Euphorbia platyphyllos, die Breitblättrige Wolfsmilch, gehört zur Familie der Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse). Der englische Name ist Broad-leaved Spurge. EPPO-Code EPHPL.
Die Breitblättrige Wolfsmilch kommt im Süden Europas sowie in Nordafrika und Kleinasien vor. In Süddeutschland wächst sie zerstreut oder selten. Sie liebt kalkreiche Böden. Man findet sie an Wegrändern, auf Äckern und offenen, sonnigen Standorten.
Die einjährige Pflanze wird bis zu 60 cm hoch. Sie verzeigt sich bereits im unteren Bereich. Die Stängel sind manchmal rot. Die Blätter sind breit lanzettlich und haben eine leichte Zähnung, außerdem sind sie auf der Unterseite zart behaart. Die Hochblätter bei den Blüten, den Cyathien, sind gelb gefärbt, vor allem wenn sie etwas älter sind. Die Früchte haben eine charakteristisch warzige Oberfläche; die Warzen sind halbkugelig.
In Mitteleuropa wachsen zwei Dutzend Euphorbia-Arten, die nicht immer leicht von einander zu unterscheiden sind. So sieht die Steife Wolfsmilch (Euphorbia stricta) der Breitblättrigen recht ähnlich, ist aber schlanker im Wuchs und hat Früchte mit kurz-walzlichen Warzen.
| Eine kleine Pflanze der Breitblättrigen Wolfsmilch. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die breiten Blätter waren namensgebend. Typisch für die Art ist die Zähnung an der Blattspitze. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Blätter sind an der Unterseite behaart. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Zwei Hochblätter umhüllen eine Blüte, neben der immer zwei weitere Blüten nebst Hochblättern wachsen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Nektardrüsen sind gelb gefärbt. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Es können auch drei oder wie hier vier neue Blüten neben der ersten Blüte wachsen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Der Fruchtknoten schiebt sich aus den vier Drüsenlappen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Hat sich der Fruchtknoten nach der Befruchtung abgesenkt, so erscheinen die gelben Antheren. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Dreimal zwei Antheren. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Nektardrüsen verbräunen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Frucht bekommt die typisch halbkugeligen Warzen. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Samen sind glatt, dunkel und glänzend. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
| Die Keimblätter sind rund und gestielt. Der Stängel ist manchmal rot gefärbt. (Bild: W. Wohlers, JKI) |
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Verfasser: W. Wohlers, April 2010