Spitzwegerich – Plantago lanceolata
Aus Offene Naturführer
Deutscher Name: | Spitz-Wegerich |
Wissensch. Name: | Plantago lanceolata (L.) |
Großgruppe: | krautige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Lamiales / Familie Plantaginaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Der Spitz-Wegerich kann zwischen fünf und 50 cm groß werden. Blatt: Die länglichen (lanzettlichen) Blätter stehen am Boden in einer großen und flachen Blattrosette. Sie sind ganzrandig und haben einen Stiel. Sprossachse: Der blattlose Stängel ist unten von grundständigen Blättern umgeben und endet oben in einem schmalen, 1-3 cm langen Blütenstand. Blüte: Die Blüten sind recht klein und unauffällig. Sie stehen in länglichen bis rundlichen Ähren, die aufrecht oder auch liegend sein können. Frucht: Die Früchte sind gräuliche, längliche, glatte Kapseln. Die Samenkapseln sprengen den oberen Teil wie ein Hütchen ab und entlassen jeweils die Samen.
- grundständige Blattrosette
- kurzer, ähriger Blütenstand
Bilder
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Beschreibung
Verwechslungsmöglichkeiten:
Breitwegerich | Die Blätter sind breiter und wie der Stängel meist unbehaart. Der Blütenstand ist deutlich länger. |
Biologie: Die Bestäubung erfolgt durch den Wind, Klebeverbreitung der Samen durch Tiere. Blütezeit: April - September Lebensraum: Sonnige bis halbschattige, mäßig trockene Standorte werden bevorzugt. Verbreitung: Der Spitz-Wegerich ist in Europa, Nordafrika und Asien verbreitet. In Deutschland ist er überall zu finden.
Mensch und Stadt
Der Spitz-Wegerich ist eine robuste, trittfeste Pflanze. Er steht in Lücken der Grasnarbe, die durch Tritt oder Fahrspuren entstanden sind. Im gut gepflegten Grünland kann er sich nicht behaupten. Er bevorzugt sonnige bis halbschattige, mäßig trockene Standorte.
Bei Feuchtigkeit werden die kleinen Samen klebrig und haften dann leichter an den Füßen von Menschen und Tieren.
Wissenswertes
- Name: Der deutsche Name weist auf den Standort hin: Er wächst am Weg, dort ist sein Reich (Rich). Der wissenschaftliche Gattungsname Plantago leitet sich aus dem lateinischen planta für Fußsohle ab.
- Giftigkeit oder Verwendung: Die frischen Blätter wirken entzündungshemmend und fördern die Wundheilung, wenn sie auf die betroffenen Stellen gelegt werden.
- Er wird vom Wind bestäubt. Er hat daher weder auffällige Blüten noch eine Duft.
- Er blüht von April bis September.
- Sie wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
Quellen, Literatur, Weblinks
- Seite „Spitzwegerich“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. Juni 2016, 14:03 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Spitzwegerich&oldid=154982306 (Abgerufen: 13. Juli 2016, 09:17 UTC)
- Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
- Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
- Needon, Christoph und Petermann, Johannes (1991): Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig Jena Berlin: Urania-Verlag.
- Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.