Basismerkmale für Schmetterlinge

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Diese Sammlung von Merkmalen ist ein Versuch die allerwichtigsten Merkmale zur ersten Orientierung herauszuarbeiten. Auf der Diskussionsseite sind dazu frühere Diskussionen weiter verfügbar. Der Merkmalszustand „unbekannt/nicht erkennbar“ ist hier weggelassen, da er inzwischen von der Software automatisch ergänzt wird.

Größe

  • auffällig große Tag- oder Nachtfalter (z. B. Schwalbenschwanz, Nachtpfauenaugen, größere Schwärmer)
    auffällig große Tag- oder Nachtfalter

  • mittelgroße Tag- oder Nachtfalter bis Zitronenfaltergröße (z. B. Kleiner Fuchs, Ochsenaugen, Landkärtchen, Mohrenfalter etc.)
    mittelgroße Tag- oder Nachtfalter bis Zitronenfaltergröße

  • kleine Tag- oder Nachtfalter bis Bläulingsgröße (z. B. Heufalter, Blattspanner, viele Eulenfalter)
    kleine Tag- oder Nachtfalter bis Bläulingsgröße

  • sehr klein (z. B. Lebensmittel- oder Kleidermotten, Blütenspanner, Kleinschmetterlinge)
    sehr kleine Schmetterlinge

Sitzhaltung

  • Flügel über dem Körper nach oben zusammengeklappt
    Flügel über dem Körper nach oben zusammengeklappt (Kleiner Fuchs, Aglais urticae) Flügel über dem Körper nach oben zusammengeklappt (Kleiner Frostspanner, Operophtera brumata)

  • Flügel zu den Seiten ausgebreitet
    Flügel zu den Seiten ausgebreitet (Garten-Blattspanner, Xanthorhoe fluctuata)

  • Flügel flach oder dachförmig über dem Körper zusammengelegt
    Flügel flach oder dachförmig über dem Körper zusammengelegt (Buchen-Kahneule, Pseudoips prasinana) Flügel flach oder dachförmig über dem Körper zusammengelegt (Hornklee-Widderchen, Zygaena lonicerae) Flügel flach oder dachförmig über dem Körper zusammengelegt (Gelbleib-Flechtenbärchen, Eilema complana)

Hinterflügel in Sitzhaltung

Only *one* value by default Keine Mehrfachauswahl

  • Hinterflügel unter Vorderflügel verborgen
    Hinterflügel unter Vorderflügel verborgen (Dottergelbes Flechtenbärchen, Eilema sororcula) Hinterflügel unter Vorderflügel verborgen (Frühlings-Kreuzflügel, Alsophila aescularia) Schwammspinner, Lymantria dispar

  • Hinterflügel zu einem guten Teil sichtbar
    Hinterflügel unter Vorderflügel verborgen (Garten-Blattspanner, Xanthorhoe fluctuata) Hinterflügel zu einem guten Teil sichtbar (Kleiner Fuchs, Aglais urticae)

Dominante Farbe der Oberseite der Flügel

  • weiß   

  • grau (einschließlich geringer Farbstiche)       

  • cremefarben bis hellbraun     

  • mittelbraun bis dunkelbraun, rotbraun       

  • schwarz   

  • gelb   

  • orange     

  • rot oder rötlich     

  • rosa   

  • violett   

  • blau oder bläulich       

  • grün oder grünlich     

  • transparent durchscheinend

Weitere Farben der Oberseite der Flügel

  • weiß   

  • grau (einschließlich geringer Farbstiche)       

  • cremefarben bis hellbraun     

  • mittelbraun bis dunkelbraun, rotbraun       

  • schwarz   

  • gelb   

  • orange     

  • rot oder rötlich     

  • rosa   

  • violett   

  • blau oder bläulich       

  • grün oder grünlich     

  • auffällig metallisch glänzend

  • transparent durchscheinend

  • keine weitere Flügelfarbe

Muster der Oberseite der Flügel

  • Mit auffälligen Augenflecken
    Mit auffälligen Augenflecken (Tagpfauenauge, Inachis io) Mit auffälligen Augenflecken (Großes Ochsenauge, Maniola jurtina)

