Bläulinge (Lycaenidae)

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Bläulinge (Lycaenidae) (Schmetterlinge)
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Quelle: Felix Riedel (2001) - Schmetterlinge. Eine Bestimmungshilfe zu Farbtafeln. In: Naturkundliche Beiträge des DJN, Heft 34, S. 57-66, Hamburg. — Zusammenarbeit: offen — Stand: in Eingabe
DJN-Bläuling Riedel 2001 1.6 Flügeleinteilung.PNG
Nummer Merkmal(e), Beschreibung Art Flugzeit
1 Hinterflügel (bei fast allen Arten) mit Schwänzchen, Hinterflügelunterseite ohne Punkte in Diskal- und Basalregion Zipfelfalter (acht Arten)
1 1 Unterseite grün Grüner Zipfelfalter (Callophrys rubi) IV-VI
1 2 Unterseite orange; Vorderflügelunterseite mit „Säbelzahnzeichnung“; Weibchen zudem mit nierenförmigem Fleck auf der Vorderflügeloberseite Nierenfleck (Thecla betulae) Ende VII-Anfang X
1 3 Unterseite weißlichgrau; Männchen: Oberseite zu großen Teilen violett; Weibchen: Vorderflügeloberseite mit blauem Basalfleck Eichen-Zipfelfalter (Quercusia quercus) Ende VI-VIII DJN-Bläuling Riedel 2001 1.3 Eichen-Zipfelfalter Quercusia quercus.PNG
1 4 Hinterflügelunterseite im Analwinkel mit großem Silberfleck, der die orange Binde beendet Kreuzdorn-Zipfelfalter (Satyrium spini) Ende VI-VIII
1 5 orange Binde auf der Unterseite stets vollständig; diese ist zur Basis hin von schwarzen Punkten gesäumt; im Analwinkel meist ein kleiner, blaugrauer Fleck Schlehen-Zipfelfalter (Fixsenia pruni) VI-VIII DJN-Bläuling Riedel 2001 1.5 Schlehen-Zipfelfalter Fixsenia pruni.PNG
1 6 Hinterflügelunterseite mit deutlich w-förmigem, weißem Strich; orange Binde zur Basis hin von schwarzer Linie gesäumt; fast immer in der Nähe von Ulmen Ulmenzipfelfalter (Satyrium w-album) Ende VI-VIII DJN-Bläuling Riedel 2001 1.6 Ulmen-Zipfelfalter Satyrium w-album.PNG
1 7 sehr kleine Falter (Vorderflügellänge ca. 15mm); Unterseite graubraun, Submarginalbinde ununterbrochen; nur an warmen Standorten mit Schlehen Kleiner Schlehenzipfelfalter (Satyrium acaciae) Mitte VI-VII
1 8 keine besonderen Merkmale; unterseits braun mit weißer Linie und orangenen Submarginalflecken; nur an warmen Standorten mit Eichen Brauner Eichen-Zipfelfalter (Satyrium ilicis) VII-VIII
2 Oberseite braun mit mehreren dunklen Punkten, violett, rotschillernd oder ganz orange, nie hellblau; Unterseite bei den meisten Arten mit viel Orange Feuerfalter (sieben Arten)
2 1 Punkte in der Postdiskalregion der Hinterflügelunterseite, mit weißem Schweif nach außen, nur an der Innenseite der stark verwaschenen Submarginalbinde Punkte Dukatenfalter (Lycaena virgaureae) VII
2 2 vier Punkte in der Zelle der Hinterflügelunterseite, die ein Karo ergeben; Unterseite besonders der zweiten Generation meist schwefelgelb Schwefelvögelchen (Lycaena tityrus) V-VI und VII-VIII DJN-Bläuling Riedel 2001 2.2 Schwefelvögelchen Lycaena tityrus.PNG
2 3 schwarze Punkte an der Innenseite der Submarginalbinde mit weißem, nach außen geöffneten „Bumerang“; jeder dieser „Bumerangs“ schließt je einen schwarzen Punkt ein Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle) V-VII
2 4 Hinterflügelunterseite graublau, nicht braun; die orange Submarginalbinde hebt sich davon deutlich ab Großer Feuerfalter (Lycaena dispar) VI und VIII DJN-Bläuling Riedel 2001 2.4 Großer Feuerfalter Lycaena dispar.PNG
2 5 Submarginalbinde ohne Punkte, Hinterflügel mit Einbuchtung im Analwinkel, zipfelfalterartig Kleiner Feuerfalter (Lycaena phlaeas) ab V bis IX
