Großes Ochsenauge – Maniola jurtina
Aus Offene Naturführer
Deutscher Name: | Großes Ochsenauge |
Wissensch. Name: | Maniola jurtina (Linnaeus, 1758) |
Großgruppe: | Insekten |
Taxonomie: | Ordnung Lepidoptera / Familie Nymphalidae |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Das Große Ochsenauge ist orange bis braun gefärbt. An der vorderen Flügelspitze liegt ein deutlicher, schwarzer Augenfleck. Dieser ist orange umrandet und in der Ausprägung variabel. Der Hinterflügel ist leicht gewellt. Das Männchen ist fast einfarbig dunkelbraun. Das Weibchen ist gelbbraun bis orange. Auf der Flügelunterseite ist eine gelborange bis grauweißliche Binde zu erkennen. Der Augenfleck ist deutlich größer als beim Männchen. Die Raupe ist grün und fein behaart.
- Vorderflügel mit schwarzem Augenfleck
- gelborange Flügelbinde (Weibchen)
Bilder
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Beschreibung
Verwechslungsmöglichkeiten:
Kleines Ochsenauge | Das Kleine Ochsenauge ist deutlich kleiner und hält sich eher in Bodennähe auf. Es hat keine Flecken oder Punkte am Hinterflügel. Das Weibchen trägt zwei Augenflecke am Vorderflügel. |
Mensch und Stadt
Das Große Ochsenauge gilt als sehr anpassungsfähig. Es besiedelt neben Waldrändern, Hecken und Wiesen auch naturnahe Gärten. Es ist in Deutschland weit verbreitet und häufig zu beobachten.
Die Eiablage findet oft an Grashalmen auf frisch gemähten Wiesen statt. Intensive Landwirtschaft und Düngung stellen daher ein Risiko für den Falter dar.
Wissenswertes
- Die Raupen ernähren sich von verschiedenen Gräsern, z. B. dem Knaulgras oder dem Wiesen-Rispengras. Sie verpuppen sich nach der Überwinterung an den verdorrten Nahrungspflanzen.
- Man kann es von Anfang Juni bis Ende August beobachten.
- Das Männchen erscheint im Frühling viel früher als das Weibchen. Es flattert bei der Suche nach frisch geschlüpften Weibchen dann zwischen den Grashalmen hin und her.
Quellen, Literatur, Weblinks
- J. Settele, R. Steiner, R. Reinhardt, R. Feldmann „Schmetterlinge – Die Tagfalter Deutschlands“, Ulmer 2005
- D. Kolligs „Schmetterlinge Norddeutschlands – 100 Tagfalter“, Wachholtz Verlag 2014
- E. Seggewiße, H.-P. Wyman „Schmetterlinge – entdecken, beobachten, bestimmen: die 160 häufigsten tagaktiven Arten Mitteleuropas“, Haupt Bern Verlag 2015
- R. Gerstmaier „Schmetterlinge – Sicher bestimmen mit Foto und Zeichnung“, Kosmos Verlag, 2003
- Seite „Großes Ochsenauge“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 27. Juli 2016, 06:17 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Gro%C3%9Fes_Ochsenauge&oldid=156492474 (Abgerufen: 27. Januar 2017, 15:31 UTC)
- https://www.insekten-sachsen.de/Pages/TaxonomyBrowser.aspx?Id=441303
- http://www.lepiforum.de/lepiwiki.pl?Maniola_Jurtina