Myosotis arvensis, das Acker-Vergissmeinnicht gehört zur Familie der Boraginaceae (Raublatt- oder Boretschgewächse). Der englische Name ist Field Forgetmenot. EPPO-Code MYOAR.
Das Acker-Vergissmeinnicht wächst auf Äckern, Schutt und an Wegrändern. Es ist in Westasien und Europa weit verbreitet, so auch in Deutschland, nach Nordamerika wurde es verschleppt, kommt dort allerdings nicht im äußersten Süden und Norden vor. Es wächst gut auf nährstoffreichen Lehmböden.
Die ein- oder zweijährige Pflanze wird bis zu 40 cm hoch. Aus einer lockeren Rosette erheben sich mehrere Stängel, die sich viel verzweigen. Die Blätter sind lanzettlich, zum Ende breiter und an der Spitze abgerundet und erinnern an ein Mäuseohr. Das bedeutet auch der wissenschaftliche Name Myosotis. Die Stängelblätter sind ungestielt. Die ganze Pflanze ist kurz behaart, auf den Kelchblättern sind die Haare hakig und stehen ab. Die himmelblauen Blüten messen 2 bis 4 mm in Durchmesser. Die Stiele der Frucht sind länger als der Kelch, der sich nach der Blüte schließt. Blütezeit ist Juni bis Oktober.
Myosotis arvensis wird in der Homöopathie eingesetzt.
| Kräftige Pflanzen mit aufrechten Stängeln. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Ein Blatt der Rosette. Die Blätter haben eine leicht versenkte Mittelrippe. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die unteren Stängelblätter liegen dem Stiel an. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die ganze Pflanze ist behaart. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Aus jeder Blattachseln entsprießt ein Seitentrieb. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Knospen sind violett. Die gelben Schlundschuppen verblassen. Die langen Haare hier sind von einer Pappel. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Nach der Blüte streckt sich der Stängel. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Kelchblätter sind bis zur Hälfte verwachsen. Sie sind mit Borstenhaken besetzt. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Samen sind auf einer Seite spitz zulaufend, glänzend schwarz und etwa 1,5 mm lang. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die ca. 6 mm langen Keimblätter sind kurz gestielt und fast rund mit einer eingezogenen Spitze. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
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Verfasser. Wohlert Wohlers, JKI. Januar 2013.