Blasenesche – Koelreuteria paniculata

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Deutscher Name: Blasenesche
Wissensch. Name: Koelreuteria paniculata
(Laxm.)
Weitere deutsche Namen: Blasenbaum
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Sapindales / Familie Sapindaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Status: Neophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • große, blasige Kapseln
  • große, grob gekerbte Teilblätter
Die Blasenesche ist ein bis zu 15 m hoher, sommergrüner Baum mit einer sehr breiten und ausladenden Krone. Blatt: Die großen Blätter wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sie bestehen aus meist 7-15 Teilblättern, die mit einem einzelnen Endblättchen abschließen (unpaarig gefiedert). Diese Teilblätter sind unregelmäßig grob gesägt bis tief eingeschnitten. Sprossachse: Sie kann als Baum oder Strauch wachsen und hat meist einen aufrechten Stamm mit einer sehr breiten Krone. Die Borke ist graubraun und längsrissig. Blüte: Die Blüten sind gelb mit oranger Basis. Sie stehen in großen, reich verzweigten und aufrechten Rispen. Frucht: Die Früchte sind trockenhäutige Kapseln mit einer papierartigen, blasenförmigen Hülle. Die Samen sind etwa erbsengroß und dunkelbraun.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Teilblätter sind 3-10 cm lang. Die Blüten sind zwittrig oder eingeschlechtlich. Die Früchte stehen zahlreich in Fruchtständen. Die einzelne Kapsel ist 4-5 cm groß, eiförmig und zugespitzt. Biologie: Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem Bienen. Die Früchte werden mit dem Wind ausgebreitet. Fruchtreife ist im August - September. Blütezeit: Juni - August Lebensraum: Feuchte und nährstoffreiche Standorte werden bevorzugt. Verbreitung: Japan, Korea, China. In Mitteleuropa eingebürgert.

Mensch und Stadt

Die Blasenesche wird häufig als Zierbaum in Parks und Gärten eingesetzt. Sie verträgt Trockenstress und ist in Mitteleuropa weitesgehend winterhart. Auch ihr Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert.

Wissenswertes

  • Herkunft: Die Blasenesche stammt aus China, Korea und Japan. In Europa wurde sie als Zierbaum eingeführt. Sie gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
  • Name: Der wissenschaftliche Name der Blasenesche bezieht sich auf J.G. Koelreuter, einem Karlsruher Botaniker, der im 18. Jahrhundert lebte.

Der deutsche Name "Blasenesche" lässt sich durch die papierartigen Fruchtkapseln erklären, die wie aufgeblasen aussehen.

  • Giftigkeit oder Verwendung: Die ganze Pflanze ist leicht giftig.
  • Die Blasenesche ist einer der wenigen gelbblühenden Bäume. Auch blüht sie im Vergleich zu anderen Gehölzen auch relativ spät. Dies macht sie zu einem beliebten Zierbaum.
  • Sie blüht von Juni bis August.
  • Die Fruchtreife ist im August bis September.

Quellen, Literatur, Weblinks

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Blasenesche – Koelreuteria paniculata (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
2 August 2018 10:52:45). Abgerufen am 22. Dezember 2024, 00:02 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Blasenesche_–_Koelreuteria_paniculata