Wanzenlarve
Deutscher Name: | Wanzenlarven |
Wissensch. Name: | Larven der Heteroptera |
Großgruppe: | Insekten |
Taxonomie: | Ordnung Heteroptera / Familie |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
- Saugrüssel am Kopf
- viergliedrige Fühler oder Antennen
- 3 Beinpaare (ein Beinpaar an jedem Brustabschnitt)
Bilder
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Beschreibung
Ausführliche Beschreibung: Der Körper von Wanzenlarven besteht aus drei Körperabschnitten, die ihrerseits aus drei oder mehr einzelnen Segmentabschnitten zusammengesetzt sind: Kopf (Caput), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Am Kopf befindet sich ein Saugrüssel, der bei allen zu den Wanzen gehörenden Gruppen vorhanden ist. Mit diesem nehmen sie sowohl tierische als auch pflanzliche Säfte auf. Wanzen besitzen Komplexaugen mit zwei Ocellen. Zusätzlich befinden sich am Kopf meist viergliedrige Fühler oder Antennen. Der Brustabschnitt (Thorax) ist in drei Segmente geteilt, von denen jedes ein Beinpaar trägt.
Wanzenlarven besitzen über zwei Flügelpaare. Die Vorderflügel sind stark sklerotisiert und liegen in Ruhe flach auf dem Rücken. Unter den Vorderflügeln liegen längsgefaltet die zarten Hinterflügel. Bei den meisten Wanzenlarven ist ein dreieckiges Schildchen zwischen den Basen der Vorderflügel sehr deutlich zu erkennen, bei Schildwanzen (Pentatomidae) bedeckt dieses Dreieck zuweilen fast den ganzen Rücken.
Lebensweise und Fortpflanzung: Wanzenlarven durchleben bei ihrer Entwicklung vom Embryo zum erwachsenen Tier (Imago) meist fünf Häutungen ohne Puppenstadium. Damit gehören sie zu den hemimetabolen Insekten und werden während der Entwicklung in ihrer Gestalt dem erwachsenen Tier schrittweise immer ähnlicher. Es existieren Pflanzensauger, eine Reihe von räuberisch lebenden Arten, aber auch Ektoparasiten wie die Bettwanze.
Lebensraum: Zu finden sind sie in den verschiedensten Biotopen: auf Wiesen, an Waldrändern, im Wald und in menschlichen Wohnungen.
Verbreitung: Wanzenlarven sind in ganz Deutschland vorzufinden.
Wissenswertes
- Wanzen gelten im Volksmund als unbeliebt. Das haben sie vor allem einer Art zu verdanken: der Gemeinen Bettwanze. Sie treibt ihr Unwesen in Schlaf- und Hotelzimmern. Tagsüber versteckt sich die Wanze in den kleinsten Ritzen. Nachts kommt sie hervor, sticht die Schlafenden und trinkt deren Blut. Bettwanzenlarven sind zwar klein (ca. 1 mm lang) und besitzen im leeren Zustand eine blasse, transparente Farbe. Nach der Nahrungsaufnahme kann man sie hingegen gut erkennen, da ihre Färbung das Blut durchscheinen lässt.
Quellen, Literatur, Weblinks
- R. Bährmann, G. Köhler, H. J. Müller: Bestimmung wirbelloser Tiere, Bildtafeln für zoologische Bestimmungsübungen und Exkursionen, 7. Auflage, 2015, Springer-Verlag Berlin Heidelberg.
- http://www.geo.de/geolino/natur-und-umwelt/8376-rtkl-seht-euch-mal-die-wanzen (abgerufen am 16.07.2017)
An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Katharina V., Lisa F., Stephanie R.