Abfrage: Wissenswertes zu Pflanzen nachschlagen
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- Wissenswertes: Schlagordnung (… auf Seite Margerite (Pflanzentafel Natura Miriquidica e.V.)/Wissenswertes;
; Teil der Pflanze: gesamte Pflanze; Art: Leucanthemum vulgare Lam.; Umgangssprachlich: Margerite, Wiesen-Margerite, Wiesen-Wucherblume, Große Gänseblume, Große Maßliebe; Quellenangaben: Reling & Bohnhorst (1889) S. 180f.: »64. Die Wucherblume. (Chrysanthemum.)Die Wucherblume, besonders die Saat-Wucherblume (C. segetum), gehörte ehemals zu den häufigsten und schädlichsten Ackerunkräutern. Die zahlreichen Samen in den teilweise geflügelten Gehäusen begünstigten die überaus schnelle Ausbreitung dieses Schädlings und führten oft zu einer vollständigen Überwucherung der Saatfelder. In verschiedenen Gegenden ist darum die Ausrottung dieser Pflanze von den Behörden planmäßig betrieben worden. Aus Mecklenburg berichtet Dreves über dieses Unkraut: Die Wucherblume war dem Kornbau so lange vorzüglich hinderlich, als die Felder in drei Schlägen beackert werden mußten. Dieses schädliche Unkraut hatte alle Feldmarken überzogen und überwuchs durch sein schnelles Wachstum alle Getreidearten. Sie war auf keine Weise aus dem Acker, wo sie sich einmal angesogen hatte, wieder herauszuschaffen. Sobald jedoch die Koppelwirtschaft eingeführt wurde, war auch, ohne daß man daran dachte, die Vertilgung der Wucherblume zugleich bewirkt. Da ihre Blüten auf den Weideschlägen von dem Vieh abgefressen wurden, so konnte ihr Wachstum durch nichts besser gehemmt werden, als wenn kein Same von ihr zur Reife kam. Man findet darum auf allen Landgütern, wo die Schlagordnung eingeführt ist, jetzt keine Spur mehr von diesem schädlichen Unkraut. In verschiedenen Dörfern in Holstein wurde früher die sogen. „Wucherblumenköst“ gefeiert, wobei alle Mannschaft zum Ausziehen der Wucherblumen aufgeboten wurde und ein fröhlicher Tanz den Tag beendete. Die weiße Wucherblume (C. leucanthemum), auch das weiße Mädchen, Priesterkragen und Johannisblume genannt, dient in Schweden als Orakelblume, um zukünftige Dinge zu erforschen, wie es auch Goethe in so anziehender Weise in der Gartenscene des Faust darstellt. Ähnliches wird Von B. Wartmann aus der Schweiz erzählt. Auf die Frage: „Wohin komme ich nach meinem Tode?“ werden die Strahlblüten der Reihe nach ausgerissen und „Himmel, Fegfür, Höll“ dabei gezählt. Auf die Frage: „Was werde ich?“ zählt man: „Herr, Bur, Bettelmann“, oder: „Edelmann, Bettelmann, Bur“, oder: „heiraten, ledig bleiben, Mönch (Klosterfrau) werden“.«)