Die Gattung Galium (Rolf Wißkirchen)

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Hinweis: Dieser Schlüssel ist mit dem Autornamen gekennzeichnet und die Mitarbeit ist auf Rolf Wißkirchen beschränkt. Auf der Diskussionsseite sind Kritik und Verbesserungsvorschläge willkommen!
Diese Arbeit ist eine Originalarbeit, die erstmalig hier publiziert ist.
Zitiervorschlag: Teil von: Wißkirchen, Rolf 2018. Rubiaceae – Bestimmungsschlüssel der in Deutschland wachsenden Rötegewächse. http:/​/​offene-naturfuehrer.​de/​web/​Rubiaceae_​–_​Bestimmungsschlüssel_​der_​in_​Deutschland_​und_​angrenzenden_​Regionen_​wachsenden_​Rötegewächse_​(Rolf_​Wißkirchen)

Charakterisierung

Galium L. (Labkraut) ist eine große Gattung mit ca. 600-650 Arten, von denen etwa 150 in Europa vorkommen. Im Betrachtungsraum sind alle Galium-Pflanzen krautig, meist ausdauernde Stauden (Hemikryptophyten, Geophyten), selten Einjährige (Therophyten). Sie ähneln in vielen Merkmalen denen der anderen heimischen Rubiaceen-Gattungen (vgl. Kurzcharakteristik der Rubiaceae), d.h. sie sind regelmäßig in Knoten und Internodien gegliedert und haben 4-8(12)-zählige Blattwirtel. Die Blüten sind 4-zählig, nur die Fruchtknoten 2-zählig. Kelchblätter fehlen. Von der ähnlichen Gattung Asperula unterscheidet sich Galium durch deutlich bis lang gestielte Blüten mit kurzen Kronröhren und radförmige, seltener trichter-becherförmige Kronzipfel. Rubia ist ähnlich, hat aber 5-zählige Blüten sowie Beerenfrüchte. Das gleichfalls ähnliche Sherardia verfügt über Kelchblätter. Die Blüten bei Galium sind überwiegend weiß, daneben aber auch weißgrünlich, weißgelblich oder gelb (selten rötlich). Die Blütenstände sind entweder doldentraubig, schirmrispig oder in ± großen Rispen (Thyrsen) angeordnet, oder sie stehen in Form von kurzen Teilblütenständen (Zymen) hauptsächlich oder ausschließlich in den Achseln der Laubblätter. Die meist kleinen (halb)rundlichen trockenen Spaltfrüchte sind entweder glatt, papillös, blasig-warzig, abstehend behaart oder mit Kletthaken versehen. Die Gattung Galium L. (Labkraut, Rubiaceae) ist im Gebiet mit ca. 30 Sippen vertreten. Hauptsächliche Lebensräume sind Wiesen, Magerrasen, Heiden, Säume, Felsen, Sümpfe und Ufer, daneben auch Wälder, alpine Schuttfluren, Ruderalfluren und Äcker.

