Stinkender Storchschnabel – Geranium robertianum

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Deutscher Name: Stinkender Storchschnabel
Wissensch. Name: Geranium robertianum
(L.)
Weitere deutsche Namen: Ruprechtskraut
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Geraniales / Familie Geraniaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • unangenehmer Geruch
  • drüsig behaart
Der Stinkende Storchschnabel kann bis zu 50 cm hoch werden. Blatt: Die handförmigen Blätter stehen am Stängel einander gegenüber (gegenständig). Sie sind in drei bis fünf Segmente (Lappen) geteilt. Sprossachse: Der Stängel ist stark verzweigt, meist rötlich und abstehend drüsig behaart. Blüte: Die Blüten stehen meist zu zweit am Ende des Stängels. Sie haben fünf rosa Kronblätter. In der Mitte haben sie violette Staubbeutel. Frucht: Die Frucht ist eine schmale, längliche Spaltkapsel.

Bilder


Beschreibung

Blütezeit: Mai - Oktober Lebensraum: Schattige Standorte nährstoffreiche Böden Verbreitung: Europa, Asien, Nordamerika, Nordafrika

Mensch und Stadt

In der Stadt ist der Stinkende Storchschnabel in Wäldern und Gebüschen, an Mauern und auf Bahnschotter häufig. Er bevorzugt schattige Standorte mit nährstoffreichen Böden.

Wissenswertes

  • Name: Der Name Ruprechtskraut lässt sich aus dem altdeutschen wort "rotbrecht" ableiten, was "in rötlicher Farbe glänzend" bedeutet.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Er wurde in Volksheilkunde bei Prellungen, Fieber, Gicht, Nieren- oder Lungenleiden eingesetzt.
  • Der Grund des starken unangenehmen Duftes sind die ätherischen Öle der Pflanze. Sie sollen Motten und Fliegen vertreiben.
  • Die zerriebenen Blätter sollen als Mückenschutz dienen.
  • Er blüht von Mai bis Oktober.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Eggenberg, Stefan und Möhl, Adrian (2007): Flora Vegetativa: Ein Bestimmungsbuch für Pflanzen der Schweiz im blütenlosen Zustand, 1. Aufl., Bern Stuttgart Wien: Haupt Verlag.
  • Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
  • Jäger, Eckehart J. (2011): Rothmaler - Exkursionsflora von Deutschland, 20. Aufl., Gefäßpflanzen: Grundband, Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen: Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen, 1. Aufl., Bern: Haupt Verlag.
  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Seite „Ruprechtskraut“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. Januar 2017, 16:08 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ruprechtskraut&oldid=162111681 (Abgerufen: 16. Februar 2017, 09:51 UTC)