Gemeiner Odermennig – Agrimonia eupatoria: Unterschied zwischen den Versionen

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*Stängel und Blattunterseiten dicht behaart
 
*Stängel und Blattunterseiten dicht behaart
 
|Beschreibung kurz=Der Gemeine Odermennig ist eine ausdauernde Pflanze, die bis zu einen Meter hoch werden kann. Sie hat auffällig lange, blattlose Blütenständen mit gelben Blüten.
 
|Beschreibung kurz=Der Gemeine Odermennig ist eine ausdauernde Pflanze, die bis zu einen Meter hoch werden kann. Sie hat auffällig lange, blattlose Blütenständen mit gelben Blüten.
|Beschreibung Blatt=Die sommergrünen Blätter sind abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig). Jedes Blatt ist in 5 bis 9 Teilblätter unterteilt (unpaarig gefiedert). Die Teilblätter haben einen grob gezähnten Rand und sind auf der Unterseite behaart.
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|Beschreibung Blatt=Die sommergrünen Blätter sind abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig). Am Boden bilden sie eine Rosette um den Stängel. Jedes Blatt ist in 5 bis 9 Teilblätter unterteilt (unpaarig gefiedert). Die Teilblätter haben einen grob gezähnten Rand und sind auf der Unterseite behaart.
 
|Beschreibung Sprossachse=Der Stängel ist rund und dicht behaart. Er ist oben meist verzweigt.
 
|Beschreibung Sprossachse=Der Stängel ist rund und dicht behaart. Er ist oben meist verzweigt.
 
|Beschreibung Blüte=Die Blüten haben fünf rund angeordnete, gelbe Blütenblätter. Sie sind alle in einem lang gestreckten, blattlosen Blütenstand an der Stängelspitze angeordnet (Blütentraube).
 
|Beschreibung Blüte=Die Blüten haben fünf rund angeordnete, gelbe Blütenblätter. Sie sind alle in einem lang gestreckten, blattlosen Blütenstand an der Stängelspitze angeordnet (Blütentraube).

Version vom 5. Dezember 2017, 16:21 Uhr

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Deutscher Name: Gemeiner Odermennig
Wissensch. Name: Agrimonia eupatoria
(L.)
Weitere deutsche Namen: Kleiner Odermennig,Ackerkraut
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Rosales / Familie Rosaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • fünfzählige, gelbe Blüten
  • Stängel und Blattunterseiten dicht behaart
Der Gemeine Odermennig ist eine ausdauernde Pflanze, die bis zu einen Meter hoch werden kann. Sie hat auffällig lange, blattlose Blütenständen mit gelben Blüten. Blatt: Die sommergrünen Blätter sind abwechselnd am Stängel angeordnet (wechselständig). Am Boden bilden sie eine Rosette um den Stängel. Jedes Blatt ist in 5 bis 9 Teilblätter unterteilt (unpaarig gefiedert). Die Teilblätter haben einen grob gezähnten Rand und sind auf der Unterseite behaart. Sprossachse: Der Stängel ist rund und dicht behaart. Er ist oben meist verzweigt. Blüte: Die Blüten haben fünf rund angeordnete, gelbe Blütenblätter. Sie sind alle in einem lang gestreckten, blattlosen Blütenstand an der Stängelspitze angeordnet (Blütentraube). Frucht: Die Frucht ist ein, in einem Kelch eingeschlossenes, Nüsschen. Der Kelch ist gefurcht und hat am Rand zahlreiche hakenförmige, abstehende Borsten.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Untere Blätter sind in Grundrosette angeordnet, wohingegen weiter oben am Stängel sitzende Blätter wechselständig wachsen. Sie sind unpaarig gefiedert und 10 bis 15 cm lang. Zwischen den Fiederpaaren sitzen sehr kleine Fiederblätter. Die Blüten sind radiärsymmetrisch. Die Blütentraube ist 10 bis 50 cm lang.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Großer Odermennig Der Große Odermennig ist drüsig behaart und dadurch, im Gegensatz zum Gemeinen Odermennig, klebrig und stark nach Zitrone duftend. Die Früchte des Großen Odermennig sind nur leicht oder gar nicht gefurcht. Großer Odermennig:  H. Zell, CC BY-SA 3.0

Biologie: Die Blüte ist zwittrig und die Bestäubung erfolgt durch Selbstbestäubung oder Insekten. Die Frucht wird durch Ameisen und größere Säugetiere verbreitet. Blütezeit: Juni bis September Lebensraum: Der Gemeine Odermennig bevorzugt sonnige Standorte und nicht saure Böden. Er besiedelt Trocken- und Magerrasen, aber auch Hecken und Waldränder. Verbreitung: Er ist in fast ganz Europa und im nördlichen Asien verbreitet.

Mensch und Stadt

Der Gemeine Odermennig ist wenig tolerant gegenüber Schatten und sauren Böden. Auch Mähen und Trittbelastung verträgt er schlecht. Daher besiedelt er in der Stadt bevorzugt wenig genutzte Trocken- und Magerrasen, aber auch Hecken und Waldränder.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Gemeine Odermennig ist einheimisch und in fast ganz Europa verbreitet.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Tee aus blühendem und getrocknetem Gemeinem Odermennig kann getrunken bei Magen- und Darmbeschwerden sowie als Bad bei leichten Hautentzündungen helfen.
  • Die Blütezeit ist von Juni bis September.
  • Die Klettfrüchte bleiben wegen ihrer Haken an Tieren hängen und werden so verbreitet. Da der Gemeine Odermennig eher hoch wächst, verfangen sich die Kletten an großen Tieren wie Schafen, Kühen oder in der Stadt Hunden und können so über weite Strecken transportiert werden.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen. Bern: Haupt Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari, Claus, Caspari, Stefan (2015): Der illustrierte BLV Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG.
  • Schönfelder, Ingrid und Schönfelder, Peter (2010): Der Kosmos-Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas. Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Seite „Gemeiner Odermennig“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 12. Mai 2017, 12:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gemeiner_Odermennig&oldid=165437907 (Abgerufen: 5. Dezember 2017, 13:07 UTC)
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Gemeiner Odermennig – Agrimonia eupatoria (Zuletzt geändert:
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22 November 2019 13:23:31). Abgerufen am 4. April 2025, 15:30 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Gemeiner_Odermennig_–_Agrimonia_eupatoria