Gefingerter Lerchensporn – Corydalis solida

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Deutscher Name: Gefingerter Lerchensporn
Wissensch. Name: Corydalis solida
((L.) Clairv.)
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Ranunculales / Familie Papaveraceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • giftig
  • Tragblätter eingeschnitten
  • Trauben aus bis zu 20 Blüten
Der Gefingerte Lerchensporn bildet viele Triebe, die nah beieinander stehen. Er hat braune, kugelige Wurzelknollen, die niemals hohl sind. Blatt: Die Blätter sind blaugrün und bestehen aus drei tief eingeschnittenen Teilblättchen. Auch die Tragblätter unter den Blüten sind dreifach eingeschnitten. Sprossachse: Der relativ kurze, kahle Stängel wächst aufrecht und unverzweigt. Blüte: Am Ende des Stängels befindet sich eine Traube aus bis zu 20 dicht gedrängten Blüten, die bei älteren Pflanzen leicht überhängen. Die Blüten habe nur eine Spiegelachse (zygomorph), sind gespornt und haben meist purpurfarbene oder violette Kronblätter, die zu einer Röhre verwachsen sind. Frucht: Die Frucht ist eine eiförmige, scheidewandlose Schote, die mehrere schwarze Samen enthält. Sie ist oft rötlich überlaufen.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Am Grund der Stängel sitzt ein kleines, schuppiges Blatt, in dessen Achsel sich häufig ein Spross befindet.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Mittlerer Lerchensporn Die Blüten sind kleiner und sitzen nur in Gruppen von höchstens acht Blüten im Blütenstand.
Hohler Lerchensporn Die Tragblätter unter den Blüten sind nicht geteilt. Ältere Wurzelknollen sind oft hohl.

Blütezeit: März bis Mai Lebensraum: Der Gefingerte Lerchensporn gedeiht am besten auf etwas feuchten, leichten, lockeren, mullreichen, aber kalkarmen Lehmböden. Verbreitung: Der Gefingerte Lerchensporn ist in Mittel- und Nordeuropa sowie in Westasien verbreitet.

Mensch und Stadt

Der Gefingerte Lerchensporn bevorzugt lockere, leichte und feuchte Lehmböden mit hohem Mull- und geringem Kalkgehalt. Er wächst vor allem in dichten Laubmischwäldern, Waldrändern, Gebüschen und in Wäldern in Gewässernähe. Er gedeiht am besten im Halbschatten, wo er häufig in größeren Gruppen auftritt. Im östlichen Teil Süddeutschlands fehlt er in großen Gebieten.

Wissenswertes

  • Name: Der Gattungsname Corydalis leitet sich von dem griechischem Wort korydallos = Haubenlerche ab. Die Blüte soll an die besondere Kopfform dieses Vogels erinnern.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Der Gefingerte Lerchensporn enthält giftige Alkaloide, die sich vor allem in der Knolle befinden.
  • Sobald die Samen ausfallen, welkt die Pflanze und überdauert als Knolle.
  • In der Sonne duftet er sehr stark.
  • Bestäubt werden die Blüten durch Insekten. Allerdings gelangen nur langrüsselige Insekten an den Nektar. Kurzrüsselige Hummeln beißen den Sporn daher häufig von außen auf.
  • Die Samen werden durch Ameisen ausgebreitet, die diese in ihren Bau schleppen und den Samenanhänger - den sogenannten Ölkörper - verzehren. Danach werden die Samen wieder aus dem Bau entfernt und können bei günstigen Bedingungen keimen.
  • Seine Blühzeit ist von März bis Anfang Mai. Bis er das erste Mal blüht, vergehen in der Regel mehrere Jahre.

Quellen, Literatur, Weblinks