Arenaria serpyllifolia – Quendel-Sandkraut (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Arenaria serpyllifolia L., das Quendel-Sandkraut, auch Thymianblättriges Sandkraut gehört zur Familie der Caryophyllaceae (Nelkengewächse). Der englische Name ist Thyme-leaved Sandwort. EPPO-Code ARISE.

Das Quendel-Sandkraut ist in fast ganz Europa und im westlichen Asien verbreitet, im Osten Deutschland allerdings weniger. Nach Nordamerika wurde es verschleppt und wächst dort nur im äußersten Norden nicht. Auch in Australien und Neuseeland wächst es jetzt. Im Norden kommt es bis zum 63sten Breitengrad vor, hier eine Karte von Finnland, kaum darüber hinaus. Man sieht es häufig auf Ödland, in sonnigen Feldrainen, in Gärten, Weinbergen und auf Äckern. Es liebt trockene und sandige, durchaus auch nährstoffreiche Böden.

Das Quendel-Sandkraut ist ein- bis zweijährig. Die Wuchshöhe ist selten höher als 20 cm, maximal 30 cm. Die Stängel sind stark verzweigt und steif. Sie können behaart sein, wodurch ein graugrüner Farbeindruck entsteht. Bevor die Stängel in der Länge wachsen, sind sie dicht belaubt. Die Pflanze sieht dann Thymian ähnlich. Die Laubblätter sind meistens länger als breit und vorne zugespitzt.

Die fünfzähligen Blüten stehen immer zu mehreren zusammen. Die fünf grünen Kelchblätter sind bis zu 4 mm lang, die Kronblätter etwas kürzer. Blütezeit ist März, je nach Temperatur, bis zum ersten Frost. Die Kapselfrucht hat sechs kurze Zähne.

Verfasser: Wohlert Wohlers. August 2020.

Fotos vom Pollen des Quendel-Sandkrauts siehe bei PalDat, einer palynologischen Datenbank.

Eine detaillierte Beschreibung mit schönen Fotos gibt es beim finnischen NatureGate.