Weiße Taubnessel – Lamium album
Aus Offene Naturführer
Deutscher Name: | Weiße Taubnessel |
Wissensch. Name: | Lamium album (L.) |
Großgruppe: | krautige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Lamiales / Familie Lamiaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Die Weiße Taubnessel kann bis zu 80 cm hoch werden. Blatt: Die Blätter sind eiförmig zugespitzt oder herzförmig bis breit lanzettlich. Sie haben eine runzelige Oberfläche. Sie stehen einander gegenüber am Stängel (gegenständig). Der Blattrand ist grob gesägt. Sprossachse: Der Stängel ist aufrecht, vierkantig und zerstreut behaart. Er ist hohl und bildet zahlreiche Ausläufer. Blüte: Die Blüten sitzen etagenweise und zahlreich in Scheinquirlen am Stängel. Sie sind weiß bis gelblich weiß und fein behaart. Die Kronblätter sind miteinander verwachsen und bilden eine typische spiegelsymmetrische Lippenblüte mit Ober- und Unterlippe. Frucht: Die Pflanze bildet kleine, einsamige, nussähnliche Teilfrüchte (Klausen). Sie sitzen immer zu viert im Kelch der Blüte.
- weiße Blüten
- vierkantiger Stängel
Bilder
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Beschreibung
Blütezeit: April - Oktober Lebensraum: Helle bis halbschattige, frische Standorte mit stark nährstoffreichen Böden werden bevorzugt. Verbreitung: Europa, Nordasien, Nordamerika, Neuseeland
Mensch und Stadt
In der Stadt ist die Weiße Taubnessel an Weg- und Wiesenrändern, Hecken und auf Schuttplätzen häufig anzutreffen. Sie profitiert von der Nährstoffanreicherung der Böden in der Stadt und kann sich dadurch gut vermehren. Sie bevorzugt helle bis halbschattige, frische Standorte mit stark nährstoffreichen Böden.
Wissenswertes
- Giftigkeit oder Verwendung: Die Weiße Taubnessel kann unter anderem bei Entzündungen oder Erkrankungen der Atemwege verwendet werden. Die Blätter können als Tee zubereitet werden.
- Die jungen Triebe können als Gemüse gegessen werden.
- Sie blüht von April bis Oktober.
- Sie wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
Quellen, Literatur, Weblinks
- Golte-Bechtle, Marianne, Spohn Roland und Spohn Margot (2015): Was blüht denn da? (Kosmos-Naturführer), 2. Aufl., Franckh Kosmos Verlag.
- Fleischhauer, Steffen G., Guthmann, Jürgen und Spiegelberger, Roland (2007): Essbare Wildpflanzen, 200 Arten bestimmen und verwenden. Baden und München: AT Verlag.
- Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
- Needon, Christoph und Petermann, Johannes (1991): Urania-Naturführer Pflanzen, Leipzig Jena Berlin: Urania-Verlag.
- Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
- Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag.
- Seite „Weiße Taubnessel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 3. Mai 2016, 10:47 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wei%C3%9Fe_Taubnessel&oldid=154057867 (Abgerufen: 15. Dezember 2016, 13:21 UTC)