2 6 Hinterflügelunterseite mit drei Punkten in der Basis und vier im Zentrum, die eine Raute ergeben Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe) VI-VII DJN-Bläuling Riedel 2001 2.6 Lilagold-Feuerfalter Lycaena hippothoe.PNG
2 7 Hinterflügelunterseite mit maximal zwei Punkten in der Basis und drei im Zentrum Violettsilber-Feuerfalter (Lycaena alciphron) VI-VII DJN-Bläuling Riedel 2001 2.7 Violettsilber-Feuerfalter Lycaena alciphron.PNG
3 Hinterflügelunterseite mit 1-5 Silberflecken am Außenrand der Submarginalbinde Silberfleckbläulinge (vier Arten)
3 1 Submarginalbinde schwach ausgeprägt, auf Hinterflügelunterseite beschränkt; nur zwei bis vier orange Flecke in der Submarginalbinde Hochmoor-Bläuling (Vacinii optilete) VI-VII DJN-Bläuling Riedel 2001 3.1 Hochmoor-Bläuling Vacini optilete.PNG
3 2 Die schwarzen Flecken, die die Submarginalbinde in Richtung Basis begrenzen, haben m.o.w. die Form einer Pfeilspitze. Tibia des ersten Beinpaares mit ausgeprägtem Dorn, der den anderen Silberfleckbläulingen fehlt; Männchen: schwarzer Flügelrand der Oberseite breiter als bei Lycaeides idas und Lycaeides argyrognomon; Weibchen: oberseits braun, das Weiß der Flügelfransen geht leicht ins Bräunliche Argus-Bläuling (Plebejus argus) VI-VII DJN-Bläuling Riedel 2001 3.2 Argus-Bläuling Plebejus argus.PNG
3 3 Die schwarzen Flecken, die die Submarginalbinde in Richtung Basis begrenzen, haben die Form einer Pfeilspitze; Männchen: oberseits eher hellviolettblau, schwarzer Flügelrand der Oberseite schmaler als bei Plebejus argus; Weibchen: oberseits braun, das Weiß der Flügelfransen geht leicht ins Bräunliche Ginster-Bläulig (Lycaeides idas) VI-Mitte IX
3 4 Die schwarze Flecke, die die Submarginalbinde in Richtung Basis begrenzen, sind halbmondförmig abgerundet. Männchen: schwarzer Flügelrand der Oberseite schmaler als bei Plebejus argus; Weibchen: oberseits fast immer kräftig blau übergossen, Flügelfransen rein weiß Kronwicken-Bläuling (Lycaeides argyrognomon) V und VI-VIII DJN-Bläuling Riedel 2001 3.2 Kronwicken-Bläuling Lycaeides agryrognomon.PNG
4 Hinterflügel mit kurzem Schwänzchen, zwei orange Flecke in der Submarginalbinde; fast nur noch am Oberrhein zu finden Kurzschwänziger Bläuling (Everes argiades) ab V bis VIII DJN-Bläuling Riedel 2001 4 Kurzschwänziger Bläuling Everes argiades.PNG
5 Hinterflügelunterseite mit weißem „Dolch“ über die gesamte Flügellänge, ohne orange Submarginalbinde Weißdolch-Bläuling (Agrodiaetus damon) VII-Anfang VIII
6 Hinterflügelaußenrand mit Einbuchtungen bzw. Zacken (beim Männchen sehr undeutlich), ohne große Flecken auf der Oberseite Zahnflügel-Bläuling (Meleageria daphnis) VII-VIII
7 mit Punkt („Wurzelauge“) in der Vorderflügelunterseitenbasis (Vorsicht: bei ruhenden Faltern ist dieser Punkt oft unter den Hinterflügel geschoben); Mondfleck im Zentrum der Hinterflügelunterseite ebenfalls deutlich erkennbar drei Arten
7 1 Flügelfransen nicht von schwarzen Streifen unterteilt Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) V-IX DJN-Bläuling Riedel 2001 7.1 Hauhechel-Bläuling Polyommatus icarus.PNG
7 2 Flügelfransen schwarz-weiß gescheckt; Männchen: oberseits silbrigweiß-blau; (Weibchen nicht sicher von Lysandra bellargus zu trennen, Lysandra coridon ist im Durchschnitt größer) Silber-Bläuling (Lysandra coridon) Mitte VI-IX (einbrütig)
