Die Gattung Blitum (Rolf Wißkirchen)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Rolf Wißkirchen beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Teil von: Wißkirchen, Rolf 2014. Chenopodiaceae – Bestimmungsschlüssel der in Deutschland wachsenden Gänsefußgewächse. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​web/​Chenopodiaceae_​–_​Bestimmungsschlüssel_​der_​in_​Deutschland_​wachsenden_​Gänsefußgewächse_​(Rolf_​Wißkirchen)

Blitum L. (Spinatgänsefuß) ist eine mit dem Spinat (Spinacia) eng verwandte Gattung. Sie umfasst ca. 13 Arten, welche hauptsächlich auf der Nordhalbkugel (1 Art in Australien) beheimatet sind. Die Blitum-Arten sind im Gegensatz zu Dysphania nicht aromatisch. Neben ihrer Essbarkeit (Inhaltsstoffe) weichen sie von Chenopodium und Dyphania auch durch einen anderen Sprossaufbau ab. Es sind ausdauernde oder einjährige Rosettenpflanzen mit am Grunde lang gestielten Blättern von dreieckiger bis spießförmiger Spreitenform. In der Regel sind die Pflanzen mehrstängelig (Chenopodium, Dysphania: einstängelig). Die Stängel selbst sind unverzweigt oder basal verzweigt. Dort wo Haare ausgebildet sind, sind es ± gestielte Blasenhaare. Ein sehr wichtiges Merkmal der Gattung Blitum ist es, dass alle Blüten von ihren Abstammungsachsen aufrecht abstehen. Dementsprechend stehen auch die Früchte bei der Reife aufrecht. Bei den (1)3–5-zähligen Blüten sind die Tepalen ungekielt (bei Chenopodium meist gekielt). Aus ihrer früher verbreiteten Nutzung als Wildgemüse (Dorfspinat, Erdbeerspinat) läßt sich der deutsche Gattungsname Spinatgänsefuß ableiten – Im Gebiet 3 Arten

Fuentes-Bazan et al. 2012

Literatur

Fuentes-Bazan, S., Uotila, P. & Borsch, T. 2012: A novel phylogeny-based generic classification for Chenopodium sensu lato, and a tribal rearrangement of Chenopodioideae (Chenopodiaceae). In: Willdenowia. Bd. 42, Nr. 1, S. 5-24, doi:10.3372/wi42.42101.


Schlüssel

Blitum (Spinatgänsefuß; Chenopodiaceae)
By: Rolf Wißkirchen
Geographic Scope: Deutschland — Collaboration limited to: Rolf Wißkirchen
1
Blütenhülle bei der Samenreife trockenhäutig, Pflanze ausdauernd, Pflanze mehrstängelig, Stängel aufsteigend bis aufrecht, Blätter dreieckig-spießförmig mit nach hinten oder seitlich abstehenden Spießecken, Narbenäste 1–2 mm lang 
 Guter Heinrich, Dorf-Gänsefuß  –  Blitum bonus-henricus
1*
Blütenhülle bei der Samenreife fruchtfleischartig saftig, ± miteinander verschmelzend, leuchtend rot (später im Jahr eintrocknend und zuletzt braun bis schwarz werdend), Pflanze einjährig   ► 2
2
Fruchtstand im Ganzen durchblättert, mit stets deutlich getrennt stehenden (meist) kleineren Knäueln (0,4–0,8 cm Ø), Blätter dreieckig, am Rand stark, lang und spitz gezähnt, auch die Hochblätter gezähnt, Samen an der Schmalseite gerundet, nur mit einer Rille 
 Durchblätterter Erdbeerspinat  –  Blitum virgatum
2*
Fruchtstand blattlos (außer im untersten Abschnitt), mit teilweise sehr gedrängt stehenden großen Knäueln (0,6–1,5 cm Ø), Blätter spießförmig-dreieckig, am Rand etwas gezähnt, Samen an der Schmalseite gekielt 
 Kopfiger Erbeerspinat  –  Blitum capitatum


Blitum bonus-henricus (L.) Rchb.

Synonym:

  • Chenopodium bonus-henricus L.

Guter-Heinrich, Dorf-Gänsefuß


Blitum capitatum L.

Synonym:

  • Chenopodium capitatum (L.) Ambrosi

Kopfiger Erdbeerspinat



Blitum virgatum L.

Synonyme:

  • Chenopodium foliosum Asch.
  • Chenopodium virgatum (L.) Ambrosi

Durchblätterter Erdbeerspinat