Kreiter uffn Taller - 2012

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Albert, M., Bauer, B., Fritzsch, E., Gerstner, M., Göpel, C., Keil, A., Lehmann, K., Müller, B., Nestler, B., Schmidt, C., Schreiter, B., Siegel, G., Stolle, C., Völker, G. & Schmidt, A.; Förderverein Natura Miriquidica e.V., Schreiter, B. & Schreiter, M. (Hrsg.) 2012: Kreiter uffn Taller. Wildkräuterrezepte gesammelt von erzgebirgischen Kräuterfrauen. Druck und Verlagsgesellschaft Marienberg, Pobershau, S. 1–95[96].

Stichworte: KräuterbuchRezepte aus WildkräuternMeum athamanticumArtemisia vulgarisUrtica dioicaSorbus aucupariaAlchemilla vulgarisAegopodium podagrariaRosa caninaSambucus nigraTaraxacum officinalePapaver rhoeasAchillea millefoliumPrunus spinosaPlantago lanceolataStellaria media

Zusammenfassung: Erhältlich beim Förderverein Natura Miriquidica e.V. https://kammbegegnungen.de
Inhaltsverzeichnis
Vorwort … 5
Hinweise zum Sammeln von Kräutern … 7
Kräuter richtig trocknen … 9
Bärwurz (Meum athamanticum) … 10
Beifuß (Artemisia vulgaris) … 16
Brennnessel (Urtica dioica) … 20
Eberesche (Sorbus aucuparia) … 26
Frauenmantel (Alchemilla vulgaris) … 32
Giersch (Aegopodium podagraria) … 36
Heckenrose (Rosa canina) … 40
Holunder (Sambucus nigra) … 46
Löwenzahn (Taraxacum officinale) … 54
Mohn (Papaver rhoeas) … 60
Schafgarbe (Achillea millefolium) … 64
Schlehe (Prunus spinosa) … 68
Spitzwegerich (Plantago lanceolata) … 74
Vogelmiere (Stellaria media) … 80
Kräuterkreationen e.V. – Unterwegs mit den Kräuterpädagoginnen … 85
Natura Miriquidica e.V. – Aktiv für eine intakte Erzgebrigsnatur … 87
Rezepteübersicht thematisch … 90
Rezepteübersicht von A bis Z … 92
Literaturhinweise … 95
Dank … 96

Vorwort

Traditionell gab es innerhalb der erzgebirgischen Bevölkerung ein enormes Wissen über die Nutzung und Heilwirkung der einheimischen Pflanzenwelt. Die Erzgebirger waren auf das Kräutersammeln angewiesen, um sich mit Nahrung und Vitaminen zu versorgen, vor allem nach langen Wintern mit eintöniger Kost. Aber auch zur Linderung von Schmerzen und der Heilung von Leiden bediente man sich aus der Erzgebirgsnatur gleich einer Naturapotheke. Einige Regionen im Erzgebirge haben zudem eine lange Tradition im Kräuterhandel und im Laborantenwesen sowie im fledmäßigen Anbau von Kräutern, z.B. das westerzgebirgische Bockau und Umgebung. Der Ort wurde als Kräuter- und Laborantendorf weit über die Grenzen des Erzgebirges hinaus bekannt. In den letzten Jahren fast vergessen, erlebt das Wissen um Kräuter heute ein wahre Renaissance. Besonders Kenntnisse zu essbaren Wildkräutern sind in Zeiten mit einem Trend zu gesunder Ernährung sehr gefragt. Haben unsere Vorfahren noch 1000 der 12.0000 mitteleuropäischen Pflanzenarten gegessen, kultivieren und essen wir heute gerade noch 50 Arten davon. Dabei sind unter den wilden Kräutern wahre Multitalente. Vitamingehalt und Nährwert sind oft um ein vielfaches höher als der von Kulturpflanzen.

Die erzgebirgischen Kräuterpädagoginnen möchten mit ihrer Arbeit über die heimische Pflanzenwelt aufklären und die Menschen für die erzgebirgische Natur mit ihrem Reichtum und ihrer Artenvielfalt begeistern. In vorliegendem Büchlein stellen die Kräuterfrauen Ihre „Kräuterlieblinge“ vor und verraten erprobte Rezepte dazu. Es handelt sich dabei weniger um ausgefallene oder gar seltene Pflanzen, sondern um heimische Kräuter und Sträucher, die dem Erzgebirger auf Schritt und Tritt begleiten. Jeder sieht sie, aber wenige kennen sie genauer. Gerade diese Pflanzen sind es aber, die durch ihre Vitalität, Anpassungsfähigkeit und Ästhetik faszinieren und oftmals durch ihr Aroma und ihre Inhaltsstoffe eine schmackhafte Delikatesse sind.

Nehmen Sie das Büchlein zum Anlass und gehen Sie auf botanisch–kulinarische Entdeckungsreise. Sie werden über die außergewöhnliche Vielfalt, die sich aus wilden Kräutern und Früchten „uffn Taller“ bringen lässt, erstaunt sein.



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