Trauerschnäpper – Ficedula hypoleuca
Deutscher Name: | Trauerschnäpper |
Wissensch. Name: | Ficedula hypoleuca (Pallas, 1764) |
Großgruppe: | Vögel |
Taxonomie: | Ordnung Passeriformes / Familie Muscicapidae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | Vorwarnliste |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Status: | Zugvogel |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- weißer Flügelfleck
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Trauerschnäpper haben eine Größe von 13cm, eine Flügellänge von 7,5-8,5cm, eine Schnabellänge von 1cm und ein Gewicht von 8-19g. Er erreicht ein Alter von 9 Jahren.
Geschlechtsdimorphismus.
Verwechslungsmöglichkeiten:
Halsbandschnäpper | Das Halsbandschnäppermännchen hat ein weiße Halsband und einen großen weißen Fleck. | ![]() |
Verhalten: Trauerschnäpper ernähren sich hauptsächlich von vorbeifliegenden Insekten, welche es aus der Luft schnappt.
Laute: Der Lockruf besteht aus kurzen leisen bit-Rufen, die mit kurzen Pausen vorgetragen werden. Der Gesang ist eine sich häufig wiederholende, mit kurzen Pausen unterbrochene wuti-wuti-wuti-Reihung.
Lebensweise und Fortpflanzung: Zugverhalten: Zugvogel, der im August über Südwesteuropa nach Guinea, das westliche Afrika oder Ostafrika zieht und Ende April nach Deutschland zurückkehrt.
Lebensraum: Der Trauerschnäpper ist in Laub- und Mischwäldern, Parks und Gärten weit verbreitet. Gebietsweise ist er auf Baumhöhlen und Nistkästen angewiesen, in denen er sein Nest aus Grashalmen, Zweigen, Wurzeln und Rinde baut und mit Federn auspolstert.
Verbreitung: Der Trauerschnäpper brütet in großen Teilen Nord-, Mittel- und Osteuropas bis in den europäischen Teil Russlands sowie in Nordwestafrika. In Südeuropa und Kleinasien fehlt er ganz. In Deutschland kommt er im Tiefland und in den unteren Gebirgslagen vor. Sein Winterquartier liegt im tropischen Afrika.
Mensch und Stadt
Den ursprünglichen Waldvogel findet man heute häufig in Gärten, Parks oder auf Friedhöfen.
Trauerschnäpper brüten gerne in Nistkästen. Sie können durch das Aufstellen geeigneter Brutmöglichkeiten aktiv unterstützt werden.
Wissenswertes
- Name: Der deutschsprachige Name "Trauerschnäpper" bezieht sich auf die schwarz-weiße Gefiederfärbung des Männchens, welches entfernt an die traditionell schwarz-weiße Trauerbekleidung in Mitteleuropa erinnert. Der umgangssprachliche Name "Fliegenschnäpper" verweist auf fliegende Insekten, welche diesen Vögeln als Nahrung dienen.
- Nistkästen bieten einen Vorteil bei der Werbung um die Weibchen. Männchen die solch einen Nistkasten besitzen werden von den Weibchen bevorzugt.
- Früh ankommende Männchen besetzen zunächst mehr als ein Revier oder mehrere Nistkästen und können so zwei bis drei verschiedene Weibchen an sich binden.
- Der Trauerschnäpper ist ein Zugvogel, der von Ende April bis August in Deutschland anzutreffen ist. Sein Winterquartier liegt im tropischen Afrika.
Quellen, Literatur, Weblinks
- Seite „Trauerschnäpper“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. November 2015, 20:38 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Trauerschn%C3%A4pper&oldid=147808697 (Abgerufen: 18. Februar 2016, 10:17 UTC)
- http://arten.deinfo.eu/elearning/voegel/speciesportrait/3087 (Abgerufen am 23. April 2016)
- http://www.naju-wiki.de/index.php/Trauerschn%C3%A4pper
- http://www.waldwissen.net/wald/tiere/voegel/wsl_trauerschnaepper/index_DE
- http://tierdoku.com/index.php?title=Trauerschn%C3%A4pper
- http://www.bfn.de/0401_2014.html?cHash=eda1dbb53500ea3d392b3b6c702e1050&tx_ttnews%5Btt_news%5D=4839
- Witt, K. & Steiof, K. (2013): Rote Liste und Liste der Brutvögel von Berlin, 3.Fassung, 15.11.2013. In: Berliner Ornithologische Arbeitsgemeinschaft e.V. (Hrsg.): Berliner Ornithologischer Bericht, Berlin, 23: 1-23.
- Rote Liste der Brutvögel Deutschlands. Fünfte gesamtdeutsche Fassung, veröffentlicht im August 2016: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/artenschutz/rote-listen/10221.html (Letzter Zugriff: 07.04.2017)