Schwarzerle – Alnus glutinosa

From Offene Naturführer
Jump to: navigation, search
Mit Formular bearbeiten
Deutscher Name: Schwarzerle
Wissensch. Name: Alnus glutinosa
((L.) Gaertn.)
Weitere deutsche Namen: Eller, Else, Roterle
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Fagales / Familie Betulaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Status: Archäophyt

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • rundliche, meist an der Spitze eingebuchtete Blätter
  • holzige Zapfen
Die Schwarzerle wächst häufig mehrstämmig. Sie kann bis zu 30 m hoch werden und hat eine rundliche Krone. Blatt: Die Blätter sind rundlich bis verkehrt eiförmig. Der Blattrand ist grob gesägt und die Blattspitze ist meist eingebuchtet. Sie wachsen am Zweig versetzt zueinander (wechselständig). Sprossachse: Die Rinde ist anfangs glatt und glänzend rotbraun. Später erfolgt die Bildung einer dunklen, rissigen Borke. Blüte: Die Blüten sind grün oder gelblich und stehen in „Kätzchen“ zusammen. Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blütenstände sind lang und hängend. Die weiblichen Blütenstände sehen rundlich und zapfenartig aus. Frucht: Die Frucht ist eine kleine geflügelte Nuss. Sie stehen in holzigen, zapfenartigen Fruchtstände zusammen, die leicht als Frucht verwechselt werden können. Sie bleiben über den Winter am Baum.

Bilder


Beschreibung

Biologie: Die Bestäubung der Blüten ebenso wie die Ausbreitung der Früchte erfolgt mit dem Wind. Die Fruchtreife ist September - Oktober. Blütezeit: März - April Lebensraum: Feuchte bis nasse oder auch längere Zeit überflutete Standorte am Gewässerrand werden bevorzugt (Flussufer, Auwälder, Erlenbruchwälder). Verbreitung: Europa, Kaukasus, Sibirien, Nordafrika.

Mensch und Stadt

Die Schwarzerle findet man an Flussufern, Seeufern oder am Gewässerrand in Parks. Aufgrund der zunehmenden Trockenheitsperioden wird der Baum zukünftig nur eingeschränkt in der Stadt zu finden sein. Nur Standorte mit ausreichender Wasserversorgung wie in Parks und Gärten bleiben geeignet. Als eine wichtige ökologische Leistung der Schwarzerle wird ihr Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung diskutiert.

Schwarzerlen werden häufig zur Uferbefestigung verwendet.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Schwarzerlenpollen gilt als allergen. Erlenholz wir häufig zu Herstellung von Möbeln und verschiedenen Hausgeräten verwendet.
  • Den Bedarf an Stickstoff deckt die Erle mithilfe der Symbiose mit Luftstickstoff bindenden Bakterien. Diese führen zu Anschwellungen der Wurzeln und zur Bildung sogenannter "Wurzelknöllchen".
  • Die Rinde kann zum Gerben verwendet werden.
  • Die Zapfen können der Tintenherstellung dienen.
  • Sie blüht von März bis April.
  • Die Fruchtreife ist im September bis Oktober.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
  • Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
  • Forum DIE GRÜNE STADT (2013): Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub. URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02. August 2018, 10:42 UTC)
  • Böhlmann, D.: Laubbäume: temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt. Patzer, 2015.
  • Roloff, A.: Bäume in der Stadt. Besonderheiten, Funktion, Nutzen, Arten, Risiken. Verlag Eugen Ulmer, 2013.
  • Seite „Schwarz-Erle“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. April 2016, 07:21 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Schwarz-Erle&oldid=153310586 (Abgerufen: 3. Mai 2016, 08:39 UTC)

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht