Dreiteiliger Zweizahn – Bidens tripartita

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Deutscher Name: Dreiteiliger Zweizahn
Wissensch. Name: Bidens tripartita
(L.)
Wissensch. Synonyme: Bidens orientalis Velen
Großgruppe: krautige Blütenpflanzen
Taxonomie: Ordnung Asterales / Familie Asteraceae
Deutsche Wikipedia-Seite
Rote Liste Deutschland: nicht gefährdet
Rote Liste Berlin: Vorwarnliste
Status: Einheimisch

Merkmale

Besondere Merkmale:
  • gelappte Blätter
  • Blütenkörbchen nur mit gelben Röhrenblüten
  • grüne, wie Blütenblätter wirkende, Hüllblätter
Der Dreiteilige Zweizahn kann bis zu einen Meter hoch werden. Blatt: Die dunkelgrünen Blätter sind drei- bis fünffach eingeschnitten, bzw. in Abschnitte unterteilt (gelappt). Die Abschnitte sind eiförmig und am Rand grob gezähnt. Die Blätter sitzen einander gegenüber am Stängel (gegenständig). Sprossachse: Der aufrechte Stängel hat zahlreiche, abstehende Äste und ist häufig braunrot überlaufen. Blüte: Zahlreiche kleine, braungelbe Röhrenblüten stehen zusammen in einem Blütenkorb, der auf den ersten Blick für die Blüte gehalten werden könnte. Das Blütenkörbchen wird von fünf bis acht grünen Hüllblättern umgeben, die wie Blütenblätter aussehen. Frucht: Der Dreiteilige Zweizahn bildet schwarzbraune, flache, nussähnlich Früchte (Achänen). Sie haben oben drei, mit rückwärts gerichteten Haken besetzte Borsten und ihre Flächen sind glatt.

Bilder


Beschreibung

Verwechslungsmöglichkeiten:

Schwarzfrüchtiger Zweizahn Die ebenfalls dreiteiligen Blätter sind komplett in drei gestiele Teilblätter getrennt. Die Früchte haben höckrige Flächen und nur zwei Borsten.

Biologie: Die Blütenbestäuber sind Bienen, Hummeln und Schwebfliegen. Blütezeit: Juli bis Oktober Lebensraum: Der Dreiteilige Zweizahn ist ein Pionier auf nassen, nährstoffreichen Schlamm- oder Sandböden. Verbreitung: Der Dreiteilige Zweizahn ist ursprünglich in ganz Europa, Nord- und Mittelasien und in Nordamerika verbreitet. In Australien und Neuseeland gehört er zu den nicht-einheimischen Arten.

Verbreitung nach Bundesland:
ganz Deutschland

Mensch und Stadt

In der Stadt wächst der Dreiteilige Zweizahn häufig an Teichufern, Gräben, Schuttplätzen und auf vernässten Äckern. Er besiedelt neue, noch pflanzenfreie Lebensräume auf nassen, nährstoffreichen Schlamm- oder Sandböden (Pionierpflanze).

Wissenswertes

  • Herkunft: Der Dreiteilige Zweizahn ist in Europa einheimisch.
  • Name: Sowohl der deutsche Gattungsname Zweizahn als auch der lateinische Name Bidens (lat. bis= zwei, dens= Zahn) beziehen sich auf die zwei Fruchtborsten. Der Name passt allerdings, wie beim Dreiteiligen Zweizahn, nicht immer.
  • Die Früchte verhaken sich mit Hilfe der rückwärts gerichteten Borsten im Fell von Tieren und werden so ausgebreitet.
  • Die Blüten werden von Bienen, Hummeln und Schwebfliegen bestäubt.
  • Die Blütezeit ist von Juli bis Oktober.
  • Er ist eine einjährige Pflanze, d.h. er blüht nur für einen Sommer und stirbt nach der Reifung der Samen ab.

Quellen, Literatur, Weblinks

  • Kammer, Peter M. (2016): Pflanzen einfach bestimmen. Schritt für Schritt einheimische Arten kennenlernen. Bern: Haupt Verlag.
  • Schauer, Thomas, Caspari Claus und Caspari Stefan (2015): Der illustrierte BLV-Pflanzenführer für unterwegs, 7. Aufl., München: BVL Buchverlag.
  • Spohn, Margot, Golte-Bechtle, Marianne, Spohn, Roland (2015): Was blüht denn da? Stuttgart: Franck-Kosmos Verlags-GmbH & Co. KG.
  • Seite „Dreiteiliger Zweizahn“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 13. März 2018, 21:30 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Dreiteiliger_Zweizahn&oldid=174987996 (Abgerufen: 29. Mai 2018, 13:38 UTC)