Taxonomisches Konzept

Verschlüsselt und abgebildet werden hier alle im Rothmaler (Jäger 2011) behandelten Sippen außer Galium suecicum, das laut Kästner & Ehrendorfer (2016) in Deutschland nicht mehr vorkommt, zusätzlich Galium rubioides, dass im Saarland ein beständiges Vorkommen hat. Taxonomisch und nomenklatorisch folgt die Darstellung mit zwei Ausnahmen der neuen monographischen Bearbeitung im Hegi (Kästner & Ehrendorfer 2016). Die Autoren haben die Arten der Gattung Galium langjährig, intensiv und vor allem maßgeblich erforscht. Trotzdem erscheint nicht alles so überzeugend wie es präsentiert wird, insbesondere da, wo mit cytotaxonomischen Argumenten ein theoretischer Überbau geschaffen wird, unter dem die sichtbaren Merkmale in der Praxis eher geringfügig erscheinen (wie z.B. bei Galium noricum, das morphologisch nur sehr schwach gekennzeichnet ist und als autotetraploide geographische Unterart von Galium baldense (diploid) auch ausreichend bewertet wäre – vgl. die Diskussion in der Flora Europaea von Ehrendorfer & Krendl (1976) bei vielen europäischen Galium-Arten mit jeweils verschiedenen Ploidiestufen, die mal gar nicht, mal gleich als verschiedene Arten behandelt werden, sobald sich winzige morphologische Differenzen zeigen. Solche Bewertungssprünge sind m. E. nicht unbedingt überzeugend und beruhen auf der Überbetonung des « biosytematischen » Grundprinzips reproduktiver Isolation. Reproduktive Isolation mag so aufgezeigt werden, ist aber nur die Voraussetzung für die Entstehung neuer Arten, nicht schon deren Realisation! Artentstehung ist – mit Ausnahme allopolyploider Speziation - in den meisten Fällen ein allmählicher Prozess, auch wenn sie durch Autopolyploidie plötzlich angestoßen wird. Vereinfach gesagt: Geschieden ist nicht verschieden ! Ich sehe keinen Vorteil darin, das Muster der Biodiversität in der formalen Klassifikation durch ein Muster von Bioseparität zu ersetzen, zumindest nicht auf hohem Bewertungsniveau ! Sonst geht die Schere zwischen Bewertungsniveau und Informationswert (Summe der Merkmalskorrelationen) immer weiter auseinander.
Galium mollugo-Gruppe: Das zuvor Gesagte trifft für mehrere Komplexe zu und kulminiert in der Galium mollugo-Gruppe, mit deren Gliederung und Charakterisierungen man nicht zufrieden sein kann. Da hier aber keine alternativen Ergebnisse vorliegen oder vorgelegt werden können, ist es besser, die traditionelle Darstellung (Krendl 1968, Michalkova 1993, Fischer et al. 2008, Jäger 2011, Tison & Foucault 2014, Kästner & Ehrendorfer 2016) bis auf weiteres beizubehalten. Als Alternative böte sich die Zusammenfassung der Sippen zu nur einer Art und eine infraspezifische Bewertung an wie z.B. bei Stace (1991) oder Lambinon & Verloove ( 2012), d.h. « album » (diploid, 2n = 22) als ssp. erectum, « mollugo s.str. » (tetraploid, 2n = 44) als ssp. mollugo und « pycnotrichum » (tretraploid, 2n = 44) als ssp. pycnotrichum von Galium mollugo s.l. Doch auch das löst wohl nicht alle Probleme. Hier ist insbesondere auf teilweise unklare Merkmalszusammenhänge hinzuweisen. So werden die Blätter von Galium album ssp. album als schmal und von der Mitte her lang zugespitzt beschrieben. Im Westen von Deutschland (und im angrenzenden Frankreich) sind die Blätter von « album » in der Regel aber breiter und vorne plötzlich zugespitzt, wie es für « mollugo » typisch ist. Die Blütenstände aber sind dicht und die Blütenstiele kurz und postfloral wenig spreizend wie bei « album », so dass es an der grundsätzlichen Identität keinen Zweifel geben kann. Diese westlichen Vertreter leiten mit unterschiedlicher Deutlichkeit zu G. album ssp. pycnotrichum über. Für diese sind die Blätter aber meist zu klein und die Stängel zu dünn. Vielfach wird geglaubt, dass G. album ssp. pycnotrichum nur über die Behaarung zu definieren sei. Doch Fischer et al. (2008) geben ihr – wohl zu Recht – den Deutschen Namen « Dickes Wiesen-Labkraut » – gemeint sind dickere Stängel und längere, breitere, fast parallelrandige Blätter als bei der ssp. album, die stärkere Behaarung nur ein Tendenzmerkmal – und werten sie neuerdings sogar als Art. Letzteres ist allerdings problematisch, denn zwischen typischen sehr kräftigen, stark behaartem « pycnotrichum », wie man es an trockenwarmen Standorten im Mosel- und Mittelrheintal findet und kleinblättrig-dünnstängeligen Pflanzen, die habituell der ssp. album nahestehen, gibt es alle Übergänge. Diese Morphotypen – zwischen album und pycnotrichum stehend – herrschen zumindest im Westen Deutschlands und darüber hinaus vor. Aufgrunddessen kann hier nur ein Teil der Pflanzen den Krendl (1968) postulierten Unterarten zugeordnet werden, der Rest nur zur Art. Dies passt zu den Befunden von Donneaux (1981), die fand, dass in Belgien nur tetraploide Pflanzen wachsen, diese aber unterschiedlich gestaltene Blätter haben, z.T. wie die von G. mollugo, z.T. wie die von typischem G. album aussehen. Die Behaarung bietet m. E. keinen sicheren Halt, da man in manchen Populationen kahle, schwach- und dichtbehaarte Pflanzen direkt nebeneinander finden kann (vgl. auch Lippert 1986). Weiterhin berichten Lippert & Heubl (1989) über tetraploide Galium mollugo s.str.-Pflanzen, was der Charakterisierung durch Krendl widersprechen und das cytotaxonomische Basiskonzept in Frage stellen würde. Auch die Blütengröße hilft nur bedingt weiter. Die Blütengröße der meisten von mir gesehenen Pflanzen lag bei ca. 3 mm Durchmesser, also genau im Überschneidungsbereich von G. mollugo (2-3 mm) und G. album (3-5 mm). Phänotypische Effekte erschweren die Identifizierung. In Schattsituationen werden nach eigenen Beobachtungen die Blütenstände bei G. album lockerer, die Blütenstiele lang und spreizend und nähern sich so dem an, was für G. mollugo typisch ist. Die Blätter bei Galium album sind weiterhin heterophyll, d.h. die Blätter der dünneren Seitensprosse sind viel schmaler und zugespitzter als die der Hauptachse. Nach der 1. Mahd oder nach Trockenheit treiben letztere wieder aus und ergeben insgesamt schwächere, klein- und sehr schmalblättrige Triebe, was zu Fehlinterpretationen führen kann (z.B. G. lucidum in der Baden-Württemberg-Flora – vgl. Hügin 2008), gerade auch bei Herbarpflanzen, bei denen nicht ersichtlich ist, ob Haupt- oder Seitensprosse oder Schattindividuen repräsentiert sind. Aus all dem resultiert, dass sich viele Pflanzen nicht befriedigend zuordnen lassen und der Merkmalszusammenhang insgesamt nicht klar genug ist. Das aber sollte man bei der Kategorie « Art » eigentlich erwarten können. So zeigen denn auch die Merkmalsdiagramme bei Krendl (1967, Abb. 3, 4) keineswegs eine klare Trennung der Sippen. Auch die geographischen Zusammenhänge erscheinen unklar. Hier ist zweifellos noch Klärungs- und Forschungsbedarf gegeben – insbesondere wenn man bedenkt, dass das Wiesen-Labkraut mit zu den häufigsten und verbreitetsten Arten in Deutschland gehört.
Galium palustre-Gruppe: Abgewichen von der Hegi-Bearbeitung wird hier beim Sumpf-Labkraut. Die beiden bekannten Sippen « palustre s.str. » (diploid, 2n = 22) und « elongatum » (oktoploid, 2n = 88) werden als Unterarten von Galium palustre s.l. behandelt. In diesem Komplex lassen sich viele Pflanzen nicht klar zuzuordnen, insbesondere was Herbarflanzen betrifft. Insbesondere tetraploide Pflanzen (2n = 44) erweisen sich als problematisch (Kliphuis et al. 1986). Sie sind intermediär und verwischen die Grenzen zwischen palustre und elongatum. Als mögliche alternative Bewertung wird von Kästner & Ehrendorfer (2016) diskutiert, alle drei Cytotypen eventl. als Unterarten zu fassen (subsp. palustre, subsp. elongatum, subsp. tetraploideum). Das aber ist ohne ausreichende morphologische Charakterisierung ein rein theoretischer Ansatz, ähnlich wie schon die von Teppner et al. (1976) geäußerte Meinung, dass diploide + tetraploide Pflanzen zusammen zu Galium palustre s.str. gehören (bei Kästner & Ehrendorfer 2016 beibehalten), während nur oktoploide Pflanzen das echte Galium elongatum repräsentieren. Kliphuis et al. 1986 kamen bei ihren Untersuchungen zu einem anderen Ergebnis: Zwar sehen auch sie nur zwei deutlich verschiedene Sippen, allerdings diploide Pflanzen auf der einen und tretraploide + oktoploide Pflanzen auf der anderen Seite. Letztere stehen sich auch ökologisch näher. Eine klare Merkmalskluft (Hiatus) ist gemäß ihren Untersuchungen nicht gegeben, nur deutliche Polaritäten (« The tendency for ecological and geographical differentiation combined with differences in morphology … make it possible to distinguish to a certain degree diploids and octoploids occuring in nature outside the area of the tetraploid. Within the area of the latter this is almost impossible. Unless one knows the chromosome number it is not always possible to identify the cytotype correctly « ). Es wird in diesem Zusammenhang auch diskutiert, ob vielleicht Galium debile als Hybridisierungspartner von diploidem Galium palustre an der Entstehung tetraploider Pflanzen beteiligt ist, ob es sich bei den tetraploiden Pflanzen also um eine allopolyploide Sippe handelt. Solche werden meist als eigene hybridogene Arten bewertet. Loos (2010) greift dies auf und bildet die Kombination Galium tetraploideum (Clapham) Loos. Ohne Nachweis allopolyploider Sippenentstehung bleibt dies aber Spekulation. Im Gegensatz dazu halten Kästner & Ehrendorfer zumindest für den mitteleuropäischen Raum eher Autopolyploidie für wahrscheinlich. Vielleicht liegen sogar unterschiedliche tetraploide Pflanzen vor. Die Probleme sind letztlich ungelöst, theoretisch wie bestimmungspraktisch. Lang & Wolf (1993) haben sich mit der Unterscheidung zwischen G. palustre und G. elongatum ebenfalls befasst. Sie verweisen auf Donneaux (1981) und geben als Trennmerkmal die unterschiedliche Länge von Schließöffnungszellen an. Grundlage dafür sind Daten aus der Pfalz, allerdings ohne Ploidiestufenreferenz. Die zytologisch referenzierte Untersuchung von Donneaux 1981) ergab jedoch bei solchen Messungen ein Kontinuum ohne Merkmalssprung. Außerdem würde die Bestimmung nach dieser Methode eine aufwendige mikroskopische Untersuchung (+ Mikroskop + Messvorrichtung) erfordern. Das halte ich für wenig praxistauglich. In einem für die Allgemeinheit bestimmten Bestimmungschlüssel bringt es nichts, mit (semi)kryptischen Merkmalen wie Chromosomenzahlen und Schließzellenlängen zu operieren.
Galium verum-Gruppe: Kästner und Ehrendorfer (2016) votieren bei Galium verum für Unterarten. Ihrer Meinung nach ist die Unterscheidung der beiden Sippen im südlichen Teil des Areals schwierig, da Galium verum dort diploid ist und sich dem stets diploiden G. wirtgenii morphologisch stark annähert, während sich im nördlichen Teils des Areals mit tetraploiden G. verum dieses gut von G. wirtgenii unterscheiden läßt. Sie schreiben: « Ihre Bewertung als Unterarten oder Arten ist also umstritten und sollte durch genauere Untersuchungen geklärt werden. » Unter praktischen Gesichtspunkten erscheint es mir zu früh, zu einer anderen Bewertung überzugehen als das Gros der Florenwerke. Die allermeisten Herbarbelege lassen sich nämlich – im Gegensatz zu den Verhältnissen in der Galium palustre-Gruppe – recht gut zuordnen, selbst wenn wichtige Merkmale wie Blütenfarbe und Geruch naturgemäß fehlen. Phänologisch (wirtgenii : Mai-Juni (+ Nachblüher im Spätsommer), verum : Juni-Juli (ohne Nachblüher) – Differenz 3-4 Wochen) wie ökologisch (wirtgenii : magere planar-colline Frischwiesen, verum : eher trockene planar-montane Magerrasen u. Magerwiesen) erscheinen die beiden Sippen recht gut getrennt. Ob die Trennung auf Artebene gerechtfertigt ist oder nicht, ist ungeklärt und somit im Moment Ansichtssache. Das kann nur im Rahmen einer umfangreichen, intensiven Untersuchung (incl. Geländearbeit und Kulturversuche) geklärt werden. Dabei ist auch zu überprüfen, ob Probleme nicht vielleicht auf der Verwendung unzureichend verlässlicher Merkmale beruhen. Der Galium verum-Komplex ist auch sonst noch nicht geklärt und deutlich variabler als bislang gedacht (vgl. Kliphuis 1984). Hochwüchsige Morphotypen von Galium verum mit steif aufrechten Stängeln (letzteres sonst typisch für Galium wirtgenii) treten neuerdings in Grünlandbeständen vermehrt auf – hauptsächlich aus Ansaat von vermutlich südosteuropäischer Herkunft.

Literatur

Albers, F. (1998) Chromosomenzahlen der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands. In: Wisskirchen, R. & Haeupler, H., Standardliste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands: S. 562-616. Herausgegeben vom Bundesamt für Naturschutz, Ulmer-Verlag, Stuttgart

Buttler & Lippert (1976): Hinweise zur Kartierung kritischer Sippen in Bayern.– Mitt. AG zur flor. Kart. Bayerns 6: 21-22

Donneaux, A. (1981): Contribution à l’étude cytotaxonomique du genre Galium L. s.l. (Rubiaceae) en Belgique et dans les regions voisines.- Lejeunia 103: 1-74

Ehrendorfer, F. & Krendl, F. (1976): Galium. In: Tutin, T.G., Heywood, V.H., Burges, N.A., Moore, D.M., Valentine, D.H., Walters, S.M. & Webb, D.A.: Flora Europaea, Vol. 4. Plantaginaceae to Compositae (and Rubiaceae): 14-36.– Cambridge University Press, Cambridge, London, New York, Melborne

Fischer, M.A., Oswald, K. & Adler, W. (2008): Exkursionsflora für Österreich, Lichtenstein und Südtirol, 3. Aufl.– Land Oberösterreich, Biologiezentrum der Oberösterr. Landesmuseen, Linz, 1392 S.

Haeupler, H. & Muer, T. (2007): Bildatlas der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands, 2. Aufl.– Ulmer, Stuttgart, 789 S.

Hügin, G. (2008): Galium lucidum – kein sicherer Nachweis in Deutschland.- Kochia 3: 33-35
Jäger, E.J. (2011): Rothmaler (Begr.), Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Grundband, 20. Aufl.– Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg, 930 S.

Kästner, A. & Ehrendorfer, F. (2016): Rubiaceae, in Hegi, G. (Begr.): Illustrierte Flora von Mittel-Europa, Bd. VI, 2B: 1-348. 2. Auflage, Weissdorn-Verlag, Jena

Kliphuis, E. (1984): Cytotaxonomic studies on Galium verum L.- Botanica Helvetica 94: 269-278

Kliphuis, E., Heringa, J. & Hogeweg, P. (1986): Cytotaxonomic studies on Galium palustre L. Morphological Differentiation of Diploids, Tetraploids and Octoploids.- Acta Bot. Neerlandica 35: 383-392

Krendl, F. (1968): Cytotaxonomie der Galium mollugo-Gruppe in Mitteleuropa.- Österr. Bot. Zeitschr. 114: 508-549

Lambinon (2012): Nouvelle Flore de la Belgique, du Grand-Duché de Luxembourg, du Nord de la France et des Régions voisines, 6. ed., Jardin botanique national de Belgique, Meise.

Lippert (1986): Beiträge zu kritischen oder wenig beachteten Arten und Artengruppen der bayerischen Flora.- Ber. Bayer. Bot. Ges. 57: 113-120

Loos, G.H. (2010): Taxonomische Neukombinationen zur Flora Mittel- und Osteuropas, insbesondere Nordrhein-Westfalens.- Veröff. Bochumer Bot. Ver. 2: 1-20

Mersereau, D. & DiTommaso, A. (2003): The biology of Canadian weeds. 121. Galium mollugo L.– Can. J. Plant Sci- 83: 453-466

Michalkova, E. (1993): Galium mollugo agg. (Rubiaceae) in Slovakia.– Preslia 65: 201-217
Natali, A. & Jeanmonod, D.: Sur la presence du Galium mollugo L. s.str. en Corse.– Candollea 47: 311-318

Stace, C.A. (1991): New Flora of the British Isles.– Cambridge University Press, 1226 S.
Teppner, H., Ehrendorfer, F. & Puff, C. (1976): Karyosystematic notes on the Galium palustre-group (Rubiaceae).– Taxon 25: 95-97

Tison, J-M. & Foucault, B. de (2014) : Flora Gallica. Flore de France. Biotope Editions, Mèze

Wörz, A. (1996): Rubiaceae. In: Sebald, O., Seybold, S. Philippi, G. & Wörz, A., Die Farn- und Blütenpflanzen Baden-Württembergs 5: 449-484.– Ulmer, Stuttgart

Bestimmungschlüssel

Galium (Labkraut)
Von: Rolf Wißkirchen
Geographischer Geltungsbereich: Deutschland — Mitarbeit begrenzt auf: Rolf Wißkirchen
1
Blätter 3-nervig (1 Blattmittelnerv + 2 parallele Seitennerven). Blattwirtel 4-zählig   ► 2
1*
Blätter 1-nervig (nur 1 Blattmittelnerv). Blattwirtel meist 6-8-zählig   ► 4
2
Blätter breit-oval bis fast rund, zart. Blüten zu wenigen in lockeren endständigen Schirmrispen. Früchte mit abstehenden Kletthaaren. Stängel aufsteigend, dünn 
 Rundblättriges Labkraut  –  Galium rotundifolium
2*
Blätter lanzettlich bis linealisch-lanzettlich, derb. Blüten zu vielen in dichten halb endständigen Thyrsen. Früchte kahl oder mit kurzen gebogenen Haaren. Stängel steif aufrecht, kräftig   ► 3
3
Pflanze 30-50 cm hoch. Stängel 1,5-2 mm dick. Blätter schmal lanzettlich, 1,5-3 cm lang und 0,3-0,6 cm breit, unterseits zwischen den 3 Hauptnerven mit undeutlichen Adernetz. Blüten 3-5 mm im Durchmesser. Früchte glatt, kahl oder (meist) mit gebogenen Haaren 
 Nordisches Labkraut  –  Galium boreale
3*
Pflanze 50-120 cm hoch. Stängel bis 4 mm dick. Blätter breit lanzettlich, 4-8 cm lang und 1,2-2,5 cm breit, unterseits zwischen den 3 Hauptnerven mit deutlichem Adernetz. Blüten 4-8 mm im Durchmesser. Früchte blasig-faltig gerippt, fast immer kahl 
 Krapp-Labkraut  –  Galium rubioides
4
Kronröhre etwa so lang wie der freie Abschnitt. Blütenkrone trichterich oder glockig   ► 5
4*
Kronröhre viel kürzer als der freie Abschnitt. Blütenkrone radförmig ausgebreitet oder höchstens flach-schüsselförmig gewölbt   ► 6
5
Blätter länglich oval bis lanzettlich, flach, grün (anfangs hell-, später dunkelgrün). Blüten trichterförmig, in kurzen lockeren Scheindolden. Schattenpflanze in Wäldern Galium odoratum – Waldmeister 
 Waldmeister  –  Galium odoratum
5*
Blätter schmal linealisch, an den Rändern umgerollt, blaugrün. Blüten glockig, in dichten länglichen Schirmrispen. Lichtpflanze in Felsfluren und Trockenrasen 
 Blaugrünes Labkraut  –  Galium glaucum
6
Stängel durch nach unten gebogene feine Stacheln auf den leistenförmigen Stängelkanten ± rau (oft auch die Blätter feinstachelig rau), meist an anderen Pflanzen hochkletternd   ► 7
6*
Stängel kahl oder behaart, aber ohne nach unten gebogene Stacheln, an anderen Pflanzen nicht oder höchstens spreizklimmend hochkletternd   ► 13
7
Blüten blattachsel- und endständig in lang gestielten traubig-rispigen Blütenständen, ihre Krone breiter als die reife Frucht. Sumpf- und Uferpflanzen   ► 8
7*
Blüten nur blattachselständig in kurzen wenigblütigen Zymen, ihre Krone schmaler oder höchstens so breit wie die reifen Früchte. Acker-, Ruderal- und Waldsaumpflanzen   ► 9
8
Blätter in eine deutliche feine Spitze ausgezogen. Staubbeutel gelb. Pflanze getrocknet grünlich bleibend. Früchte feinwarzig 
 Moor-Labkraut  –  Galium uliginosum
8*
Blätter am Ende abgerundet oder nur ganz kurz spitz. Staubbeutel rot. Pflanze getrocknet schwarz werdend. Früchte fast glatt 
 Sumpf-Labkraut  –  Galium palustre s.l.
a
Pflanze in allen Teilen zart (ähnlich G. uliginosum –- Verwechslungsgefahr!). Stängel dünn, schlaff, nicht weißkantig, 10-50 cm lang. Blätter 5-15 (20) mm lang, 1-3 (5) mm breit. Blütenstand zylindrisch, dicht. Blütenstiele meist kürzer als 4 mm. Blütenkron-Durchmesser 1,5-3 (3,5) mm. Früchte 1,2-1,6 mm hoch 
 Gewöhnliches Sumpf-Labkraut  –  Galium palustre subsp. palustre
a
Pflanze in allen Teilen stärker entwickelt (vergleichbar mit G. mollugo s.l.). Stängel mehr aufrecht, kräftig, oft weißkantig, 30-100 cm lang. Blätter (16) 20-35 mm lang, 3-6 mm breit. Blütenstand kegelförmig, locker. Blütenstiele länger als 4 mm. Blütenkron-Durchmesser 2,5-5,5 mm. Früchte 1,5-2,5 mm hoch 
 Hohes Sumpf-Labkraut  –  Galium palustre subsp. elongatum
9
Fruchtstiele bei der Reife deutlich bogig herabgekrümmt. Blütenstände kürzer als die zugehörigen Blätter. Früchte dicht mit spitzen Papillen besetzt 
 Dreihörniges Labkraut  –  Galium tricornutum
9*
Fruchtstiele stets gerade bleibend, höchstens im Ganzen nach unten abgewinkelt. Blütenstände länger als die zugehörigen Blätter. Früchte mit langen Kletthaaren, blasig-warzig oder kahl   ► 10
10
Reife Früchte mit großen blasenartigen Warzen 
 Warzenfrüchtiges Labkraut  –  Galium verrucosum
10*
Reife Früchte mit Kletthaaren oder glatt und kahl   ► 11
11
Pflanze in allen Teilen sehr zierlich. Stängel 10-25 cm lang. Blätter 3-7 mm lang. Blüten 0,5 mm im Durchmesser, grünlich-gelb. Blätter am Rand mit vorwärts (d.h. zur Blattspitze) gerichteten Borsten. Blütenstiele im Fruchtzustand gerade 
 Pariser Labkraut  –  Galium parisiense
11*
Pflanze in allen Teilen stärker. Stängel 30-250 cm lang. Blätter 10-45 mm lang. Blüten (0,8) 1-2 mm im Durchmesser, weiß oder grünweiß. Blätter am Rand mit rückwärts (zum Blattgrund) gerichteten Borsten   ► 12
12
Blüten 1,5-2 mm im Durchmesser, weiß. Teilblütenstände (Zymen) mit 4-8 Tragblättern. Früchte 4-5 (6) mm hoch, stets mit langen Kletthaaren, diese auf deutlichen Warzen sitzend. Fruchtoberfläche matt. Blätter 3-8 mm breit. Stängel 50-250 cm lang 
 Kletten-Labkraut  –  Galium aparine
12*
Blüten 0,8-1,3 (1,6) mm im Durchmesser, grünweiß oder gelblich. Teilblütenstände (Zymen) mit 2-3 Tragblättern. Früchte 1,5-3 mm hoch, mit Kletthaaren oder fast glatt. Kletthaare nicht auf deutlichen Warzen sitzend. Fruchtoberfläche oft glänzend. Blätter 1,5-3 (4) mm breit. Stängel 30-100 cm lang 
 Grünblütiges Labkraut  –  Galium spurium
a
Früchte ohne Kletthaare, glatt bis etwas warzig. Vor allem in Leinäckern 
  Galium spurium var. spurium
a
Früchte mit Kletthaaren. Allgemein in Äckern 
  Galium spurium var. echinospermum
13
Pflanzen klein bis sehr klein, 2-30 cm hoch. Stängel kriechend bis niederliegend-aufsteigend, dünn, bis max. 1 mm dick   ► 14
13*
Pflanzen mittelgroß bis groß, 30-150 cm hoch. Stängel aufsteigend oder aufrecht, rel. kräftig, mehr als 1 mm dick   ► 20
14
Laubblätter stark glänzend, am Rand ohne Haare oder Borsten, Blattmittelnerv undeutlich. Pflanze getrocknet schwarz werdend 
 Norisches Labkraut  –  Galium noricum
14*
Laubblätter nicht glänzend, am Rand mit feinen Haaren oder Borsten, Blattmittelnerv deutlich   ► 15
15
Stiele der reifen Früchte abwärts gebogen. Frucht 2-2,5 mm lang 
 Schweizer Labkraut  –  Galium megalospermum
15*
Stiele der reifen Früchte gerade. Frucht 1-1,6 mm lang   ► 16
16
Blätter verkehrt eiförmig bis verkehrt lanzettlich, 2-5 mal so lang wie breit, insbes. die untersten sehr breit, mit kurzer Knorpel- oder Haarspitze, getrocknet schwärzlich. Blüten in dichten, oft etwas kopfigen Blütenständen. Früchte mit spitzen Papillen 
 Harzer Labkraut, Felsen-Labkraut  –  Galium saxatile
16*
Blätter linealisch bis linealisch-verkehrt lanzettlich, 5-16 mal so lang wie breit, die untersten kaum breiter als die übrigen, mit lang ausgezogener Haarspitze, getrocknet grünlich. Blüten in lockeren traubigen bis doldenrispigen Blütenständen. Früchte mit stumpfen (selten spitzen) Papillen (Galium pusillum–Gruppe)   ► 17
17
Fast alle Blätter ± sichelförmig gekrümmt (die Blattseiten ungleich lang). Früchte mit stumpflichen Papillen, (kopfsteinpflasterartig). Pflanzen mit weiter Verbreitung in Deutschland in basenreicheren Silikat-Magerrasen 
 Heide-Labkraut  –  Galium pumillum
17*
Fast alle Blätter gerade (die Blattseiten ± gleich lang). Pflanzen mit regionaler Verbreitung in Deutschland   ► 18
18
Blütenstiele 0,8-1,1 mm lang. Pflanze rel. groß, 10-40 cm hoch, von unten an lang verzweigt. Stängel unten oft dicht behaart und am Grunde rötlich. Blütenstand breit kegelförmig. Früchte oft mit konisch verjüngten spitzlichen Papillen. Im südöstlichen Deutschland in Silikat-Magerrasen 
 Mährisches Labkraut  –  Galium valdepilosum
18*
Blütenstiele 1-2 mm lang. Planze rel. klein, 5-20 cm hoch. Stängel meist kahl, am Grunde nicht rötlich   ► 19
19
Blätter 2-6 mm lang, 0,5-1 (1,5) mm breit. Früchte mit konisch verjüngten spitzlichen Papillen. Blüten weiß. nordisch verbreitete Art (in Deutschland nur auf Sylt) 
 Sterner-Labkraut  –  Galium sterneri
19*
Blätter 8-18 mm lang, 1,5-2,5 mm breit, ± glänzend. Früchte mit stumpflichen Papillen (kopfsteinpflasterartig). Blütenstand schirmrispig. Blüten weiß bis gelblich weiß. In Deutschland hauptsächlich im Alpengebiet und auf der Schwäbischen Alb, auf kalkhaltigen steinigen Rohböden 
 Ungleichblättriges Labkraut  –  Galium anisophyllon
20
Blüten gelb oder weißgelb. Blattränder ± stark umgerollt   ► 21
20*
Blüten weiß (oder gelblich bis grünlich weiß). Blätter flach   ► 23
21
Blütenkone weißgelb. Stängel zumindest unten 4-kantig, kahl oder (meist) oben locker mit geraden bis leicht krausen Haaren. Blütenstand locker, im unteren Teil mit abspreizenden Seitenästen. Blätter schmal lanzettlich bis linealisch, 1-3 mm breit 
 Weißgelbes Labkraut  –  Galium x pomeranicum (G. album x verum)
21*
Blütenkrone gelb. Stängel im Ganzen rund, oben dicht kraus behaart. Blütenstand dicht, im unteren Teil mit meist angewinkelten Seitenästen. Blätter linealisch, 0,5-2 mm breit (Galium verum-Gruppe)   ► 22
22
Blätter 0,5-1,5 mm breit, oberseits glänzend, die Unterseite durch die bis zur Mittelrippe eingerollten Blattränder kaum sichtbar. Blütenstand dicht, rel. geschlossen, Blütenstandsäste meist lang, länger als die Internodien. Blüten goldgelb, süßlich duftend. Blütenstiele so lang wie der Krondurchmesser. Blütezeit (Ende Juni) Juli-September 
 Echtes Labkraut  –  Galium verum
22*
Blätter 1-2,5 mm breit, oberseits ± matt, die Unterseite durch nur schwach eingerollte Blattränder meist gut sichtbar. Blütenstand locker, unterbrochen, Blütenstandsäste meist kurz (kugelig-oval), meist kürzer als die Internodien. Blüten hellgelb, ± duftlos. Blütenstiele länger als der Krondurchmesser. Blütezeit Mai-Juni (Nachblüher im Spätsommer) 
 Wirtgen-Labkraut  –  Galium wirtgenii
23
Blütenstand länglich traubig, dicht bis etwas locker. Blüten- und Infloreszenzstiele rel. kurz. Stängel stets 4-kantig. meist Offenlandpflanzen (Wiesen, Ufer, Felsen), daneben an halbschattigen Stellen im Bereich von Auenwäldern und Waldsäumen   ► 24
23*
Blütenstand pyramidal bis schirmförmig, sehr locker. Blüten- und Infloreszenzstiele sehr dünn und lang (filigran) Stängel rund oder 4-kantig. schattenverträgliche Waldpflanzen basenreicher Böden   ► 26
24
Blätter glänzend, schmal linealisch (0,5-2 mm breit), 8-15 mal so breit wie lang. Blüten blaßgelb oder weißgrün. Früchte glatt 
 Traunsee-Labkraut  –  Galium truniacum
24*
Blätter glanzlos, lanzettlich bis breit linealisch (2-7 mm breit), 2-7 mal so breit wie lang. Blüten weiß. Früchte fein runzelig (Galium mollugo-Gruppe)   ► 25
25
Blütenkrone 2-3 mm im Durchmesser. Blütenstiele meist länger als der Blütendurchmesser, nach der Blüte sparrig abspreizend, dadurch Blüten- und Fruchtstand ziemlich locker (transparent) erscheinend. Blätter 8-26 mm lang und 2-7 mm breit, 2-4 x so lang wie breit, auffallend dünn, im frischen Zustand unterseits deutlich heller, stumpflich, an der Spitze plötzlich verjüngt. Pflanze meist kahl. An frischen bis schwach feuchten, nährstoffreichen halbschattigen Standorten 
 Kleines Wiesen-Labkraut  –  Galium mollugo s.str
25*
Blütenkrone 3-5 mm im Durchmesser. Blütenstiele kürzer als der Blütendurchmesser, nach der Blüte kaum abspreizend, dadurch Blüten- und Fruchtstand relativ dicht (geschlossen) erscheinend. Blätter 10-40 mm lang und 1,5-7 mm breit, 3-7 mal so lang wie breit, nicht auffallend dünn, ganz allmählich oder auch am Ende plötzlich zugespitzt. Pflanze kahl bis dicht behaart. An frischen bis trockenen, meist lichten Standorten 
 Großes Wiesen-Labkraut, Weißes Labkraut  –  Galium album
a
Blätter lanzettlich, von der Mitte her allmählich zugespitzt, 10-30 mm lang, 1,5-5 mm breit. Pflanzen zart bis mäßig kräftig. Stängel 1,8-2,2 mm dick, meist kahl. An frischen bis mäßig trockenen lichten Standorten 
 Gewöhnliches Wiesen-Labkraut  –  Galium album subsp. album
a
Blätter weitgehend parallelrandig, nahe der Spitze am breitesten, am Ende kurz zugespitzt, 10-40 mm lang, 2-7 mm breit. Pflanzen sehr kräftig. Stängel 2,5-5 mm dick, oft dicht kurz abstehend behaart.. An trockenen lichten Standorten 
 Dickstängeliges Wiesen-Labkraut  –  Galium album subsp. pycnotrichum
26
Stängel durchgehend 4-kantig. Kronblattzipfel grannenspitzig. Blätter schmal lanzettlich, lang fein zugespitzt, stets rein grün 
 Grannen-Labkraut  –  Galium aristatum
26*
Stängel zumindest unten rundlich. Kronblattzipfel kurz zugespitzt. Blätter länglich oval bis lanzettlich, stumpf gerundet bis kurz zugespitzt, im jungen Zustand bläulich grü   ► 27
27
Pflanze ohne Ausläufer, horstig. Stängel im Ganzen rund. Blütenkrone schalenförmig gebogen 
 Wald-Labkraut  –  Galium sylvaticum
27*
Pflanze mit Ausläufern, lockerrasig. Stängel unten rundlich, oben 4-kantig. Blütenkrone flach, nur ihre Zipfel an den Enden etwas aufwärts gebogen 
 Glattes Labkraut  –  Galium intermedium

Galium anisophyllon Vill.

Synonyme:

  • Galium pumillum subsp. anisophyllon (Vill.) Dostal
  • Galium sudeticum Tausch

Ungleichblättriges Labkraut

Galium aparine L.

Kletten-Labkraut, Klebkraut

Galium aristatum L.

Synonym:

  • Galium sylvaticum subsp. aristatum (L.) Rouy & Camus

Grannen-Labkraut

Galium boreale L.

Synonym:

  • Galium trinerve Moench

Nordisches Labkraut

Galium glaucum L.

Synonyme:

  • Asperula glauca (L.) Besser
  • Galium montanum L.

Blaugrünes Labkraut

Galium intermedium Schult.

Synonyme:

  • Galium schultesii Vest
  • Galium sylvaticum subsp. schultesii (Vest) Nyman

Glattes Labkraut

Literatur:
Buttler, K.P. & Meinunger, L. (1990): Zur Kenntnis von Galium schultesii Vest in Thüringen und Franken.– Haussknechtia, Mitt. Thüring. Bot. Ges. 5: 29-44

Buttler, K.P. & Meinunger, L. (1991): Zur Unterscheidung von Galium schultesii und G. sylvaticum.– Informationen zur Flor. Kart. in Thüring. 1: 15-18

Krendl, F. & Vitek, E. (2008): Galium intermedium Schult. und G. schultesii Vest (Rubiaceae).– Ann. Naturhist. Mus. Wien 109B: 167-171

Galium megalospermum All.

Synonym:

  • Galium helveticum auct. non Weigel

Schweizer Labkraut

Galium mollugo L. s.str.

Synonyme:

  • Galium elatum Thuill.
  • Galium mollugo subsp. elatum (Thuill.) Lange

Kleines Wiesen-Labkraut

Galium album Mill.

