Strand-Grasnelke – Armeria maritima

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Deutscher Name: Strand-Grasnelke
Wissensch. Name: Armeria maritima
((Mill.) Willd.)
Weitere deutsche Namen: Gemeine Grasnelke, Sand-Grasnelke
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Caryophyllales / Familie Plumbaginaceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • rundes rosa Blütenköpfchen
  • blattloser Stängel
Die Strand-Grasnelke kann bis zu 50 Zentimeter hoch werden. Blatt: Die grasartigen Blätter sind schmal linealisch und haben einen oder selten drei parallel verlaufende Nerven. Sie sind etwas behaart und wachsen in einer bondennahen Rosette. Sprossachse: Der Stängel wächst aufrecht und ist kahl. Es sind keine Blätter am Stängel. Blüte: Die kleinen, rosa Blüten sitzen zusammen als endständiges, rundes Blütenköpfchen. Das Blütenköpfchen ist von mehreren häutigen Hochblättern umgeben. Frucht: Die Frucht ist eine kleine Nuss.

Bilder


Beschreibung

Biologie: Die Blüten werden durch Insekten bestäubt. Diese werden vom Nektar angelockt. Blütezeit: Mai bis November Lebensraum: Die Strand-Grasnelke bevorzugt trockene, saure und sandige Böden. Sie hat eine hohe Salz- und Schwermetalltoleranz. Sie ist eine typische Art auf Dünen und Salzwiesen an der Meeresküste. Verbreitung: Die Strand-Grasnelke ist auf der ganzen Welt verstreut verbreitet. In Deutschland wächst sie auf Dünen und Salzwiesen an der Nord- und Ostsee und ist im Binnenland eher selten. Daher wird sie in der Roten Liste der Gefäßpflanzen Deutschlands als gefährdet eingestuft.

Mensch und Stadt

Wegen ihrer hohen Salz- und Schwermetalltoleranz wächst die Strand-Grasnelke in der Stadt häufig an Rändern salzgestreuter Straßen und auf Schwermetall belasteten Flächen. Sie kommt aber auch auf lückigen Sandtrockenrasenflächen vor. Sie bevorzugt trockene, saure und sandige Böden.

Wissenswertes

  • Herkunft: Sie ist in der gesamten Nord- und Südhemisphäre verstreut verbreitet. Sie kommt sogar in Teilen der Antarktis und auf Grönland vor.
  • Giftigkeit oder Verwendung: Sie enthält das Pflanzengift Plumbagin. Es wirkt stark reizend.
  • Sie steht unter Naturschutz und ist nach der Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt.
  • Sie kann Schwermetalle aus dem Boden aufnehmen und in den Blättern einlagern.
  • Sie hat spezielle Drüsen auf den Blattoberflächen, die Salz ausscheiden können.
  • Die Blütezeit ist von Mai bis November. Sie wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
  • Die Blüten werden durch Insekten bestäubt.
  • In Berlin wächst nur die Unterart Armeria maritima ssp. elongata, die auf deutsch Sand-Grasnelke genannt wird. Sie ist eher selten, aber man findet sie zum Beispiel auf dem Tempelhofer Feld.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Schauer, Thomas, Caspari, Claus, Caspari, Stefan (2015): Der illustrierte BLV Pflanzenführer für unterwegs. 1150 Blumen, Gräser, Bäume und Sträucher. München: BLV Buchverlag GmbH & Co. KG.
  • Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Seite „Strand-Grasnelke“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 16. August 2017, 17:48 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Strand-Grasnelke&oldid=168208220 (Abgerufen: 2. Januar 2018, 10:42 UTC)