Echter Baldrian – Valeriana officinalis

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Echter Baldrian
Wissensch. Name: Valeriana officinalis
(L.)
Weitere deutsche Namen: Arznei-Baldrian
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Dipsacales / Familie Caprifoliaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • schirmförmige, dichte Blütenstände
  • Stängel gefurcht
Der Echte Baldrian kann bis zu zwei Meter hoch werden. Blatt: Ein Blatt besteht aus mehreren Teilblättern und einem Endblättchen (unpaarig gefiedert). Die Fiederblättchen sind oval und am Rand fein gezähnt. Die Blätter stehen einander gegenüber am Stängel (gegenständig). Sprossachse: Der Stängel wächst aufrecht. Er ist gefurcht. Blüte: Die Blüten sind trichterförmig mit fünf nach außen stehenden Zipfeln. Sie sind hellrosa oder seltener auch weiß. Sie stehen in schirmförmigen, dichten Blütenständen am Ende des Stängels. Frucht: Die Früchte sind kleine Nüsschen mit einem fedrigen Haarkranz.

Bilder


Beschreibung

Biologie: Bestäuber sind verschiedene Zweiflügler, Bienen und Tagfalter. Der Echte Baldrian ist selbststeril, es findet keine spontane Selbstbestäubung statt. Die Früchte breiten sich über den Wind oder Wasser aus. Blütezeit: Mai bis August Lebensraum: Der Echte Baldrian ist frostbeständig und gedeiht in Sonne oder Halbschatten in fast jedem Boden. Er bevorzugt jedoch feuchte und basenreiche Böden. Verbreitung: Der Echte Baldrian kommt in weiten Teilen Europas, außer Portugal, und in Westasien vor.

Mensch und Stadt

Der Echte Baldrian ist eine Feuchtbodenpflanze. Er bevorzugt feuchte, basenreiche Böden und wächst in der Stadt häufig auf feuchten Wiesen, in Wäldern oder an Flussufern. Er ist frostbeständig und gedeiht in der Sonne oder im Halbschatten in fast jedem Boden.

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Echte Baldrian ist in Europa einheimisch.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Die Wurzeln werden als Tee oder Tinktur bei Nervosität, leichter Schlaflosigkeit und nervösen Herzstörungen angewendet.
  • Beim Trocknen der Wurzeln entsteht ein penetranter Geruch. Er ähnelt dem von rolligen Katzen, weshalb Kater stark von ihm angezogen werden.
  • Die Blütezeit ist von Mai bis August.
  • Er wird mehrere Jahre alt, blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen. Bern: Haupt Verlag.
  • Schönfelder, Ingrid, Schönfelder, Peter (2010): Der Kosmos Heilpflanzenführer. Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas. Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Seite „Echter Baldrian“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. April 2018, 16:22 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Echter_Baldrian&oldid=176234482 (Abgerufen: 12. April 2018, 13:14 UTC)
  • http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=6178&