7 3 Flügelfransen schwarz-weiß gescheckt; Männchen: oberseits himmelblau; (Weibchen nicht sicher von Lysandra coridon zu trennen, Lysandra bellargus ist im Durchschnitt kleiner) Himmelblauer Bläuling (Lysandra bellargus) Ende V-VI und VIII-Anfang X DJN-Bläuling Riedel 2001 7.3 Himmelblauer Bläuling Lysandra bellargus.PNG
8 Flügelunterseiten nie mit Orange neun Arten
8 1 Submarginalbinde nicht einmal angedeutet, lediglich Punktreihe in der Postdiskalregion vier Arten
8 1.1 sehr klein, Unterseite grau, Oberseite sehr dunkel; nur in Wundkleebeständen Zwerg-Bläuling (Cupido minimus) V-VII
8 1.2 Unterseite braun, Punkte nur in der Postdiskalregion Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous) Ende VII-VIII
8 1.3 Punkte der Vorderflügelunterseite größer als die der Hinterflügelunterseite, Hinterflügelunterseite blau übergossen Großpunkt-Bläuling (Glaucopsyche alexis) Ende IV-VI DJN-Bläuling Riedel 2001 8.1.3 Großpunkt-Bläuling Glaucopsyche alexis).PNG
8 1.4 Punkte der Vorderflügelunterseite maximal gleich groß wie die der Hinterflügelunterseite Rotklee-Bläuling (Cyaniris semiargus) V-VI und VIII
8 2 Unterseite weißgrau, Punkte sehr klein, Vorderflügelfransen mit schwarzen Streifen; fliegt oft in 2-3m Höhe (um Büsche herum), wirkt im Flug weiß und „zerbrechlich“ Faulbaum-Bläuling (Celastrina argiolus) Mitte IV-V und VII-VIII
8 3 zwei parallele Punktreihen in der Submarginalbinde zumindest angedeutet zwei Arten
8 3.1 Punktreihen deutlich, Punkte groß, Flügelfransen in regelmäßigen Abständen schwarz Thymian-Ameisenbläuling (Maculinea arion) VII-VIII
8 3.2 äussere Punktreihe nur angedeutet, Flügelfransen eher einfarbig Heller Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea telejus) VII-VIII
8 4 Die Enzian-Ameisenbläulinge Maculinea alcon und Maculinea rebeli unterscheiden sich nur in einem Punkt der Vorderflügelunterseite, bei den Weibchen von Maculinea rebeli sind auf der Vorderflügeloberseite dunkle Flecken erkennbar
9 Flügelfransen schwarz-weiß gescheckt, Flügeloberseite immer mit blauem Schimmer zwei Arten
9 1 Flügelunterseite weiß, Punkte sehr groß, Zeichnung kontrastreich schwarz-weiß Fetthenne-Bläuling (Scolitantides orion)
9 2 Flügelunterseite eher grau, Punkte normal groß, kleiner als Scolitantides orion Thymian-Bläuling (Pseudophilotes baton)
10 Submarginalbinde der Vorderflügelunterseite nur schwach und nie durchgehend orange zwei Arten
10 1 Punkte der Vorderflügelunterseite größer als die der Hinterflügelunterseite, Saumbereich der Unterseite auffallend weiß Großer Wundklee-Bläuling (Plebicula dorylas) VI-VIII DJN-Bläuling Riedel 2001 10.1 Großer Wundklee-Bläuling Plebicula dorylas.PNG
10 2 Punkte der Vorderflügelunterseite gleich groß oder kleiner als die der Hinterflügelunterseite Östlicher Bläuling (Agrodiaetus amanda) Mitte VI-VII
11 beide Geschlechter oberseits braun, Flügelfransen einfarbig weiß, Hinterflügelunterseite stets mit deutlichem, weißen Längsstrahl Storchschnabel-Bläuling (Eumdedia eumedon) Ende V-Anfang VII DJN-Bläuling Riedel 2001 11 Storchnabel-Bläuling Eumedia cumedon.PNG
12 Die Sonnenröschen-Bläulinge (Aricia agestis und Aricia artaxerxes) sind kaum sicher voneinander zu unterscheiden. Das Weibchen der 2. Generation von Polyommatus thersites kann ebenfalls kaum von den Aricias unterschieden werden. Bei Polyommatus thersites sind die Männchen blau, die Weibchen der ersten Generation zumindest blau übergossen.
Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Bläulinge (Lycaenidae) (Zuletzt geändert:
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