  • Mit auffälligen groben Scheckungen, Bändern, Gitter- oder Streifenmustern
    auffällige groben Scheckungen (Kaisermantel, Argynnis paphia) auffällige groben Scheckungen (Brauner Bär, Arctia caja) auffällige groben Scheckungen (Trauermantel, Nymphalis antiopa)

  • Gezackte oder wellige Linien oder Bänder
    Gezackte oder wellige Linien oder Bänder (Ockergelber Blattspanner, Camptogramma bilineata) Gezackte oder wellige Linien oder Bänder (Heidespanner, Ematurga atomaria)

  • Kleinteilige aber deutliche Zeichnungsmuster
    Datei:Trichopteryx carpinata.jpg

  • Praktisch zeichnungslos
    Muster auf Flügel-Oberseite praktisch zeichnungslos (Beispiel: Zwerg-Bläuling, Cupido minimus)

Muster der Unterseite der Flügel

  • Mit auffälligen Augenflecken
    unterseits mit auffälligen Augenflecken (Schornsteinfeger, Aphantopus hyperantus)

  • Mit auffälligen groben Scheckungen, Bändern, Gitter- oder Streifenmustern
    unterseits mit auffälligen groben Scheckungen (Schachbrett, Melanargia galathea) unterseits mit auffälligen groben Scheckungen, Bändern, Gitter- oder Streifenmustern (Schwalbenschwanz, Papilio machaon)

  • Gezackte oder wellige Linien oder Bänder
    unterseits gezackte oder wellige Linien oder Bänder (Nierenfleck-Zipfelfalter, Thecla betulae)

  • Kleinteilige aber deutliche Zeichnungsmuster

  • Praktisch zeichnungslos

Form des Flügelrandes

  • mehr oder weniger ganzrandig
    Flügelrand mehr oder weniger ganzrandig (Silberfleck-Perlmuttfalter, Boloria euphrosyne)

  • schwach wellig oder gekerbt
    Flügelrand schwach wellig oder gekerbt (Kleiner Fuchs, Aglais urticae)

  • tief gebuchtet, gezackt oder mit Zipfeln oder „Schwänzchen“
    tief gebuchtet, gezackt oder mit Zipfeln oder „Schwänzchen“ (Schwalbenschwanz, Papilio machaon)

Fransen am Flügelrand

  • Heller als Flügel
    Fransen heller als Flügel (Zwerg-Bläuling, Cupido minimus)

  • Dunkler als Flügel
    Fransen dunkler als Flügel (Hochmoorgelbling, Colias palaeno)

  • Geschecktes Muster
    Fransen mit geschecktem Muster (Gitterspanner, Chiasmia clathrata)

  • Mehr oder weniger gleichfarbig
    Fransen mehr oder weniger gleichfarbig (Hartheu-Spanner, Siona lineata)

  • Flügelfransen kaum sichtbar, reduziert
    Flügelfransen kaum sichtbar, reduziert (Baumweißling, Aporia crataegi)

Durchmesser des Körpers

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  • auffallend schlank
    Körper schlank (Aurorafalter, Anthocharis cardamines)

  • durchschnittlich/unauffällig

  • auffallend dicklich
    Körper dicklich (Abendpfauenauge, Smerinthus ocellata)

Fühler

  • fadenförmig, normal lang, ohne Besonderheit am Ende
    Fühler am Ende fadenförmig ohne Besonderheit (Olivbraune Zünslereule, Zanclognatha tarsipennalis)

  • extrem lang (ca. körperlang oder länger)
    Fühler extrem lang (ca. körperlang oder länger) (Adela reaumurella)

  • am Ende kolbenförmig
    Antenne am Ende kolbenförmig (Kleiner Fuchs, Aglais urticae)

  • zum Ende hin allmählich verdickt und oft etwas gekrümmt
    Verschiedene Antennen zum Ende hin allmählich verdickt

  • gekämmt, gesägt, gefiedert, etc.
    Fühler gekämmt, gefiedert, etc. (Palpen-Spannereule, Polypogon tentacularia) Fühler gefiedert, etc. (Nonne, Lymantria monacha)


(Siehe auch Bestimmungstabellen mit freier Merkmalswahl für andere Gruppen.)