Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Status: | Neophyt |
Merkmale
Besondere Merkmale:
- großer, einseitiger Blütenstand
- kurz behaarter Stängel
Die Kanadische Goldrute kann bis zu 2,5 Meter hoch werden.
Blatt: Die Blätter sind lanzettlich und im vorderen Bereich gesägt. Die Unterseite ist meist dicht behaart.
Sprossachse: Der Stängel ist aufrecht und kurz behaart.
Blüte: Die Pflanze bildet zahlreiche, einseitige, gelbe Blütenstände. Sie krümmen sich meist im Bogen und bestehen aus vielen Blütenkörben. Auf den ersten Blick können die Blütenkörbe für die Blüten gehalten werden. Diese Scheinblüten bestehen aus zahlreichen einzelnen gelben Röhren- und Zungenblüten.
Frucht: Die Pflanze bildet kleine, nussähnliche Früchte.
Bilder
| Gesamtblütenstand – Alice Kracht, CC BY-SA 4.0 |
| Teil des Blütenstandes – Alice Kracht, CC BY-SA 4.0 |
| Zahlreiche Blütenkörbe – Alice Kracht, CC BY-SA 4.0 |
| Drei Blütenkörbchen – Alice Kracht, CC BY-SA 4.0 |
| Blätter – Alice Kracht, CC BY-SA 4.0 |
| Stängel mit Haaren – Alice Kracht, CC BY-SA 4.0 |
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Beschreibung
Verwechslungsmöglichkeiten:
Riesen-Goldrute |
Die Zungenblüten sind deutlich länger als die Röhrenblüten. Der Stängel ist kahl. |
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Biologie: Die Bestäubung erfolgt durch Fliegen, Schwebfliegen und Falter. Die Fruchtausbreitung erfolgt mit dem Wind. Zusätzlich breitet sich die Pflanze vegetativ über Wurzelsprosse aus.
Blütezeit: August - Oktober
Lebensraum: Sonnige, warme und nährstoffreiche Standorte mit sandigen bis lehmigen Böden werden bevorzugt.
Verbreitung: Nordamerika, Europa.
Mensch und Stadt
In der Stadt ist die Kanadische Goldrute meist zahlreich auf brachliegenden Äckern, an Bahnanlagen und an Gewässerrändern zu finden. Sie bevorzugt sonnige, warme und nährstoffreiche Standorte mit sandigen bis lehmigen Böden.
Aufgrund ihrer auffällig großen Blütenstände wird sie auch häufig als Zierpflanze in Gärten gepflanzt. Da sie in der Stadt günstige Wuchsbedingungen findet, verwildert sie oft und breitet sich stark aus.
Wissenswertes
- Herkunft: Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika. Seit dem 17. Jahrhundert ist sie auch in Europa zu finden. Sie gehört damit zu den nicht einheimischen Pflanzen (Neophyten).
- Name: Der Gattungsname Solidago kann aus dem lateinischen solido = heilen hergeleitet werden, was auf die Medizinische Verwendung der Pflanzen dieser Gattung hindeutet.
- Giftigkeit oder Verwendung: Die Triebspitzen im Frühjahr können als Würze für Salate verwendet werden.
- Ein Tee aus den Blättern soll bei Erkrankungen und Infektionen der Harnwege und Nieren helfen.
- Die Kanadische Goldrute wird als invasiver (= problematischer) Neophyt eingeordnet, da sie in Europa keine Fraßfeinde hat und sich stark ausbreitet. Dies führt dazu, dass einheimische Arten mit ähnlichen Ansprüchen verdrängt werden.
- Sie kann als Färberpflanze verwendet werden.
- Sie blüht von August bis Oktober.
- Die Bestäubung erfolgt durch Fliegen, Schwebfliegen und Falter.
- Die Fruchtausbreitung erfolgt mit dem Wind. Zusätzlich breitet sich die Pflanze vegetativ über Wurzelsprosse aus.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
- Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
- Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
- Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.
- Flora Of Wisconsin. Consortium Of Wisconsin Herbaria. http://wisflora.herbarium.wisc.edu/taxa/index.php?taxon=5083 (Abgerufen: 20. September 2016)
- Seite „Kanadische Goldrute“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 15. September 2016, 14:03 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kanadische_Goldrute&oldid=157949758 (Abgerufen: 20. September 2016, 11:27 UTC)
- http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=5679&