Kleines Schneeglöckchen – Galanthus nivalis

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Deutscher Name: Kleines Schneeglöckchen
Wissensch. Name: Galanthus nivalis
(L.)
Weitere deutsche Namen: Gewöhnliches Schneeglöckchen
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Asparagales / Familie Amaryllidaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Neophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • giftig
  • einzelne, nickende Blüte
  • Blüte von Hochblatt überragt
Das Kleine Schneeglöckchen kann bis zu 20 cm hoch werden. Blatt: Die zwei Blätter entspringen aus einer unterirdisch liegenden Zwiebel und scheinen direkt aus der Erde zu kommen (grundständig). Sie sind länglich, schmal und blaugrün bereift. Sprossachse: Der Stängel wächst aufrecht und ist blaugrün. Blüte: Die weiße Blüte setzt sich aus drei äußeren und drei inneren Blütenblättern zusammen. Die inneren Blütenblätter sind kürzer und haben einen grünen Fleck an der Spitze. Die Blüte hängt an einem Blütenstängel und wird von einem Hüllblatt überragt. Frucht: Die Früchte sind grüne, ei- bis kugelförmige Kapseln.

Bilder


Beschreibung

Biologie: Bestäuber sind vor allem Honigbienen, die besonders am Pollen interessiert sind, sowie Schmetterlinge. Der Pollen rieselt auf die sich anklammernden Bienen und Falter herab. Vor dem Verblühen erfolgt Selbstbestäubung. Die Samen werden durch Ameisen verbreitet. Blütezeit: Februar bis März Lebensraum: Das Kleine Schneeglöckchen wächst auf nährstoffreichen, sickerfeuchten Böden. Es ist eine Halbschattenpflanze. Verbreitung: Das Kleine Schneeglöckchen ist in Süd- und Mitteleuropa verbreitet. Im nördlichen Mitteleuropa und Nordamerika wurde es durch den Menschen eingeführt.

Mensch und Stadt

Das Kleine Schneeglöckchen wird häufig als Zierpflanze in Gärten und Parks angepflanzt. Besonders in alten Obstgärten und auf Kirchhöfen ist es verwildert und hat sich eingebürgert. Es wächst aber auch in Auen- und Laubwäldern und unter Gebüschen. Es wächst auf nährstoffreichen und sickerfeuchten Böden. Es ist eine Halbschattenpflanze.

Wissenswertes

  • Herkunft: Das Kleine Schneeglöckchen kommt in Süddeutschland wild vor. In Berlin wurde es als Zierpflanze eingeführt und verwilderte. Es gehört hier zu den nicht-einheimischen Arten (Neophyten).
  • Giftigkeit oder Verwendung: Die ganze Pflanze ist giftig. Die Vergiftungssymptome sind unter anderem Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Aus der Pflanze isolierte Bestandteile werden in Arzneimitteln zur Behandlung von Alzheimer verwendet.
  • Es steht unter Naturschutz.
  • Die Blüten ertragen Frost und schieben sich oft durch die Schneedecke ans Licht.
  • Insekten können sie auch im Schnee gut erkennen, da sie das UV-Licht stark reflektieren.
  • Die Blütezeit ist von Februar bis März. Es wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
  • Die Bestäuber sind vor allem Honigbienen und Schmetterlinge. Der Pollen rieselt auf die sich anklammernden Bienen und Falter herab. Vor dem Verblühen erfolgt Selbstbestäubung.
  • Die Samen werden durch Ameisen verbreitet.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen. Bern: Haupt Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari, Claus, Caspari, Stefan (2015): Der illustrierte BLV Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG.
  • Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Seite „Kleines Schneeglöckchen“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Dezember 2017, 08:20 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kleines_Schneegl%C3%B6ckchen&oldid=171878823 (Abgerufen: 8. Februar 2018, 13:24 UTC)
  • http://floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2518&