Zitterpappel – Populus tremula

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Deutscher Name: Zitterpappel
Wissensch. Name: Populus tremula
(Linnaeus)
Weitere deutsche Namen: Espe, Aspe
Großgruppe: holzige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Malpighiales / Familie Salicaceae
Deutsche Wikipedia-Seite

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • rundliche, kahle Blätter
  • stumpf gezähnter Blattrand
  • Samen mit weißem Haarschopf
Die Zitterpapel kann bis zu 30 m hoch werden. Sie ist oft mehrstämmig mit schiefem Stamm. Die Krone ist licht und leicht unregelmäßig. Blatt: Die Blätter sind rundlich bis herzförmig und haben einen Stiel. Die Blattoberseite ist kahl und glänzend. Der Blattrand ist grob und stumpf gezähnt. Sprossachse: Die Rinde ist gelbbraun und glatt mit großen, rautenförmigen Korkwarzen. Die Borke ist dunkelgrau und längsrissig. Blüte: Die Einzelblüten stehen in „Kätzchen“ zusammen. Es gibt männliche und weibliche Blüten. Die männlichen Blüten sind bräunlich und die weiblichen Blüten grünlich. Frucht: Die Früchte sind kleine Kapseln mit leichten, flugfähigen Samen. Diese befinden sich in hängenden Fruchtständen. Die Samen sind von zahlreichen weißen, seidenweichen Haaren umgeben.

Bilder


Beschreibung

Ausführliche Beschreibung: Die Blütenstände "Kätzchen" sind getrenntgeschlechtlich und zweihäusig verteilt.

Verwechslungsmöglichkeiten:

Schwarz-Pappel Die Blätter sind dreieckig bis rautenförmig und lang zugespitzt.

Biologie: Die Bestäubung erfolgt mit derm Wind. Die Pappeln haben eine starke vegetative Vermehrung durch Wurzelbrut. Die Samen mit Haarschopf "Pappelwolle" werden durch den Wind ausgebreitet. Die Fruchtreife ist Mai bis Juni. Blütezeit: Februar - April Lebensraum: Trockene bis nasse und helle Standorte wie Laubmischwälder werden bevorzugt. Verbreitung: Europa bis Ostsibirien, Nordafrika, Kleinasien.

Mensch und Stadt

In der Stadt sind Pappeln oft an Brachflächen oder an hellen Standorten in Parks anzutreffen. Sie vertragen Trockenstress und ebenso gut längere Nässe. Sie sind salz- und immissionstolerant. Auch ihr Potential zur Verbessung der städtischen Luftqualität durch Feinstaubbindung wird diskutiert. Dies macht die Zitterpappel zu einem guten Stadtbaum. Da ihr Lichtbedarf recht hoch ist, ist sie als Straßenbaum jedoch eher ungeeignet.

Wissenswertes

  • Name: Die Blätter der Zitterpappel reagieren auf den geringsten Wind und "zittern wie Espenlaub".
  • Giftigkeit oder Verwendung: Die Samenbüschel (Pappelwolle) kann für Kissen- und Deckenfüllungen verwendet werden.
  • Die Blätter bewegen sich stark im Wind. Sie "zittern".
  • Der Wirkstoff Propolis, der von Bienen gesammelt und hergestellt wird, stammt u. a. von Pappelknospen. Er ist seit der Antike ein hoch geschätztes Heilmittel.
  • Sie blüht von Februar bis April.
  • Die Fruchtreife erfolgt im Mai bis Juni.
  • Die allgemein gültige wissenschaftliche Schreibweise auf Deutsch ist Zitter-Pappel, wobei nach der deutschen Rechtschreibung auf den Bindestrich verzichtet werden kann.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Aas, G., Riedmiller, A.: Laubbäume: Bestimmen - Kennenlernen – Schützen. Gondrom , 2002.
  • Amann, G., Richter, P.: Bäume und Sträucher des Waldes. Neumann, 1962.
  • Forum DIE GRÜNE STADT (2013): Bäume und Pflanzen lassen Städte atmen. Schwerpunkt - Feinstaub. URL: https://www.die-gruene-stadt.de/baeume-und-pflanzen-lassen-staedte-atmen.pdfx (Abgerufen: 02. August 2018, 10:42 UTC)
  • Böhlmann, D.: Laubbäume: temperierter Klimate mit ihrer Artenvielfalt. Patzer, 2015.
  • Mitchell, A.: Die Wald- und Parkbäume Europas. Ein Bestimmungsbuch für Dendrologen und Naturfreunde. Parey , 1975.
  • Quartier, A.: Bäume und Sträucher. BLV Buchverlag GmbH & Co., 1989.
  • Roloff, A.: Bäume in der Stadt. Besonderheiten, Funktion, Nutzen, Arten, Risiken. Verlag Eugen Ulmer, 2013.
  • Seite „Espe“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. Februar 2016, 20:25 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Espe&oldid=151454448 (Abgerufen: 26. Mai 2016, 12:14 UTC)

An diesem Artikel sind folgende Autoren beteiligt: Alice Kracht