Erstellung eines einfachen Matrix-Schlüssels

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IN BEARBEITUNG


Matrix-Schlüssel sind Schlüssel mit frei wählbarem Bestimmungsweg. Sowohl das Merkmal, mit dem die Bestimmung begonnen wird als auch die weitere Reihenfolge der Entscheidungen kann frei gewählt werden.

Um eine einfache Erstellung von Matrix-Schlüsseln zu ermöglichen, wurde im Rahmen des "Key To Nature"-Projektes von der Technischen Universität Cluj-Napoca (Prof. M. Giurgiu und A. Homodi) ein Konverter entwickelt, der Excel-Dateien in ein Format umwandelt, das in Bestimmungssoftware genutzt werden kann (das SDD-Format).

Form der Excel-Datei

Damit eine Umwandlung möglich ist, muss die Excel-Datei die folgende Form besitzen:

  • Die erste Zeile beinhaltet die Spalten-Überschriften, alle weiteren Zeilen (bis zur ersten Leerzeile) beinhalten Namen und Merkmale der Organismen.
  • In der ersten Spalte werden immer die Namen der Organismen (= „Taxon“-Namen) aufgeführt. Bei einfachen Schlüsseln können die folgenden Spalten bereits die Merkmale enthalten (siehe "Merkmals-Spalten" weiter unten). Es ist jedoch möglich, weitere Spalten mit wissenschaftlichen Namen, Taxon-Bildern und Links zu Internetseiten einzubauen. Weitere Erklärungen dazu im Abschnitt "Taxon-Spalten".
  • Am Ende der Excel-Tabelle können nach einer Leerzeile in den ersten zwei Spalten einige allgemeine Informationen zum Schlüssel angegeben werden. Siehe dazu den Abschnitt "Metadaten-Zeilen" weiter unten.

Beispiel-Tabelle

Diese Matrix zeigt beispielhaft, wie eine Excel-Tabelle aussehen muss, um eine Umwandlung zu erlauben.

Name [de] Blütenfarbe Blütengröße [mm] Fruchtform
Merkmalsgruppe Blüten Blüten Früchte
Pflanze A gelb; weiß 3-6 länglich
Pflanze B rosa; weiß 7-10 länglich
Pflanze C bläulich 8-12 kugelig
       
[METADATA]
Title Bestimmungsschlüssel für Pflanzen
Creators Autor A; Autor B
Language de
Copyright: © All rights reserved
License Creative Commons by-sa 3.0
Description Bezugsraum: Deutschland; Verwendete Quellen: XXX, YYY

Taxon-Spalten

  • Die erste Spalte der Tabelle muss immer den primären Namen des Organismus (= Taxon) enthalten. Wenn dies die einzige Namensspalte ist, kann es entweder der deutsche oder der wissenschaftliche Name sein.
  • Die Sprache muss in eckigen Klammern nach der Spalten-Überschrift (also in der ersten Zeile) angegeben werden. Beispiel: für deutsche Namen lautet die Spalten-Überschrift "Name [de]".

Merkmals-Spalten

Alle weiteren Spalten bilden die Merkmalsmatrix. Merkmale können quantitativ (z. B. Anzahl oder Länge) oder qualitativ (z. B. "rund", "elliptisch" oder "rot", "blau") sein.

Der Name des Merkmals wird immer in der ersten Zeile, also als Spalten-Überschrift angegeben.

  • Für alle Merkmale können Merkmalsabbildungen angefügt werden.
  • Bei quantitativen Merkmalen wird die Maßeinheit (z. B. mm, cm, mg) in eckigen Klammern nach dem Merkmalsnamen (d. h. in der ersten Zeile) angegeben. Beispiel: "Blattlänge [mm]".
  • Merkmale können durch Angabe eines Gruppen-Namens auch gruppiert werden. Die Gruppen werden dann in der Merkmalsliste des IBIS-ID zuerst angezeigt und die enthaltenen Merkmale sind für jede Gruppe ausklappbar.
    • Die Gruppen werden in der Zeile unter den Merkmalsnamen (d. h. in der zweiten Zeile) angegeben. Die Zeile wird durch die Angabe des Begriffs "Merkmalsgruppe" in der ersten Spalte erkannt.
  • Die Merkmalszustände werden in jeder Taxonzeile direkt in der Merkmalsüberschrift notiert. Beispiel: "rosa" unter der Überschrift "Blütenfarbe" in der entsprechenden Zeile der rosa-blütigen Pflanze.
  • Weist ein Organismus mehrere Merkmalszustände für ein Merkmal auf (z. B. Blütenfarbe des Gänseblümchens "gelb" bzw. "weiß") werden diese innerhalb der Zelle durch ein Semikolon getrennt ("gelb; weiß").
  • Liegen für ein Merkmal keine Daten vor, kann dies durch ein Fragezeichen gekennzeichnet werden. Alternativ kann die Zelle auch leer bleiben.
  • Ist ein Merkmal für ein bestimmtes Taxon nicht anwendbar (z. B. "Nebenblatt-Form" für ein Taxon ohne Nebenblätter), kann darauf durch die Angabe der Abkürzungen "n.a.", "N/A" oder "n/a" hingewiesen werden.
  • Abbildungen, die bestimmte Merkmalszustände illustrieren, können nach dem Merkmalszustand angefügt werden.
  • Jeder Merkmalszustand kann am Anfang oder Ende um einen Kommentar ergänzt werden, diese werden durch "<>" markiert. Beispiel: der Text in einer Zelle kann "<selten>rot<besonders direkt nach der Blüte>; <meist>blau" lauten.


Für weitere Details und Spezialfälle siehe auch die englische Dokumentationsseite des Konverters.


TO DO

  • Infos zur Benutzung des Konverters: Download, Installation, Konvertierung der Dateien
  • Brackted-image-method
  • Metadaten-Zeile