Breitblättriger Merk – Sium latifolium

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Deutscher Name: Breitblättriger Merk
Wissensch. Name: Sium latifolium
(L.)
Weitere deutsche Namen: Großer Merk
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Apiales / Familie Apiaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: Vorwarnliste
Rote Liste Berlin: Vorwarnliste
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • giftig
  • längliche Teilblätter
  • unzählige winzige, weiße Blüten
Der Breitblättrige Merk wird bis zu 1,5 Meter groß. Blatt: Die Blätter sind in drei bis 13 Teilblätter unterteilt (unpaarig gefiedert). Die Teilblätter sind länglich und haben einen fein gesägten Rand. Sprossachse: Der einzeln stehende und verzweigte Stängel ist kantig gefurcht. Blüte: Die Blütenstände (Doppeldolden) setzten sich aus mehreren schirmartigen Verzweigungen (Einzeldolden) zusammen. Sie bestehen ihrerseits aus bis zu 25 sehr kleinen Blüten. Die Blüten haben fünf weiße Blütenblätter. Frucht: Die Früchte sind zusammengesetzt aus zwei nussähnlichen, braunen, gerippten Schließfrüchten.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Schmalblättriger Merk Die Teilblätter sind eiförmig und ungleich grob gesägt. Der Stängel hat feine Rillen.

Biologie: Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten, insbesondere Schwebfliegen.


Verbreitung nach Bundesland:
BE, BB, BW, BY, HB, HH, HE, MV, NI, NW, RP, SN, ST, SH, TH

Mensch und Stadt

Der Breitblättrige Merk wächst auf nährstoffreichen Schlammböden an den Ufern von Flüssen und Seen. Er kommt auch im Röhricht stehender oder langsam fließender Gewässer mit stark wechselndem Wasserstand vor. Da diese Standorte besonders in der Stadt selten sind, steht er in vielen Bundesländern bereits auf der Roten Liste gefährdeter Pflanzenarten, allerdings noch nicht in Berlin und Brandenburg.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Breitblättrige Merk ist in den gemäßigten Breiten Europas und Asiens weit verbreitet. Er ist in Deutschland einheimisch.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Besonders die Wurzeln und Früchte sind giftig. Sie können bei Menschen und Huftieren zu Erbrechen und Durchfall führen.
  • Die Früchte enthalten das ätherische Öl "Limonen", das einen orangenartigen Geruch verströmt.
  • Das ätherische Öl in den Früchten wirkt antibakteriell und verhindert so die Fäulnis der Früchten. Sie können dadurch mit dem Wasser ausgebreitet werden.
  • Die Pflanze kann Luft- und Unterwasserblätter ausbilden.
  • Die Blütezeit ist von Juli bis August.
  • Er wird mehrere Jahre alt, blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
  • Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten, insbesondere Schwebfliegen.

Quellen, Literatur, Weblinks