Suaeda J.F. Gmel. (Sode) ist eine mittelgroße Gattung der Chenopodiaceen mit ca. 100 Arten. Diese umfassen einjährige und ausdauernde Kräuter, aber auch Halbsträucher und Sträucher. Sie besiedeln weltweit die Küstenbereiche der Meere, wachsen aber auch im Binnenland auf feuchten Salz- und Alkaliböden, insbes. in kontinentalen ariden Zonen. Ihre Wuchsformen reichen von niederliegend über aufsteigend bis aufrecht. Während die Stängel nicht sukkulent sind, trifft dieses Merkmal aber auf die Blätter zu. Diese sind sitzend bis kurz gestielt und von linealischer bis elliptischer Form. Im Querschnitt sind sie flach, halbstielrund oder rund. Ihre Enden sind stumpf bis kurzspitz, aber nie stechend oder nadelförmig. Die Blätter sind zumeist schraubig („spiralig“) angeordnet. Die Blüten sitzen in Scheinähren zu 1–12 blattachselständig. Vorblätter sind vorhanden aber nur schuppenförmig und unscheinbar. Die Blüten sind zwittrig oder eingeschlechtlich. Ihre Blütenhüllen sind – ähnlich wie die Blätter – meist dick fleischig (sukkulent). Gewöhnlich bestehen sie aus 5 am Grunde verwachsenen Tepalen, 5 Staubgefäßen und einem einfächrigen Fruchtknoten mit 2 (3–5) Narben. Die reifen Früchte bleiben – ähnlich wie z.B. bei den meisten Chenopodium-Arten – von Blütenhüllbättern fest eingeschlossen. Letztere sind auf der Innenseite oft kapuzenförmig vorgewölbt. Außerdem bilden sie bei manche Arten zur Fruchtzeit noch verschiedenartige Auswüchse (Hörner, Flügel).
Die einzige heimische Art aus der Gattung Suaeda maritima (Strand-Sode) ist einjährig, wird bis 1 m hoch und hat 1–5 cm lange linealische, gegen den Grund verbreiterte Blätter von halbstielrundem Querschnitt. Die kahlen fleischigen Blätter der Strand-Sode sind blaugrün und nicht selten rot überlaufen. Die Blüten stehen zu 1–3 (5) in den Achseln der Blätter im mittleren und oberen Teil der Stängel. Mit 5 Hüllblättern, 5 Staubgefäßen und meist 2 Narben entsprechen den typischen Verhältnissen in der Gattung. Sie messen 2–4 mm im Durchmesser. Die Narben sind sehr kurz. Die von den fleischigen Hüllblättern eingeschlossene reife Frucht ist halbkugelförmig und enthält einen meist horizontal stehenden 1–1,5 mm großen Samen. Die Samenschale ist braunschwarz, glänzend und weist ein ± stark ausgeprägtes Netzmuster auf. Die Strand-Sode ist eine obligate Salzpflanze (Halophyt) unserer Meeresküsten und besiedelt zusammen mit Queller-Arten stickstoffreiche schlammige, häufiger überflutete Standorte (Spülsäume) zwischen reinen Queller-Fluren tieferer und den Salzwiesen höherer Lagen. – Im Gebiet nur 1 Art
Literatur
Aellen, P. : Chenopodiaceae. In: Hegi, G. (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Bd. 3, Nr. 2, Paul Parey, Berlin, S. 533-747.
Jäger, E. J. (Hrsg.) 2011: Rothmaler, W. (Begr.), Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband. 20. Auflage. Bd. 2, Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, Berlin.
Suaeda maritima (L) Dumort.
Synonyme:
Strand-Sode
| Suaeda maritima: üppiger Bestand am Meeresstrand (zusammen mit Atriplex littoralis), Niederlande, Texel, De Schorren, 11.07.2007 (Foto: Ulf Schmitz) |
| Suaeda maritima: Sprossspitze einer Pflanze mit jungen Blütenknospen, Niederlande, Texel, De Schorren, 11.07.2007 (Foto: Ulf Schmitz) |
| Suaeda maritima: In Fruchtbildung befindliches, bereits gefärbtes Teilstück, Niederlande, Texel, De Schorren, 22.09.2003 (Foto: Ulf Schmitz) |
| Suaeda maritima: etwas übersandete prostratwüchsige Pflanze, Niederlande, Texel, De Slufter, 22.09.2003 (Foto: Ulf Schmitz) |
| Suaeda maritima: Zweige der übersandeten Pflanze näher, Niederlande, Texel, De Slufter, 22.09.2003 (Foto: Ulf Schmitz) |
| Suaeda maritima: Borkum, leg. W. Thomas, 01.10.1974 (Herb. MSTR) (Foto: Rolf Wißkirchen) |
| Suaeda maritima: Thüringen, am Solegraben in Artern, leg. L. Lipowczyk, 03.09.2003 (Herb. MSTR) (Foto: Rolf Wißkirchen) |
| Suaeda maritima: Niedersachsen, Esens, Salzwiesen leg. L. Lipowczyk, 14.09.2003 (Herb. MSTR) (Foto: Rolf Wißkirchen) |
| Suaeda maritima: Niedersachsen, Esens, Salzwiese, leg. L. Lipowczyk, 13.09.2002 (Herb. MSTR) (Foto: Rolf Wißkirchen) |
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