Winterling – Eranthis hyemalis
Aus Offene Naturführer
Deutscher Name: | Winterling |
Wissensch. Name: | Eranthis hyemalis ((L.) Salisb.) |
Wissensch. Synonyme: | Cammarum hyemale (L.) Greene |
Großgruppe: | krautige Blütenpflanzen |
Taxonomie: | Ordnung Ranunculales / Familie Ranunculaceae |
Deutsche Wikipedia-Seite |
Rote Liste Deutschland: | nicht gefährdet |
Rote Liste Berlin: | nicht gefährdet |
Status: | Neophyt |
Inhaltsverzeichnis
Merkmale
Besondere Merkmale:
Der Winterling kann bis zu 20 cm groß werden. Blatt: Die Blätter sind rundlich und tief eingeschnitten. Sie scheinen direkt aus der Erde zu kommen. Zusätzlich sitzen direkt unter der Blüte drei Stängelblätter, die einen Scheinquirl bilden. Sprossachse: Der Stängel wächst aufrecht und unverzweigt. Er ist kräftig und hat bis auf die drei Stängelblätter keine weiteren Blätter. Blüte: Die Blüte hat meist sechs gelbe Blütenblätter. Sie sitzt einzeln am Ende des Stängels. Frucht: Die Pflanze bildet pro Blüte mehrere, sich an der Oberseite öffnende Balgfrüchtchen.
- giftig
- blüht bereits im Februar
Bilder
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Beschreibung
Biologie: Bestäuber sind Fliegen, besonders aber Bienen und Hummeln. Blütezeit: Februar bis April Lebensraum: Der Winterling gedeiht am besten auf nährstoffreichen, lockeren Lehmböden und eher im Halbschatten als im vollen Licht. Verbreitung: Er ist in Mittel- und Südeuropa verbreitet.
Mensch und Stadt
Der Winterling gedeiht am besten auf nährstoffreichen, lockeren Lehmböden im Halbschatten. Er ist eine beliebte Garten- und Parkpflanze und verwildert bei günstigen Bedingungen gelegentlich. Wild wächst er auf Weinbergen, in Obstgärten und unter Gebüschen.
Wissenswertes
- Herkunft: In Deutschland wird er bereits seit dem 16. Jahrhundert als Gartenpflanze genutzt. Er gehört zu den nicht-einheimischen Pflanzen (Neophyten).
- Name: Der Gattungsname Eranthis kommt aus dem griechischen und setzt sich aus den Begriffen 'er' für Frühling und 'anthos' für Blüte zusammen. Das Artepitheton hyemalis ist lateinischen Ursprungs, bedeutet winterlich und nimmt ebenso wie die Gattungsbezeichnung auf die frühe Blütezeit Bezug.
- Giftigkeit oder Verwendung: Die ganze Pflanze ist giftig.
- Die Blüten öffnen sich bei Tag und gutem Wetter und schließen sich nachts und bei schlechtem Wetter. Durch diese Bewegung wachsen die Blütenblätter in die Länge.
- Die Blüten locken Bestäuber wie Fliegen und Bienen an. Doch nur Letztere haben einen ausreichend langen Rüssel, um an den Nektar zu gelangen.
- Die Blütezeit ist von Februar bis April und dauert nur eine Woche an.
- Er wird mehrere Jahre alt und blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
Quellen, Literatur, Weblinks
- SEITZ,B.,RISTOW,M.,MEIßNER,J.,MACHATZI,B.&SUKOPP,H. (2018): Rote Liste und Gesamtartenliste der etablierten Farn- und Blütenpflanzen von Berlin. In:DER LANDESBEAUFTRAGTE FÜRNATURSCHUTZ UND LANDSCHAFTSPFLEGE / SENATSVERWALTUNG FÜR UMWELT,KLIMA UND VERKEHR (Hrsg.): Rote Listen der gefährdeten Pflanzen, Pilze und Tiere von Berlin, 118 S. doi: 10.14279/depositonce-6689
- Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
- Seite „Winterling“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. Mai 2018, 20:26 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Winterling&oldid=177092825 (Abgerufen: 24. Juli 2018, 13:30 UTC)