Stadttaube – Columba livia f. domestica: Unterschied zwischen den Versionen
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|Wissenschaftlicher Name=Columba livia f. domestica | |Wissenschaftlicher Name=Columba livia f. domestica | ||
|Weiterer häufiger deutscher Name=Straßentaube | |Weiterer häufiger deutscher Name=Straßentaube | ||
+ | |Wissenschaftliche Autoren=Gmelin, 1789 | ||
|Wissenschaftliche Synonyme=Columba livia f. urbana | |Wissenschaftliche Synonyme=Columba livia f. urbana | ||
|Ordnung=Columbiformes | |Ordnung=Columbiformes |
Aktuelle Version vom 10. Dezember 2020, 10:35 Uhr
Deutscher Name: | Stadttaube |
Wissensch. Name: | Columba livia f. domestica (Gmelin, 1789) |
Weitere deutsche Namen: | Straßentaube |
Wissensch. Synonyme: | Columba livia f. urbana |
Großgruppe: | Vögel |
Taxonomie: | Ordnung Columbiformes / Familie Columbidae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Status: | Neozoon |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- keine eindeutigen Merkmale, da sehr variabel
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Die Stadttaube hat eine Körperlänge von 31 bis 34 cm.
Verwechslungsmöglichkeiten:
Ringeltaube | Die Ringeltaube ist deutlich größer. Sie hat einen relativ langen Schwanz und kleinen Kopf. Charakteristisch ist der weiße Fleck am Hals. | ![]() |
Türkentaube | Die Türkentaube ist kleiner und gut am schwarzen Ring im Nacken zu erkennen. | ![]() |
Laute: Von beiden Geschlechtern werden vergleichsweise leise gurrende gurr- oder guu-ru-ru-Laute genutzt. Während der Balz nutzen Männchen ein tiefes gurrendes gang-grrru-guruu-u, schleifen die Schwanzfedern über den Boden und erzeugen beim Balzflug ein lautes Flügelklatschen.
Lebensweise und Fortpflanzung: Stadttauben ernähren sich von Körnern und allem, was sie an Abfällen finden und für fressbar halten.
Lebensraum: Die Stadttaube ist vor allem in großen Städten sehr häufig. Verschiedene Modellprojekte stellen einen nachhaltigen und tierschutzgerechten Ansatz zum Management der städtischen Taubenpopulationen dar. So kann z.B. durch Umsiedlung in gesonderten Taubenschlägen der Taubenbestand in wenigen Jahren um etwa ein Drittel gesenkt werden, ohne auf grausame und ineffektive Gift- oder Gitterfallen zurückzugreifen.
Mensch und Stadt
Die Stadttaube kommt in Städten auf der ganzen Welt vor. Außerhalb von Städten findet man sie vor allem in vom Menschen veränderten Gebieten.
Stadttauben ernähren sich hauptsächlich von Lebensmittelresten und brüten an Gebäuden. Manche Städte ergreifen Maßnahmen gegen die immer größer werdenden Bestände.
Wissenswertes
- Herkunft: Sie stammt von verwilderten Haus- und Brieftauben ab, die aus der Felsentaube (Columba livia) gezüchtet wurden.
- Name: Das Artepitheton "livia" leitet sich ab vom lateinischen Wort "livere" für "bleifarbend" oder "grau" und bezieht sich damit auf die typische graue Färbung dieser Tiere. Das lateinische "domestica" für "häuslich" verweist auf die Domestizierung dieses Tieres durch den Menschen.
- Giftigkeit: Stadttauben können Überträger von verschiedenen Krankheitserregern sein, von denen manche auch auf den Menschen übertragbar sind.
- Die Stadttaube ist durch den Menschen nach Deutschland gelangt, wo sie sich ausgebreitet und fest etabliert hat. Sie wird zu den nicht-einheimischen Tierarten (Neozoa) gezählt.