(Apidae)
Umgangssprachlicher Name: Helle Erdhummel Namensherkunft/Etymologie: Der Name „Bombus“ leitet sich ab von < lat.: der dumpfe Ton und „lúcis“ von < lat.: Licht.
Eine häufige Art, mit mittlerer Körpergröße, kurzem Rüssel, die früh im Jahr auftritt und unter der Erdoberfläche nistet (manchmal auch über der Erdoberfläche unter Objekten oder in Höhlen). Kolonien dieser Art sind normalerweise kleiner als die von B. terrestris.
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Beschreibung: Im Gegensatz zu B. terrestris haben B. lucorum 1.) keine braunen Haare am vorderen Rand ihres weißen Hinterteils, 2.) zudem normalerweise mehr zitronen-gelbe Streifen und 3.) zeigen sich bei B. terrestris Granulastrukturen am Kopfscheitel am Vorderrand der Ocellen (Løken 1973, S. 54). Anders als B. soroeensis haben die B. lucorum-Königinnen und Arbeiterinnen 1.) ein schwarzes erstes Segment am Hinterleib, 2.) ein zweites gelbes Segment in der Mitte und 3.) ein stark gebogenes Rumpfende. Bei den Männchen sind 1.) die Fühler kurz und 2.) verbreitert sich der Hinterleib mit einer ausgeprägten Leiste (Prys-Jones & Corbet 1987, 1991).
Ähnliche Arten: Dunkle Erdhummel – Bombus terrestris (Linnaeus 1758) • Distelhummel – Bombus soroeensis (Fabricius 1777) • Große Erdhummel – Bombus magnus Vogt 1911 • Kryptarum-Erdhummel – Bombus cryptarum (Fabricius, 1775)
B. lucorum (1):
Königin/Arbeiterin (häufig)
B. lucorum (1):
Königin/Arbeiterin (Hochlandform im N+W Großbritanniens)
B. lucorum (1):
Männchen (häufig)
B. lucorum (1):
Männchen (Hochlandform im N+W Großbritanniens)
B. lucorum (2):
Männchen (häufig)
B. lucorum (3):
Männchen (häufig)
Biologie: Von dieser Art wurde kürzlich berichtet, dass sie bereits im Februar fliegt (
Benton 2000). In ihrer Neststruktur beschreibt sie
Sladen (1912) als ‚Pollenlagerer‘. Einige Populationen haben größere, hellere Weibchen. Sie sind auch als
B. magnus bekannt und schwierig von
Bombus lucorum zu unterscheiden. Eine andere Art, mit einem dünnen schwarzen S-förmigen Querstreifen an der Seite der gelben Brust der Weibchen (gleich hinter den Flügeln), wurde unter dem Namen
B. cryptarum beschrieben. Arbeiterinnen, Männchen und sogar Königinnen dieser Art können zuverlässig nur durch ihre DNA Sequenzen unterschieden werden.
Vorkommen
Habitat: Gärten, Ackerland, Waldlichtungen und -ränder, Grasland, Heide, Hochland, Marschen und Moore. Auch in Siedlungsbereichen, Offenlandart (
Gellermann & Schreiber 2007)
Geographische Verbreitung: Einheimisch in Europa, Asien einschließlich dem Himalaya, Alaska und Kanada fast bis zur Hudson Bay.
Karte gleicher Flächen:
Arten von Paul Williams bestimmt,
Literaturdaten,
erwartet

Weiterführende Links
Literatur
Benton, T. 2000: The bumblebees of Essex. Ipswich, S. VIII+180.
Gellermann, M. & Schreiber, M. 2007: Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen in staatlichen Planungs- und Zulassungsverfahren. Leitfaden für die Praxis. In: Carlsen, C. (Hrsg.): Schriftenreihe Natur und Recht. Bd. 7, Springer Verlag.
Hentschel, E. J. & Wagner, G. H. 1996: Zoologisches Wörterbuch. 6. Auflage. Gustav Fischer Verlag, Jena.
Prys-Jones, O. E. & Corbet, S. A. 1987: Bumblebees. Cambridge, S. 86.
Prys-Jones, O. E. & Corbet, S. A. 1991: Bumblebees. 2. Auflage. Slough, S. 92.
Sauermost,
R. (Hrsg.)
1994:
Lexikon der Biologie. Bd. 1-9, Spektrum Akademischer Verlag,
ISBN 3-86025-156-2.
Sladen,
F.
W.
L.
1912:
The humble-bee, its life history and how to domesticate it, with descriptions of all the British species of Bombus and Psithyrus. London (
http://www.archive.org, abgerufen am 16. November 2010).
Williams,
P.
:
Bombus. Bumblebees of the world. (
Kein Datum. Nur das des NHM –
http://www.nhm.ac.uk).