Myosotis arvensis – Acker-Vergissmeinnicht (JKI-Pflanzenportraits): Unterschied zwischen den Versionen
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Das Acker-Vergissmeinnicht wächst auf Äckern, Schutt und an Wegrändern. Es ist in Westasien und Europa weit verbreitet, so [http://www.floraweb.de/MAP/scripts/esrimap.dll?name=florkart&cmd=mapflor&app=distflor&ly=gw&taxnr=3782 auch in Deutschland], [http://plants.usda.gov/java/profile?symbol=MYAR nach Nordamerika wurde es verschleppt,] kommt dort allerdings nicht im äußersten Süden und Norden vor. Es wächst gut auf nährstoffreichen Lehmböden. | Das Acker-Vergissmeinnicht wächst auf Äckern, Schutt und an Wegrändern. Es ist in Westasien und Europa weit verbreitet, so [http://www.floraweb.de/MAP/scripts/esrimap.dll?name=florkart&cmd=mapflor&app=distflor&ly=gw&taxnr=3782 auch in Deutschland], [http://plants.usda.gov/java/profile?symbol=MYAR nach Nordamerika wurde es verschleppt,] kommt dort allerdings nicht im äußersten Süden und Norden vor. Es wächst gut auf nährstoffreichen Lehmböden. | ||
− | Die ein- oder zweijährige Pflanze wird bis zu 40 cm hoch. Aus einer lockeren Rosette erheben sich mehrere Stängel, die sich viel verzweigen. Die Blätter sind lanzettlich, zum Ende breiter und an der Spitze abgerundet und erinnern an ein Mäuseohr. Das bedeutet auch der wissenschaftliche Name ''Myosotis''. Die Stängelblätter sind ungestielt. Die ganze Pflanze ist kurz behaart | + | Die ein- oder zweijährige Pflanze wird bis zu 40 cm hoch. Aus einer lockeren Rosette erheben sich mehrere Stängel, die sich viel verzweigen. Die Blätter sind lanzettlich, zum Ende breiter und an der Spitze abgerundet und erinnern an ein Mäuseohr. Das bedeutet auch der wissenschaftliche Name ''Myosotis''. Die Stängelblätter sind ungestielt. Die ganze Pflanze ist kurz behaart. Die himmelblauen Blüten messen 2 bis 4 mm in Durchmesser. Blütezeit ist Juni bis Oktober. Die Stiele der Frucht sind länger als der Kelch, der sich nach der Blüte schließt. Die Kelchblätter bleiben lange grün und elastisch. Die reife Frucht bricht bei der Reife schnell ab und haftet mit ihren Klettenhaaren an Tieren. Die glatten Samen rutschen leicht aus der Frucht heraus. |
''Myosotis arvensis'' wird in der Homöopathie eingesetzt. | ''Myosotis arvensis'' wird in der Homöopathie eingesetzt. | ||
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|File:Myosotis arvensis 10 Keimpflanze IMG 1012 Wohlers.JPG| Die ca. 6 mm langen Keimblätter sind kurz gestielt und fast rund mit einer eingezogenen Spitze. (Bild: W. Wohlers, JKI) | |File:Myosotis arvensis 10 Keimpflanze IMG 1012 Wohlers.JPG| Die ca. 6 mm langen Keimblätter sind kurz gestielt und fast rund mit einer eingezogenen Spitze. (Bild: W. Wohlers, JKI) | ||
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− | Verfasser. Wohlert Wohlers, JKI. | + | Verfasser. Wohlert Wohlers, JKI. Juni 2013. |
Version vom 17. Juni 2013, 13:39 Uhr
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes |
Myosotis arvensis, das Acker-Vergissmeinnicht gehört zur Familie der Boraginaceae (Raublatt- oder Boretschgewächse). Der englische Name ist Field Forgetmenot. EPPO-Code MYOAR.
Das Acker-Vergissmeinnicht wächst auf Äckern, Schutt und an Wegrändern. Es ist in Westasien und Europa weit verbreitet, so auch in Deutschland, nach Nordamerika wurde es verschleppt, kommt dort allerdings nicht im äußersten Süden und Norden vor. Es wächst gut auf nährstoffreichen Lehmböden.
Die ein- oder zweijährige Pflanze wird bis zu 40 cm hoch. Aus einer lockeren Rosette erheben sich mehrere Stängel, die sich viel verzweigen. Die Blätter sind lanzettlich, zum Ende breiter und an der Spitze abgerundet und erinnern an ein Mäuseohr. Das bedeutet auch der wissenschaftliche Name Myosotis. Die Stängelblätter sind ungestielt. Die ganze Pflanze ist kurz behaart. Die himmelblauen Blüten messen 2 bis 4 mm in Durchmesser. Blütezeit ist Juni bis Oktober. Die Stiele der Frucht sind länger als der Kelch, der sich nach der Blüte schließt. Die Kelchblätter bleiben lange grün und elastisch. Die reife Frucht bricht bei der Reife schnell ab und haftet mit ihren Klettenhaaren an Tieren. Die glatten Samen rutschen leicht aus der Frucht heraus.
Myosotis arvensis wird in der Homöopathie eingesetzt.
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Verfasser. Wohlert Wohlers, JKI. Juni 2013.