Ackerkratzdistel – Cirsium arvense

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Deutscher Name: Acker-Kratzdistel
Wissensch. Name: Cirsium arvense
((L.) Scop.)
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Asterales / Familie Asteraceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: nicht gefährdet
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • Stängel nicht geflügelt
  • Stängel ohne Dornen
Die Acker-Kratzdistel kann bis zu 150 Zentimeter hoch werden. Blatt: Die Blätter sind lanzettlich und buchtig. Teilweise können sie bis zu einem Drittel der Blattseite eingeschnitten sein (fiederspaltig). Sie sind stachelig bewimpert und auf der Oberseite glatt. Sprossachse: Der aufrechte, dornenfreie Stängel ist meist verzweigt, nicht geflügelt und reich beblättert. Er reicht tief in den Boden hinein. Blüte: Auf den ersten Blick kann das Blütenkörbchen für die Blüte gehalten werden. Diese Scheinblüte besteht aus zahlreichen einzelnen, hellvioletten Röhrenblüten. Sie haben einen süßlichen Duft. Frucht: Die Früchte sind kleine Nüsse mit einem Haarkranz aus fedrigen Haaren.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Gewöhnliche Kratzdistel Der Stängel ist geflügelt und hat Dornen. Die Blattoberseite ist durch feine Stachel rau.
Weg-Distel Der Stängel ist geflügelt und hat Dornen. Die Blätter sind tief eingeschnitten und unterseits fast ganz kahl.
Krause Ringdistel Der Stängel ist geflügelt und hat Dornen. Die Blattunterseite ist weißfilzig behaart.

Biologie: Die Bestäubung erfolgt durch Insekten (v. a. Tagfalter). Blütezeit: Juli - Oktober Lebensraum: Trockene und nährstoffreiche Standorte wie Waldränder und Grünflächen. Verbreitung: Europa, Asien, Nordafrika

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

Die Acker-Kratzdistel braucht trockene und nährstoffreiche Standorte. In der Stadt findet man sie oft an Schuttplätzen und Wegrändern.

Mit der Rodung von Wäldern um Äcker anzulegen, wurden neue günstige Standorte für die Acker-Kratzdistel geschaffen. Bei Bauern ist die Pflanze wenig beliebt und wird meist beseitigt.

Wissenswertes

  • Giftigkeit oder Verwendung: Die Wurzeln und junge Triebe wurden zu Suppen verarbeitet. Aus den getrockneten Wurzeln kann Mehl gewonnen werden.
  • Kulturgeschichte: In christlichen Bildern sind Christus oder Märtyrer oft mit Disteln dargestellt.
  • Die Disteln locken mit ihrem süßen Duft viele Tagfalter an und sind eine wichtige Nahrungsquelle.
  • Die Distel soll böse Geister abwehren.
  • Sie blüht von Juli bis Oktober.
  • Sie wird mehrere Jahre alt. Sie blüht und fruchtet im Allgemeinen jährlich (ausdauernde Pflanze).
  • Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem Tagfalter.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Lippert, Wolfgang und Podlech, Dietrich (1993): GU Naturführer Blumen, München: Gräfe und Unzer.
  • Seite „Acker-Kratzdistel“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 18. Juni 2016, 10:10 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Acker-Kratzdistel&odid=155408849 (Abgerufen: 20. Juli 2016, 14:19 UTC)
  • Scherf, Gertrud (2006): Wildpflanzen neu entdecken, München: BLV Buchverlag
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Schönfelder, Ingrid und Schönfelder, Peter (2010): Der Kosmos-Heilpflanzenführer, Stuttgart: Franckh-Kosmos Verlag.
  • Weymar, Herbert (1988): Lernt Pflanzen kennen, 5. Aufl., Leipzig Radebeul: Verlag Neumann.