensch und Stadt
In der Stadt wird die Weymouths-Kiefer vor allem als Solitär- und Gruppengehölz in Parkanlagen und größeren Gärten verwendet. Häufig werden dabei zwergwüchsige Formen benutzt. Durch ihr schnelles Wachstum und ihre Anspruchslosigkeit ist Weymouths-Kiefer eine gute Pionierart zum Besiedeln offener Flächen. Auf Standorten mittlerer Qualität wird sie häufig von Laubbäumen verdrängt, erweist sich aber auf Standorten niederer Qualität als überlegen.
Wissenswertes
- Herkunft: Die Weymouths-Kiefer stammt aus dem osten Nordamerikas. Sie bildete dort früher riesige Bestände, wurde jedoch wegen ihrer geraden Stämme intensiv gerodet. Trotzdem ist sie dort heute einer der wichtigsten Forstbäume.
- Name: Ihren deutschen Namen verdankt sie nicht dem englischen Entdecker und Schriftsteller George Weymouth, welcher sie 1605 nach Europa brachte, sondern dem Lord Weymouth, welcher sie im 18. Jahrhundert in England endgültig als Forstbaum etablierte.
- Giftigkeit oder Verwendung: Sie war früher der wichtigste Holzlieferant im Osten Nordamerikas.
- Das Bundesamt für Naturschutz schätzt die Weymouths-Kiefer als potentiell gefährlich für einheimische Baumarten ein und hat sie auf die Managementliste der Schwarzen Liste invasiver Arten gesetzt.
- Sie ist der offizielle Landesbaum der US-Bundesstaaten Maine und Michigan.
- Sie ist ein Symbol in der Flagge Montreals.
- Sie blüht von Mai bis Juni.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Spohn, M., Spohn, R.: Kosmos - Baumführer Europa. Verlag: Stuttgart: Kosmos 2011.
- Godet, J.-D.: Bäume und Sträucher. Bestimmen und nachschlagen. Verlag: Stuttgart: Eugen Ulmer KG 2007.
- Mitchell, A.: Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch. Verlag: Berlin und Hamburg: Verlag Paul Parey 1979.
- Jacobi, F.: Das Pflanzenbestimmungsbuch. Gehölze. Verlag: Hamburg: F. Büchner, Handwerk und Technik 2006.
- Seite „Weymouth-Kiefer“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 25. Oktober 2017, 08:59 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Weymouth-Kiefer&oldid=170307062 (Abgerufen: 16. November 2017, 15:13 UTC)