Ringelnatter – Natrix natrix
Deutscher Name: | Ringelnatter |
Wissensch. Name: | Natrix natrix (Linnaeus, 1758) |
Weitere deutsche Namen: | Schwimmnatter, Wassernatter, Hausschlange, Kuk, Schnake |
Großgruppe: | Reptilien |
Taxonomie: | Ordnung Squamata / Familie Colubridae |
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Rote Liste Deutschland: | Vorwarnliste |
Rote Liste Berlin: | Vorwarnliste |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- paarige, gelbe Halbmondflecken am Hinterkopf
- schwarz gewürfelte Unterseite
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Die für mitteleuropäische Unterarten charakteristischen gelben Flecken am Hinterkopf sind meistens durch schwarze Flecken begrenzt. Der Kopf kann eiförmig und deutlich vom Körper abgesetzt sein, oder zylindrisch und ohne Einbuchtung in den Hals übergehen. Die Bauchseite ist hell bis weißlich und trägt meist ein Muster aus schwarzen eckigen Flecken oder Barren. Die Rumpfschuppen sind deutlich gekielt.
Verwechslungsmöglichkeiten:
Würfelnatter | Die Würfelnatter kommt wesentlich seltener vor. Sie hat keine mondförmigen, hellen Flecken am Hinterkopf. |
Verhalten: Die Ringelnatter ernährt sich hauptsächlich von Amphibien, Kaulquappen und jungen Lurchen. Die Jungtiere sind stärker an das Wasser gebunden als adulte Tiere.
Lebensraum: Die Ringelnatter bevorzugt einen Wechsel zwischen trockenen, sonnigen Plätzen und schattigen, bodenfeuchten Habitaten mit guten Unterschlupfmöglichkeiten. Sie sind vor allem in der Nähe von langsam fließenden Bächen oder kleineren Stillgewässern anzutreffen.
Verbreitung: Die Ringelnatter kommt auf dem gesamten europäischen Kontinent vor: sie fehlt nur auf einigen Inseln und in Irland. In den Alpen ist sie bis auf 2000m anzutreffen.
Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland
Mensch und Stadt
Die Ringelnatter besiedelt neben aquatischen Lebensräumen wie Bächen, Kanälen und Steinbrüchen auch gewässerferne Orte wie feuchte Wiesen, Gärten und lichte Laubwälder. Sie bevorzugt einen Wechsel zwischen trockenen, sonnigen Plätzen und schattigen, bodenfeuchten Lebensräumen mit guten Unterschlupfmöglichkeiten.
Der Kontakt mit Menschen löst meist Flucht aus. Zur Verteidigung gibt sie ein übel riechendes, gelbliches Sekret ab oder stellt sich tot.
Wissenswertes
- Name: Der lateinische Name "natrix" heisst "Wasserschlange". Sie ist die zweithäufigste Schwimmnatter Mitteleruopas.
- Giftigkeit: Die Ringelnatter ist für den Menschen nicht giftig.
- Kulturgeschichte: Die Ringelnatter galt früher als Glücksbringer für Haus und Hof. Ihr wurde die Fähigkeit zugesprochen Krankheiten aus dem Stall fernzuhalten und so für die Milchproduktion zu sorgen.
- Bei der Paarung kommt es im Kampf um ein Weibchen oft zu sogenannten "Paarungsknäueln", die aus bis zu 20 Männchen und einem Weibchen bestehen können.
- Die Ringelnatter verschlingt ihre Beute immer lebend.
- Die Ringelnatter ernährt sich hauptsächlich von Amphibien, Kaulquappen und jungen Lurchen.
- Alle europäischen Reptilien sind besonders geschützt und dürfen nicht gefangen, verletzt oder getötet werden.
- Sie gehört zu den Schwimmnattern.
Quellen, Literatur, Weblinks
- https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/amphibien-und-reptilien/reptilien/04985.html
- A. Kwet „Reptilien und Amphibien Europas“, KOSMOS-Verlag 2015
- J. Blab, H. Vogel „Amphibien und Reptilien erkennen und schützen“, BLV Verlagsgesellschaft mbH, 2002
- D. Glandt „Die Amphibien und Reptilien Europas“, Quelle & Meyer 2015
- KÜHNEL,K.-D.,SCHARON,J.,KITZMANN,B.&SCHONERT,B.(2017): Rote Liste und Gesamtartenliste der Kriechtiere (Reptilia) von Berlin. In:DER LANDESBEAUFTRAGTE FÜR NATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE / SENATSVERWALTUNG FÜR UMWELT,VERKEHRUND KLIMASCHUTZ (Hrsg.): Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, 20 S. doi: 10.14279/depositonce-5846