Die Gattung Beta (Rolf Wißkirchen)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Rolf Wißkirchen beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Teil von: Wißkirchen, Rolf 2014. Chenopodiaceae – Bestimmungsschlüssel der in Deutschland wachsenden Gänsefußgewächse. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​web/​Chenopodiaceae_​–_​Bestimmungsschlüssel_​der_​in_​Deutschland_​wachsenden_​Gänsefußgewächse_​(Rolf_​Wißkirchen)

Beta L. (Rübe) ist eine kleine Gattung mit 11-12 ein- bis mehrjährigen krautigen Arten. Sie besitzen zwei Diversitätszentren. Das größere davon reicht vom östlichen Mittelmeerraum bis in die zentralasiatischen Steppen und Wüsten. Im Westen strahlt es bis zum atlantischen Ozean aus. Hierzu gehört auch die heimische Art Beta vulgaris. Ein zweites kleineres umfasst die Iberischen Halbinsel, Marokko und die Kanarischen und Kapverdischen Inseln sowie Madeira. Die Beta-Arten sind Rosettenpflanzen mit holziger bis rübenförmig verdickter Pfahlwurzel. Ihre grundständigen, am Rand oft welligen Blätter sind rundlich und langgestielt, die stängelständigen kleiner, länglich und kürzer gestielt. Die oft bunt gefärbten Blüten sitzen einzeln bis zu wenigen in achselständigen Knäueln an ährenartigen bis rispigen Blütenständen. Die 5-teilige Blütenhülle ist krugförmig und am Grunde mit dem Fruchtknoten verbunden. Sie erhärtet bei der Fruchtreife ledrig. Mitunter verwachsen mehrere Blüten zu einer Verbreitungseinheit (Diaspore). 5 vor den Tepalen stehende Staubblätter sind vorhanden. Der Fruchtknoten ist halbunterständig und weist 2-3 Narben auf.

Unsere heimische Rübe Beta vulgaris hat einen aufrechten, rillig-kantigen Stängel, länglich-eiförmige, krauswellige Blätter mit weißem Rand. Die Blütenhülle ist im Gegensatz zu vielen Beta-Arten unauffällig hellgrün. Ihre Zipfel sind zur Blütezeit zunächst ausgebreitet, später hüllen sie den Fruchtknoten kugelig ein. Die Frucht öffnet sich mit einem Deckel. Der darin befindliche rotbraune linsenförmige Same ist waagerecht angeordnet und misst 1,5-3 mm im Durchmesser. Die Unterart maritima ist die sehr weit verbreitete, an salzige Standorte gebundene Wildform. In Deutschland wächst sie selten auf Spülsäumen der Nord- und Ostsee-Küste. Die Unterart vulgaris ist die Kulturform, von der es zahllose Varietäten mit unterschiedlichen Nutzungseigenschaften (Zuckerrübe, Futterrübe, Rote Beete, Mangold) gibt, die eine große wirtschaftliche Bedeutung haben. – Im Gebiet 1 Art mit 2 Unterarten

Aellen 1979Jäger 2011

Literatur

Aellen, P. : Chenopodiaceae. In: Hegi, G. (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Bd. 3, Nr. 2, Paul Parey, S. 533-747.
Jäger, E. J. (Hrsg.) 2011: Rothmaler, W. (Begr.), Exkursionsflora von Deutschland. ─ Gefäßpflanzen: Grundband. 20. Auflage. Bd. 2, Spektrum Akademischer Verlag.

Beta vulgaris L.

Rübe

Schlüssel für die Unterarten Beta vulgaris L. (Rübe)
By: Rolf Wißkirchen
Geographic Scope: Deutschland — Collaboration limited to: Rolf Wißkirchen
1
Pflanze kleinblättrig (Grundblätter bis 10 cm lang), Stängel niederliegend bis aufrecht, ohne Rübe, nur Küstenstandorte 
 Wilde Rübe  –  Beta vulgaris subsp. maritima
1*
Pflanze großblättrig (Grundblätter 20-30 cm lang), Stängel stets aufrecht, mit stark verdickter Rübe oder verdickter Wurzel, nur Kulturpflanze 
 Kultur-Rübe  –  Beta vulgaris subsp. vulgaris

Beta vulgaris subsp. maritima (L.) Arcang.

Synonyme:

  • Beta maritima L.
  • Beta vulgaris subsp. perennis (L.) Aellen

Wilde Rübe

Beta vulgaris subsp. vulgaris

Kultur-Rübe, Zuckerrübe, Futterrübe, Rote Beete, Mangold