Arnoseris minima – Lämmersalat (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: Arno Littmann, JKI)

Arnoseris minima, der Lämmersalat, auch Kleiner Lämmersalat gehört zur Familie der Asteraceae oder Compositae (Korbblütler). Der englische Name ist Lamb’s Succory. EPPO-Code ARZMI.

Der Lämmersalat wird auf den roten Listen als stark gefährdet geführt. Sein Bestand hat sich in den letzten hundert Jahren wesentlich verringert. In Deutschland war er vor allem im Norden häufig. Heute zerstreut in Nord- und Ostdeutschland und Nordbayern. Heimisch ist er in ganz Europasowie in Marokko. Er wurde verschleppt nach Nordamerika, kommt dort aber nur in den US-Staaten des äußersten Nordostens vor und in Nova Scotia sowie New Brunswick. In Skandinavien wächst er nur noch in Südschweden. Er gedeiht nur auf bodensauren Sandäckern und Gesteinsböden, auch in trockenen Kiefernwäldern, und ist angepasst an extrem nährstoffarme Böden.

Die bis zu 25 cm hohe Pflanze ist einjährig und hat eine Blattrosette mit zwanzig oder dreißig Blättern, die länglich und gezähnt sind. Die Blütenstängel haben mehrere Seitenäste und tragen keine Blätter. Die Stängel sind unterhalb des Blütenkopfes etwas verdickt. Daran ist er gut zu erkennen. Der Blütenkorb besteht aus vielen gelben Zungenblüten. Blütezeit ist von Juni bis September.

Verfasser: Wohlert Wohlers. August 2020.

Fotos vom Pollen des Lämmersalats siehe bei PalDat, einer palynologischen Datenbank.