Merkmale
Besondere Merkmale:
- glänzende, rotbraune, lange Dornen
- lange, bandförmige Hülsenfrüchte
Der Lederhülsenbaum ist sommergrün und kann eine Höhe von bis zu 40 m erreichen.
Blatt: Die Blätter wachsen versetzt zueinander am Zweig (wechselständig). Ein Blatt steht aus 10-30 Teilblättchen (gefiedert). Diese Teilblätter sind lanzenförmig (lanzettlich) und am Rand undeutlich gekerbt.
Sprossachse: Am Stamm, Ästen und Zweigen sind büschelweise rotbraune Dornen zu finden. Die Rinde hat flache Risse und Schuppen.
Blüte: Die Blüten sind unscheinbar grünlich gelb und hängen in schlanken Trauben.
Frucht: Die Früchte sind braunrote, flache Hülsen, die spiralig gedreht sind und bis zu 40 cm lang werden können. In einer Hülse sind zahlreiche Samen eingebettet.
Bilder
| Lederhülsenbaum: Frucht – Andrew Dunn, CC BY-SA 2.0 |
| Lederhülsenbaum: Pflanze – Bostonian13, CC BY-SA 3.0 |
| Dornen – Luis Fernández García, CC BY-SA 2.1 es |
| Lederhülsenbaum: Blüte – Andrew Butko, CC BY-SA 3.0 |
| Lederhülsenbaum: Laubblatt – David J. Stang, CC BY-SA 4.0 |
| Dornenbewehrter Stamm – AfroBrazilian, CC BY-SA 4.0 |
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Die Blätter sind wechselständig und meist einfach gefiedert (aber doppelt möglich), mit 10-30 Blättchen pro Blatt. Teilblätter bis 3,5 cm lang. Der Stamm ist aufrecht und reich verzweigt. Die Blüten sind eingeschlechtlich oder zwittrig, ein- oder zweihäusig verteilt.
Biologie: Die Fruchtausbreitung erfolgt indem die Früchte von Tieren gefressen und die Samen unbeschadet wieder ausgeschieden werden. Heutzutage durch Pferde und Rinder, früher vermutlich durch das Präriemammut sowie Mastodons und Riesenfaultiere.
Blütezeit: Juni - Juli
Lebensraum: Sonnige bis halbschattige Standorte werden bevorzugt.
Verbreitung: In Mitteleuropa ein häufiger Alleen- und Zierbaum.
Mensch und Stadt
Der Lederhülsenbaum wurde häufig in Parks angepflanzt und ist nur selten verwildert. Daher findet man ihn sehr selten außerhalb gestalteter Grünflächen. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte.
Wissenswertes
- Herkunft: Er stammt aus Nordamerika und gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
- Giftigkeit oder Verwendung: Die Blätter sind leicht giftig.
- Die Samen sind essbar. In Nordamerika werden sie (wie Linsen) als Nahrungsmittel verwendet.
- Es gibt auch dornenfreie Gleditschie-Sorten.
- Er blüht von Juni bis Juli.
- Die Fruchtausbreitung erfolgt indem die Früchte von Tieren gefressen und die Samen unbeschadet wieder ausgeschieden werden. Heutzutage geschieht dies durch Pferde und Rinder, früher vermutlich durch das Präriemammut sowie Mastodonten und Riesenfaultiere.
- Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
- Roth, L., Daunderer, M., Kormann, K.: Giftpflanzen - Pflanzengifte : Vorkommen, Wirkung, Therapie. Allergische und phototoxische Reaktionen. Verlag: Hamburg : Nikol 2008.
- Seite „Amerikanische Gleditschie“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. September 2015, 07:12 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Amerikanische_Gleditschie&oldid=145707097 (Abgerufen: 27. April 2016, 12:21 UTC)
An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht