Echinochloa crus-galli – Gemeine Hühnerhirse (JKI-Pflanzenportraits)

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Unkrautgarten
Aus dem Unkrautgarten des Julius Kühn-Institutes
Logo des Julius Kühn-Instituts (c) JKI
(Bild: W. Wohlers, JKI)

Echinochloa crus-galli (= Panicum crus-galli), die Gemeine Hühnerhirse gehört zur Familie der Poaceae (Süßgräser). Die englischen Namen sind Cockspur Grass, Barnyard Millet, Hairy Crabgrass. EPPO-Code ECHCG.

Die einjährige, wärmeliebende Hühnerhirse kommt ursprünglich aus warmen und tropischen Ländern Asiens, hat sich aber heute weltweit verbreitet. Sie ist in Deutschland fast überall zu finden, außer in kälteren Mittelgebirgs- und Berglagen, auch nicht im äußersten Norden. In Schweden wächst sie noch in Schonen, aber in Finnland nicht mehr. Sie wurde weltweit verschleppt, so nach Nordamerika, und ist in den USA weit verbreitet außer im Norden in Alaska, ebenso weit verbreitet ist sie in Australien und Neuseeland. Hühnerhirse ist vorwiegend auf feuchteren, nährstoffreichen Äckern, auf sauren Lehm- und Sandböden, auch auf Schuttplätzen zu finden. Sie gilt auf leicht erwärmbaren Böden als Zeigerpflanze für eine gute Stickstoffversorgung.

Hühnerhirse wurde in Europa in der Eisen- und Bronzezeit wahrscheinlich als Körnerfrucht angebaut. Heute ist sie ein lästiges Unkraut in Reis und Mais in den Tropen, in gemäßigten Klimaten im Zuckerrüben- und Kartoffelanbau. Sie keimt erst bei 18 bis 20°C, also spät im Frühjahr, und verträgt in ihrer Entwicklung keinen Schatten. Besonders im ökologischen Gemüsebau ist sie problematisch. Bei guter Nährstoffversorgung kann sie mit 80 cm Höhe sehr konkurrenzstark sein.

Lateinisch crus-galli bedeutet Hühnerfuß.

Verfasser: Wohlert Wohlers. Juni 2018.

Interessant sind die spezifischen Regulierungsstrategien für den Ökologischen Landbau.

Herbizide schauen Sie bitte im aktuellen, amtlichen Pflanzenschutzmittelverzeichnis nach. Stichwort Hühnerhirse.