Die Gattung Corispermum (Rolf Wißkirchen)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Rolf Wißkirchen beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Teil von: Wißkirchen, Rolf 2014. Chenopodiaceae – Bestimmungsschlüssel der in Deutschland wachsenden Gänsefußgewächse. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​web/​Chenopodiaceae_​–_​Bestimmungsschlüssel_​der_​in_​Deutschland_​wachsenden_​Gänsefußgewächse_​(Rolf_​Wißkirchen)

Corispermum L. (Wanzensame) ist eine Gattung einjähriger Pflanzen, die trockene Standorte, bevorzugt Sand, besiedeln. Sie umfasst etwa 65 Arten, die in den außertropischen Regionen von Eurasien und Nordamerika vor allem in Steppen und Wüsten verbreitet sind. Zusammen mit den asiatischen Gattungen Agriophyllum und Anthoclamys bildet sie innerhalb der Chenopodiaceae eine eigene deutlich abgesetzte Unterfamilie Corispermoideae (Kadereit et al. 2003). Zu den spezifischen Merkmalen der Gattung Corispermum gehören sternartig verzweigte Haare, ungestielte schmale flache Blätter, aufrechte abgeflachte, elliptische bis rundliche Früchte und eine Fruchtschale, die bei der Samenreife am Rand eine umlaufende flügelartige Membran unterschiedlicher Breite ausbildet. Die Blüten stehen in end- und seitenständigen Ähren in den Achseln von Hochblätter. Die Blütenhülle ist typischerweise stark reduziert. Teilweise fehlt sie auch ganz. Meist besteht sie aus 1–3 kleinen, basal miteinander verwachsenen trockenhäutigen Hüllblättchen, die noch während der Blüte abfallen. Weiter innen folgen 1–3 Staubgefäße und ein zusammengedrückter eiförmiger Fruchtknoten mit 2 Narben. Corispermum gehört mit zu den schwierigsten Gattungen innerhalb der Chenopodiaceae, da sich die Bestimmung der Arten hauptsächlich auf diffizilen Fruchtmerkmale gründet (Aellen 1979, Sukhorukov 2007). Dies führt zu Schwierigkeiten in der exakten Umgrenzung und in der Benennung der Arten – Im Gebiet 2 Arten

Literatur

Aellen, P. : Chenopodiaceae. In: Hegi, G. (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Bd. 3, Nr. 2, Paul Parey, S. 533-747.
Kadereit, G., Borsch, T., Weising, K. & Freitag, H. 2003: Phylogeny of Amaranthaceae and Chenopodiaceae and the evolution of C4 photosynthesis. In: International Journal of Plant Sciences. Bd. 164, Nr. 6, S. 959-986.
Sukhorukov, A. P. 2007: Fruit anatomy and its taxonomic significance in Corispermum (Corispermoideae, Chenopodiaceae). In: Willdenowia. Bd. 37, S. 63-87, doi:10.3372/wi.37.37103.


Schlüssel

Corispermum (Wanzensame; Chenopodiaceae)
By: Rolf Wißkirchen
Geographic Scope: Deutschland — Collaboration limited to: Rolf Wißkirchen
1
Flügel der Frucht breit, etwa 1/3–1/2 so breit wie der Same (der zentrale flügellose Teil), am Rand fein gezähnelt, Frucht im Ganzen rundlich bis schwach oval, meist 4–5 mm lang und 3–4 mm breit, breiter als die Tragblätter, Blütenhülle meist fehlend 
 Grauer Wanzensame, Marschall-Wanzensame  –  Corispermum marschallii
1*
Flügel der Frucht schmal, höchstens 1/4 so breit wie der Same, ganzrandig oder nur spärlich gezähnelt, Frucht im Ganzen oval, meist 3,5–4 mm lang und 2,5–3 mm breit, höchstens so breit wie die Tragblätter, Blütenhülle meist 1-blättrig 
 Schmalflügeliger Wanzensame  –  Corispermum leptopterum

Corispermum leptopterum (Asch.) Iljin

Synonyme:

  • Corispermum hyssopifolium auct.
  • Corispermum intermedium auct.

Schmalflügeliger Wanzensame


Corispermum marschallii Steven

Grauer Wanzensame, Marschall-Wanzensame