Drüsiges Springkraut – Impatiens glandulifera
Aus Offene Naturführer
Deutscher Name: | Drüsiges Springkraut |
Wissensch. Name: | Impatiens glandulifera (Royle) |
Weitere deutsche Namen: | Balsamine,Indisches Springkraut |
Großgruppe: | krautige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Ericales / Familie Balsaminaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Status: | Neophyt |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Das Drüsige Springkraut kann in kürzester Zeit eine Höhe von zwei Metern erreichen. Blatt: Die Blätter sind eiförmig, länglich und scharf gezahnt mit rötlichen Drüsen an der Basis. Sie stehen am Stängel einander gegenüber (gegenständig) oder drei Blätter stehen strahlig am Knoten (dreizählig). Sprossachse: Der Stängel ist rötlich und glasig durchscheinend. An den Knoten ist er verdickt. Blüte: Die Blüten können purpurrot bis weiß sein. Sie sind helmartig geformt und spiegelsymmetrisch. Sie haben einen Blütenschlund (Rachenblumen) und einen kleinen, grünen Sporn. Frucht: Die Früchte sind längliche Kapseln, die bei Fruchtreife aufspringen und die Samen herausschleudern.
- große purpurrote bis weiße Blüten
- drüsenreiche Blätter
Bilder
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Beschreibung
Blütezeit: Juni - Oktober Lebensraum: Feuchte bis nasse, nährstoffreiche Standorte mit sandigen oder lehmigen Böden werden bevorzugt. Verbreitung: Nordamerika, Europa, Asien
Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland
Mensch und Stadt
In der Stadt ist das Springkraut häufig an Gewässern oder in feuchten Wäldern zu finden. In Gärten kommt es als Zierpflanze vor. Es bevorzugt feuchte bis nasse, nährstoffreiche Standorte mit sandigen oder lehmigen Böden.
Wissenswertes
- Herkunft: Das Drüsige Springkraut stammt ursprünglich aus Ostasien. Es wurde im 19. Jahrhundert als Zierpflanze nach Europa gebracht und ist verwildert. Es gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
- Giftigkeit oder Verwendung: Die Samen können als Gewürz verwendet werden und sollen angenehm nussig schmecken. Aus ihnen lässt sich außerdem Speise- und Brennöl gewinnen. In Asien wird das Springkraut als Färbemittel für Haut und Nägel genutzt.
- Das Drüsige Springkraut hat sich innerhalb kürzester Zeit in Europa etabliert und wird an vielen Orten als invasiver Neophyt bekämpft. Die wissenschaftlichen Meinungen, ob die Pflanze tatsächlich eine Bedrohung für die heimischen Pflanzenarten darstellt gehen jedoch auseinander.
- Die Pflanze besitzt an der Blattbasis unangenehm riechende Drüsen.
- Die Blüten haben einen angenehmen Duft und sind reich an Nektar. Sie sind eine gute Nahrungsquelle für Insekten, vor allem Bienen.
- Es blüht von Juni bis Oktober.
- Der wissenschaftliche Gattungsname "Impatiens" bedeutet übersetzt "ungeduldig, empfindlich" und bezieht sich auf die Früchte der Pflanze, die bei geringster Berührung aufplatzen.
- Es ist eine einjährige Pflanze, d.h. es blüht nur für einen Sommer und stirbt nach der Reifung der Samen ab.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
- Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
- Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
- Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.
- Seite „Drüsiges Springkraut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 26. September 2016, 22:08 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Dr%C3%BCsiges_Springkraut&oldid=158251636 (Abgerufen: 28. September 2016, 12:37 UTC)