Vorratsschädliche Staubläuse (Psocoptera)

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Staublaus

Biologie

Staubläuse vermehren sich an Getreide mit hohen Wassergehalten, an feucht lagernden Vorräten sowie an schimmeligem Stroh, Heu und Pflanzenhaaren. In erster Linie stellen Pilzmyzel, Sporen, Grünalgen und Flechten die Nahrung der Staubläuse dar. Die Eier sind mit ca. 0,6 mm verhältnismäßig groß und werden in Gruppen bis zu 100 in Risse versenkt und mit Gespinstfäden überzogen. Staubläuse verschiedener Arten treten oft miteinander und mit Moder- und Schimmelkäfern vergesellschaftet auf. Der Lausflechtling Lachesilla pedicularia wird besonders oft auf Weizen, Mais, Nudeln und Tabak angetroffen. Zur Gattung Lepinotus gehören drei schimmelfressende Arten, die sich auf feuchtem Getreide häufig in Massen entwickeln. Lepinotus patruelis scheint hier die häufigste Art zu sein. Die für eine Entwicklung optimalen Bedingungen liegen bei 80 % r. F. und einer Temperatur von etwa 25 °C. Die Gattung der bis zu 1,4 mm langen Bücherläuse umfasst etwa zwei Dutzend Arten. Die Bücherlaus Liposcelis divinatorius gilt als der häufigste Vorratsschädling unter den Staubläusen. Häufig tritt in Gesellschaft mit Staubläusen ein natürlicher Feind, der räuberische bis zu 4 mm große Bücherskorpion auf.

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Vorratsschädliche Staubläuse (Psocoptera) (Zuletzt geändert:
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7 Juni 2013 17:32:03). Abgerufen am 22. Dezember 2024, 18:17 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Vorratsschädliche_Staubläuse_(Psocoptera)