Die Gattung Spirobassia (Rolf Wißkirchen)
Hinweis: | Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Rolf Wißkirchen beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen! Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist. |
Zitiervorschlag: | Teil von: Wißkirchen, Rolf 2014. Chenopodiaceae – Bestimmungsschlüssel der in Deutschland wachsenden Gänsefußgewächse. http://offene-naturfuehrer.de/web/Chenopodiaceae_–_Bestimmungsschlüssel_der_in_Deutschland_wachsenden_Gänsefußgewächse_(Rolf_Wißkirchen) |
Spirobassia L. (Drehmelde) ist eine neue, erst 2011 von Kadereit & Freitag erkannte monotypische Gattung innerhalb der Chenolea-Verwandtschaft, die sich von Bassia als stammesgeschichtlich deutlich getrennt zeigt. Sie enthält nur eine einjährige Art, Spirobassia hirsuta, so dass Gattungs- und Artmerkmale sich decken. Der wichtigste und auffälligste Unterschied zu Bassia, zu der die Art vorher gerechnet wurde, ist der bei der Fruchtreife sich in auffälliger Weise korkenzieherartig verdrehende Blütenstand. Die meist aufsteigenden, verzeigten Stängel werden 20–50 cm hoch und sind dicht behaart. Die Blätter sind ungestielt, linealisch und ebenfalls dicht behaart. Die 5 Blütenhüllblätter sind ähnlich wie bei Bassia abstehend geflügelt. Es sind oft aber nur 3 zur Basis verbreiterte Flügel vorhanden. Spirobassia hirsuta ist eine C3-Pflanze! Sie ist von Europa bis Westasien verbreitet und an salzhaltige trockene Standorte gebunden (Küsten, Binnen-Salzstellen). – Im Gebiet nur 1 Art
Literatur
Spirobassia hirsuta (L.) Freitag & G. Kadereit
Synonyme:
- Chenopodium hirsutum L.
- Bassia hirsuta (L.) Asch.
Drehmelde
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