Der Bauer und sein Kind (Julius Sturm)

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Auf der ewigen Suche nach dem Glück (Anonymer Autor)
Der Mohn (Ludwig Uhland)

Der Bauer steht vor seinem Feld
Und zieht die Stirne kraus in Falten:
„Ich hab den Acker wohl bestellt
auf gute Aussaat streng gehalten,
nun sieh mir eins das Unkraut an,
das hat der Böse Feind getan!“

Da kommt sein Knabe hochbeglückt
mit bunten Blumen reich beladen,
im Felde hat der sie gepflückt,
Kornblumen sind es, Mohn und Raden.
Er jauchzt: „Sieh Vater, nur die Pracht,
die hat der Liebe Gott gemacht“!

Julius Sturm
(*21.7.1816, † 2.5.1896)


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