Pfungstädter Düne
Mit Formular bearbeiten |
---|
Pfungstädter Düne
Großgruppe: Naturschutzfläche
Schutzstatus: Naturdenkmal
Ortsangabe: Zwischen der Eberstädter Str. (Pfungstadt) und der A5, hinter der Kläranlage
Was gibt es hier zu entdecken?
Eine Binnendüne mit typischer Vegetation.
Im Gebiet vorkommende Farn- und krautige Blütenpflanzen
Sandscharte, Silberscharte, Berg-Steingras, Steppenwolfsmilch, Duvals Schaf-Schwingel, Sand-Strohblume, Blaugraue Kammschmiele, Ausdauernder Lein, Gelber Zahntrost, Thymian-Sommerwurz, Steppen-Lieschgras, Badener Rispengras, Sand-Fingerkraut, Kegelfrüchtiges Leimkraut, Ohrlöffel-Leimkraut, Haar-Pfriemengras, Sand-Thymian, Traubiges Klettengras, Sand-Wicke, Früher Ehrenpreis, Frühlings-Spörgel, Silbergras, Zwerg-Sonnenröschen, Blaugraues Schillergras, Zwerg-Schneckenklee, Kugel-Lauch, Kartäusernelke, Glanz-Lieschgras, Aufrechter Ziest, Haar-Pfriemengras, Grauscheidiges Federgras, Weiße Sommerwurz, Wohlriechende Skabiose, Hundszahngras
Im Gebiet vorkommende holzige Blütenpflanzen
Kiefern
Im Gebiet vorkommende Schmetterlinge
Russischer Bär, Himmelblauer Bläuling
Im Gebiet vorkommende Heuschrecken
Steppengrashüpfer, Blauflüglige Ödlandschrecke – Oedipoda caerulescens, Gefleckte Keulenschrecke – Myrmeleotettix maculatus, Westliche Beißschrecke – Platycleis albopunctata
Im Gebiet vorkommende Reptilien
Zauneidechse – Lacerta agilis
Im Gebiet vorkommende Weichtierarten
Quendelschnecke, Gemeine Heideschnecke
Beschreibung des Gebietes, Naturdenkmales etc.:
Hier finden sich die überwiegend bewaldeten, 44.000 m² großen Reste einer im Pleistozän entstandenen Binnendüne. Zu Ende der Weichseleiszeit vor 12.000 Jahren herrschte in Deutschland ein kühles Klima und die Vegetation war lichte. Sand aus dem Rhein wurde aufgeweht und hier wieder abgelagert. So entstanden die für den östlichen Oberrhein typischen Flugsanddünen. Durch die trockenen, heißen und nährstoffarmen Bedingungen bietet sie vielen geschützte Arten einen Lebensraum.
Sonstiges:
Die Pfungstädter Düne wurde früher zur Sandgewinnung genutzt, wodurch eine nach Süden exponierte Böschung entstand. Die Düne lässt sich in verschiedene Vegetationseinheiten untergliedern: ein Kiefernmischwald, ein Steppenrasen, ein Blauschillergrasflur, ein lockerer Silbergras-Trockenrasen, ein Pfriemengrassteppenrasen, und ein xerothermer Pfriemengras-Trockenrasen. Die Düne ist Teil des Natura 2000 Schutzgebietsnetz der Europäischen Union.
Einschränkung der Zugänglichkeit:
keine Einschränkung
Bilder
|