Vierhornkäfer (Gnathocerus cornutus)
Biologie
Das Weibchen legt zwischen 250 und 1000 Eier, allgemein etwa 400 einzeln und lose in das Vorratsgut ab. Die Larven schlüpfen nach ungefähr 7 Tagen. Sie beenden ihre Entwicklung nach sechs Häutungen in etwa 30 Tagen. Die Verpuppung erfolgt häufig an der Oberfläche des Nahrungssubstrats. Die Puppenruhe dauert bis 30 Tage. Eine rel. Luftfeuchte von 40 % und Temperaturen bis 30 °C ermöglichen eine schnelle Vermehrung. Für die Gesamtentwicklung werden etwa sieben Monate benötigt. Die Käfer leben bis zu zehn Monate. Der Vierhornkäfer bevorzugt die eiweißreichen Schalenanteile des Getreides und den Mehlkörper. So entsteht ein charakteristisches Schadbild in Form von mehr oder weniger rundgenagten Resten des Korninhalts. Befallen werden alle Arten von Getreideprodukten, Reis, Mais, ölhaltige Sämereien, Erdnüsse, Kakaobohnen und deren Verarbeitungsprodukte. Die Art ist weltweit verbreitet, vorwiegend in den warmen Klimazonen und war in den Mühlen der ehemaligen DDR eingebürgert.