Großes Wiesen-Labkraut i.w.S., Weißes Labkraut

Galium album subsp. album

Synonyme:

  • Galium erectum Hudson
  • Galium mollugo subsp. erectum (Hudson) Syme

Großes Wiesen-Labkraut

Galium album subsp. pycnotrichum (Heinr. Braun) Krendl

Synonyme:

  • Galium mollugo f. pycnotrichum Heinr. Braun
  • Galium mollugo subsp. pycnotrichum (Heinr. Braun) O. Schwarz
  • Galium pycnotrichum (Heinr. Braun) Borbas

Dickstängeliges Wiesen-Labkraut

Galium noricum Ehrend.

Synonym:

  • Galium baldense Spreng. s.l. p.p.

Norisches Labkraut

Galium odoratum (L.) Scop.

Synonym:

  • Asperula odorata L.

Waldmeister, Duft-Labkraut

Galium palustre L. s.l.

Synonyme:

  • Galium palustre subsp. tetraploideum Clapham
  • Galium tetraploideum (Clapham) G.H. Loos

Sumpf-Labkraut

Galium palustre subsp. palustre

Synonym:

  • Galium palustre L. s.str.

Gewöhnliches Sumpf-Labkraut

Galium palustre subsp. elongatum (C. Presl) Lange

Synonym:

  • Galium elongatum C. Presl

Hohes Sumpf-Labkraut

Galium parisiense L.

Pariser Labkraut

Galium pumilum Murray

Heide-Labkraut

Literatur:
Ehrendorfer, F. (1956): Struktur, Verbreitung und Geschichte der Sippen von Lepto-Galium in Bayern.– Ber. Bayer. Bot. Ges. 31: 5-12

Ehrendorfer, F. (1960): Neufassung der Sektion Lepto-Galium.– Sitz.ber Öster. Akad. Wiss. Math.-naturw. Abt. 1: (169): 407-421

Galium rotundifolium L.

Rundblättriges Labkraut

Galium rubioides L.

Synonym:

  • Galium boreale subsp. rubioides (L.) Celak.

Krapp-Labkraut

Literatur:
Kraut, L. (1994): Neufund des Krappartigen Labkrautes Galium rubioides L. für das Saarland.– Faun.-flor. Notizen aus dem Saarland, Herausgegeben von der Delattinia, Arbeitsgemeinschaft für Tier- und Pflanzengeographische Heimatforschung im Saarland: 26 (2): 347-348

Das Vorkommen von Galium rubioides in der Nähe von St. Ingbert im Saarland besteht seit über 20 Jahren und ist im Gegensatz zu der Ansicht von Kästner & Ehrendorfer (2016) nicht fraglich. Soweit feststellbar vermehrt sich der Bestand nur vegetativ.

Galium saxatile L.

Synonym:

  • Galium hercynicum Weigel

Harzer Labkraut, Felsen-Labkraut

Galium spurium L.

Synonyme:

  • Galium infestum Waldst. & Kit.
  • Galium spurium subsp. infestum (Waldst. & Kit.) G. Martens

Literatur:
Malik, N. & Vanden Born, W.H. (1988): The Biology of Canadian Weeds. 86. Galium aparine L. and Galium spurium L.– Can. J. Plant. Sci. 68: 481-499

Hilbig, W. (1973): Zur Unterscheidung von Galium aparine L., Galium spurium L. und Galium tricornutum Dandy.– Wiss. Z. Martin-Luther-Univ. Halle-Wittenberg 22: 43-45

Galium spurium var. echinospermum (Wallr.) Desportes

Synonyme:

  • Galium agreste var. echinospermum Wallr.
  • Galium vaillantii DC.
  • Galium aparine var. vaillantii (DC) W.D.J Koch
  • Galium spurium subsp. vaillantii (DC.) Gaudin

Galium spurium var. spurium

Synonyme:

  • Galium agreste var. leiospermon Wallr.
  • Galium spurium subsp. spurium

Galium sterneri Ehrend.

Synonym:

  • Galium pumilum subsp. septentrionale Hyl.

Sterner-Labkraut

Galium sylvaticum L.

Wald-Labkraut

Galium tricornutum Dandy

Synonym:

  • Galium tricorne auct. non Stokes

Dreihörniges Labkraut

Galium truniacum (Ronniger) Ronniger

Synonyme:

  • Galium corrudifolium Vill. subsp. truniacum Ronniger
  • Galium lucidum All. subvar. corrudifolium (Ronniger) Hayek

Traunsee-Labkraut

Galium uliginosum L.

Moor-Labkraut

Galium valdepilosum Heinr. Braun

Synonyme:

  • Galium anisophyllon subsp. bavarium Ehrend.
  • Galium sudeticum sensu Ehrend. & Krendl in Fl. Eur. non Tausch

Mährisches Labkraut

Galium verrucosum Huds.

Synonyme:

  • Galium valantia F.H. Wigg.
  • Galium saccharatum All.
  • Valantia aparine L. (non Galium aparine L.)

Warzenfrüchtiges Labkraut

Galium verum L. s.str.

Synonym:

  • Galium verum subsp. verum

Echtes Labkraut

Galium wirtgenii F.W. Schultz

Synonyme:

  • Galium verum subsp. wirtgenii (F.W. Schultz) Oborny
  • Galium eminens Wirtg. non Grenier & Godron
  • Galium verum subsp. praecox (K.H. Lang) Petrak

Wirtgen-Labkraut

Galium x pomeranicum Retz. (G. mollugo x G. verum)

Synonym:

  • Galium x ochroleucum Wolff ex Schweigger & Koerte

Weißgelbes Labkraut

Quelle: Offene Naturführer, Das Wiki zu Bestimmungsfragen: Die Gattung Galium (Rolf Wißkirchen) (Zuletzt geändert:
Dieses Attribut ist ein Spezialattribut in diesem Wiki.
17 September 2018 22:53:25). Abgerufen am 13. November 2018, 18:37 von https://offene-naturfuehrer.de/web/Die_Gattung_Galium_(Rolf_Wißkirchen)