Asperula arvensis – Acker-Meier (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
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(Bild: W. Wohlers, JKI)

Asperula arvensis L., der Acker-Meister, auch Acker-Meier genannt, gehört zur Familie der Rubiaceae (Rötegewächse). Der englische Name ist Blue Woodruff. EPPO-Code ASEAR.

Der Acker-Meister gilt in Deutschland als verschollen oder bereits ausgestorben. Er kam verstreut auf Äckern und in Weingärten vor, aber auch nur in wenigen Gegenden, im Norden gar nicht. Von Ausgrabungen ist bekannt, dass er schon in vorgeschichtlicher Zeit bei uns wuchs. Im Mittelmeerraum ist er noch zu finden. Nach Nordamerika wurde er verschleppt, kommt dort aber nur an wenigen Stellen vor, ebenso wie in Australien. Er ist ein Verwandter des Waldmeisters (Galium oderatum, früher Asperula oderata L.).

Unter guten Wachstumsbedingungen, nämlich kalkreichen Lehm- und Tonböden, nicht zu feucht, kann der Acker-Meister bis zu 50 cm hoch werden. Er ist einjährig. Seine Blätter sind lineal, an den Mittelnerven und am Rand behaart, und gruppieren sich zu 6 bis 9 quirlig um den Stängel. Es sind jeweils zwei Blätter mit gleich aussehenden Nebenblättern. Die hellblauen Blüten sitzen in einer kopfförmiger Trugdolde, die von zahlreichen lanzettförmigen Hüllblättern überragt wird.

Verfasser: Wohlert Wohlers. August 2020.